Lünendonk®-Studie 2011 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland"

Beratungskompetenz gewinnt an Bedeutung

(PresseBox) (Kaufbeuren, ) .
- Ganzheitlicher Beratungsansatz mit Leistungen aus einer Hand gefordert
- Unterschiedliche Bewertung der geplanten EU-Neuregelungen
- Steigende Umsatzerwartungen bei originären Themen
- Lünendonk®-Studie ab sofort verfügbar

Muss der Wirtschaftsprüfer künftig ebenfalls die Qualifikation eines Managementberaters anbieten? Fast 60 Prozent der vom Marktforschungsunternehmen Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, befragten Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften sind sich sicher, dass diese Kompetenz immens wichtig ist. Betrachtet man die 25 größten Gesellschaften (Top 25), steigt der Wert auf 72,2 Prozent; die bejahende Antwort der Top 10 liegt sogar bei 100 Prozent (Befragungszeitraum April bis August 2011). Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Lünendonk®-Studie 2011 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland", die unter www.luenendonk.de erhältlich ist.

Vor dem Hintergrund der Pläne des EU-Binnenmarkt-Kommissars Michel Barnier zur klaren Trennung von Prüfung und Beratung erlangt die Lünendonk-Analyse hohe Brisanz. Denn das Gros der Studienteilnehmer begründet seine Aussage vor allem mit der Notwendigkeit eines ganzheitlichen Beratungsansatzes. Hauptargument bei der These, künftig auch qualifizierte Managementberatung zu übernehmen, ist danach die Möglichkeit, dem Kunden alle Leistungen aus einer Hand zu bieten und damit den Organisationsaufwand reduzieren, mandanten­spezifische Vorkenntnisse nutzen sowie die Einarbeitung in interne Strukturen und Arbeitsprozesse beschleunigen zu können. "Dennoch befürworten die meisten Studienteilnehmer, dass bei Mandanten, bei denen geprüft wird, nicht parallel beraten werden darf", erläutert Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter Lünendonk GmbH.

Als zweitwichtigstes Argument nannten die Befragten das in der WP-Branche unerlässliche interdisziplinäre Handeln, Denken und Arbeiten - insbesondere hinsichtlich der Verzahnungen von Steuer-, Rechts- und Finanzierungsthemen.

Mehr Beratung, weniger Prüfung ist kein Ausweg

Aber welchen Weg würden die WP-Gesellschaften einschlagen, wenn die im Grünbuch vorgeschlagenen Neuregelungen - dazu zählen neben der Trennung von Prüfung und Beratung auch Joint Audits, externe Rotation sowie externe Vergabe der Prüfungsmandante - eintreten? In einem Sonderkapitel zum Grünbuch hat Lünendonk in der aktuellen Studie erstmals dazu Aussagen formuliert, die von den Teilnehmern zwischen -2 = "trifft nicht zu" bis +2 = "trifft voll zu" bewertet wurden.

Um es vorweg zu nehmen: Keine der für den Aspekt Trennung von Prüfung und Beratung aufgestellten Thesen fand die Zustimmung der WP-Gesellschaften. Den Zusammenschluss mit Partnern/anderen Unternehmen zu größeren Einheiten sahen die Befragten mit -0,2 danach ebenso wenig als eine Möglichkeit wie die komplette Konzentration auf das Beratungsgeschäft (-0,8) oder das Prüfungsgeschäft (-0,9) beziehungsweise den Anschluss an eine größere Einheit (-1,4). "Zwar haben die analysierten WP-Gesellschaften ihren Beratungsanteil 2010 erneut ausgebaut (+7,3 %)", so Hossenfelder. "Aber welche Tendenz das Geschäftsjahr 2012 aufweisen wird, hängt sicherlich maßgeblich auch von den Entscheidungen in Brüssel ab. Es bleibt also spannend."

Unterschiedliche Bewertung der geplanten Neuregelungen

Ob die zu erwartenden Neuregelungen zur Verantwortung des Konzernabschlussprüfers die Geschäftsentwicklung beeinflussen, wird von den Studienteilnehmern mit +0,1 eher neutral gesehen. Tatsächlich stimmen 38,5 Prozent der Befragten der These zu, aber 43,5 Prozent sind unentschieden und 7,7 Prozent lehnen sie ganz ab. Dagegen erhält die These, dass die Neuregelungen zu einer weiteren Konzentration der Anbieter im Markt führen, mit +0,8 die größte Zustimmung. Vehement widersprochen wird der im EU-Grünbuch vorgeschlagenen Trennung von Prüfung und Beratung (-1,3). 61,6 Prozent der befragten Gesellschaften vergaben hier die Bewertung -2. Bei den Top 10 und Top 25 stößt das Thema auf noch stärkere Ablehnung. Mit Werten von -1,7 respektive -1,6 wird hier fast die maximale Bewertungsnote erreicht.

Der weiteren These, dass Joint Audits zu einer besseren Auftragslage führen, erteilten mehr als ein Drittel eine Absage (-0,2). Dagegen stimmten über 60 Prozent der Aussage zu, die Finanzkrise hat der Reputation der Wirtschaftsprüfer geschadet (+0,6).

Umsatzzuwächse werden in den originären Themen erwartet

Obwohl die analysierten Unternehmen der Qualifikation als Managementberater eine hohe Bedeutung zumessen, findet sich das Thema bei der Nennung der stärksten Umsatzmotoren für die nächsten zwei bis drei Jahre mit 22,9 Prozent nur auf Platz 3 wieder. Die meisten Zuwächse werden in den beiden originären Themen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung mit 35,7 beziehungsweise 27,1 Prozent erwartet. Einen Grund dafür sieht Jörg Hossenfelder im abflauenden Hype um das Advisory.

Studienbezug

Die detaillierte Lünendonk®-Studie 2011 "Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland" auf Basis der Befragung über Umsätze, Märkte, Strukturen und Tendenzen von 90 Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften und Netzwerken kann zum Preis von 1.950,- Euro (420 Seiten, pdf-Datei, zzgl. MwSt., inklusive Versand) bei der Lünendonk GmbH angefordert werden.

Die Lünendonk®-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.