Outlook: Mobile Future 2010-2011

Sturmauf die Bastion Handy

(PresseBox) (Dortmund/Kaufbeuren, ) Mobile IT-Sicherheit wird über kurz oder lang zu einem der bestimmenden Themen im Mobilfunk werden. Obwohl jeder weiß, dass das Thema ICT-Sicherheit hohe Bedeutung erlangen wird, verdrängen sowohl die Player als auch die Nutzer dieses Problem gerne, solange es nicht akut ist. Dabei kann man ICTSicherheit auch als Chance begreifen. Gerade in Deutschland gibt es eine lange Tradition in der Beschäftigung mit sicherheitsrelevanten Themen. Die in Deutschland ansässigen Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind zum Teil weltweit führend auf ihrem Gebiet. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Trendstudie "Outlook: Mobile Future 2010-2011", die gemeinsam von Dr. Bettina Horster, Vorstand VIVAI AG, und Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH, herausgegeben wird.

Dr. Bettina Horster analysiert: "Noch ist die gefühlte Sicherheit bei den Nutzern groß. Wir sind überzeugt, dass sich diese Situation sehr bald ändern und das Vertrauen der Verbraucher in die Zuverlässigkeit von Diensten leiden wird. Die Brisanz beim Thema IT-Sicherheit verschärft sich zum einen mit dem Aufkommen IP-basierter Mobilfunknetze und zum anderen durch die deutlich höheren Geschwindigkeiten in den modernen Drahtlosnetzen, wie beispielsweise LTE, UMTS, Edge, WLAN und WiMAX. Die Komplexität der Netze, die Vielfalt der Endgeräte sowie die unterschiedlichen Protokolle und Zugangstechnologien bieten eine Vielzahl von Angriffspunkten."

Thomas Lünendonk mahnt: "Mit der Ausweitung breitbandiger Dienste und Anwendungen werden die Probleme des stationären Internets über kurz oder lang vollständig im mobilen Bereich ankommen. Viren, Würmer, Trojaner, Spyware, Spam, Dialer und Hackerangriffe beeinträchtigen die Kunden bei der Nutzung ihres Endgeräts."

Schwer beherrschbare Infrastruktur

Ein großes Problem ist beim Thema Sicherheit die Anbindung verschiedener Diensteanbieter, was dazu führt, dass keiner mehr die Hoheit über die gesamte Infrastruktur hat. Eine internationale Studie gibt an, dass bereits heute mehr als 350 Handyviren im Umlauf sind - nur eine kleine Anzahl, wenn man den Vergleich mit den über 200.000 aktuellen PCSchädlingen anstellt. Mit den steigenden Speicherkapazitäten auf den mobilen Endgeräten wird es aber zunehmend einfacher, Malware zu verbreiten. Ebenso bietet die steigende Komplexität von Hardware und Software zusätzliche Angriffspunkte für raffiniert programmierte Schadsoftware.

Neben Viren existieren noch weitere Sicherheitsprobleme. So kann das Telefon für Lauschangriffe missbraucht werden, um Gespräche mitzuhören oder aber sensible Daten auszuspähen. Nach Angaben von Virenexperten mussten alleine im letzten Jahr bereits fünf Mobilfunkbetreiber in ihren Netzen mit jeweils bis zu einer Million verseuchten Geräten kämpfen.

Eine weitere große Sicherheitslücke besteht vor allem bei älteren Geräten mit aktivierter Bluetooth-Schnittstelle, die verschiedene Angriffsmöglichkeiten erlaubt. So ist es für Dritte ohne Probleme möglich, auf die im Gerät gespeicherten Daten zuzugreifen. Mit Hilfe der gekaperten Handys können Eindringlinge sogar telefonieren, ohne dass das Opfer etwas davon merkt. Grund dafür war ein Fehler im Skript von Bluetooth, der bei neueren Endgeräten aber behoben wurde. Von diesen Hacker angriffen erfährt der rechtmäßige Handybesitzer erst im Nachhinein auf der Rechnung. Hier muss von allen Anbietern im mobilen Umfeld Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nutzer müssen wissen, dass die ständig aktivierte Bluetooth-Schnittstelle ein Einfallstor für Betrüger darstellen kann.

Mobile Spam - ein wachsendes Übel

E-Mail-Spam und seine Folgen sind den meisten Internet-Nutzern ja hinlänglich bekannt. Doch auch Handy-Nutzer werden mit unerwünschten Werbebotschaften und Phishing-Nachrichten belästigt. Laut einer Studie von Cloudmark sind bereits 80 Prozent aller deutschen Mobilfunknutzer Opfer von Handy-Spam geworden. Mobilfunk-Provider sollten diese Zahl keineswegs auf die leichte Schulter nehmen, denn die Kunden sehen unerwünschte SMS in erster Linie als Versagen des Mobilfunkanbieters an. Neben unerwünschter Werbung enthalten die Spam-SMS zu zwölf Prozent Phishing-Inhalte mit der Aufforderung an den Nutzer, persönliche Daten zu übermitteln. Bereits 93 Prozent der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland gaben an, mindestens schon einmal eine Spam-SMS erhalten zu haben. Das Phänomen ist also bereits sehr umfang- und folgenreich.

Die größte Gefahr aber droht aus einer ganz anderen Richtung: Mobile Endgeräte haben eine sehr viel höhere Verlustwahrscheinlichkeit als stationäre Geräte. Wegen der Größe der Endgeräte fällt der Verlust nicht unbedingt sofort auf. Je größer der Mobilitätsgrad des Nutzers ist, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät wieder gefunden werden kann. Sind persönliche Daten oder Unternehmensdaten nur auf dem Endgerät vorhanden, kann der entstandene Schaden extrem groß werden.

Dr. Bettina Horster: "Die Faszination der mobilen Kommunikation darf uns nicht davon abhalten, extrem leistungsfähige Sicherheitssysteme und Sicherheitskonzepte sowie angemessene Verhaltensempfehlungen zu entwickeln und zu kommunizieren."

Prognosestarkes Team für Mobile-Themen

Mit dem "Outlook: Mobile Future 2010-2011" legen Dr. Bettina Horster und Thomas Lünendonk zum vierten Mal eine gemeinsame Trendstudie für den Markt der mobilen Kommunikation vor. Thomas Lünendonk: "Wenn immer wieder gefragt wird: Quo vadis Mobilfunk?, dürfen wir mit Stolz behaupten, dass wir seit über vier Jahren mit unseren Prognosen richtig liegen."

Dr. Bettina Horster begründet diese Einschätzung mit konkreten Beispielen: "In 2006 haben wir auf die große Bedeutung von Mobile Enterprise hingewiesen. Und wir haben gegen viele Widerstände gesagt, dass die großen Internetfirmen den Mobilfunkmarkt beherrschen werden. Die Verlage, die sich große Zukunfts- und Umsatzhoffnungen machten, hatten wir schon damals nicht auf der Rechnung. Und wir haben bereits zu diesem Zeitpunkt gesehen, dass die Mobilfunkbetreiber keine große Rolle bei den Inhalten im Mobile Internet spielen werden. Diese erkannten erst später, dass es mit der Smart Pipe als Inhalteanbieter nichts werden wird. 2007 haben wir prognostiziert, dass es zu einer Konsolidierung der Betriebssysteme auf Handys kommen wird. 2008 haben wir konstatiert, dass die Smartphones mit Eiltempo ihren Weg in den Massenmarkt finden werden; und bereits vor dem Erscheinen des ersten iPhones haben wir erklärt, dass dieses Konzept die gesamte Branche verändern wird."

Die 120-seitige, detaillierte Trendstudie "Outlook: Mobile Future 2010- 2011 - Deutschland wird mobil!" kann ab sofort bei der Lünendonk GmbH zum Preis von 1.290 Euro (zuzüglich MwSt., inklusive Versand) angefordert werden. Weitere Informationen sind unter www.luenendonk.de abrufbar.

Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.

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