Deutsche Instandhaltungs-Dienstleister

Marktsektor Chemische Industrie größter Auftraggeber

(PresseBox) (Kaufbeuren, ) .
- Automobilindustrie halbiert Anteil am Auftragsvolumen
- Zuwächse für Metall- und Energiebranche erwartet
- Steigendes Potenzial bei länderübergreifender Projektvergabe

Die Automobilindustrie hat 2009 ihren Platz als größter Auftraggeber im deutschen Markt für Instandhaltungsdienstleistungen verloren. Mit nunmehr durchschnittlich 11,7 Prozent halbierte sich nahezu der Wert gegenüber dem Vorjahr (22,8 %) - eine Folge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, die vor allem das produzierende Gewerbe in den Sog der weltweiten Abwärtsdynamik gezogen hatte. Den Spitzenplatz im Branchenranking übernahm der Marktsektor Raffinerie/Chemie/Petrochemie, der sein Auftragsvolumen von 22,1 Prozent (2008) auf 38,3 Prozent in 2009 steigerte.

Mit deutlichem Abstand belegt die Stahl- und Metallindustrie Platz 2. Aber auch ihr Anteil von 13,3 Prozent hat sich gegenüber 2008 (20,6 %) um 7,3 Prozentpunkte reduziert. Hier war vor allem die Schwäche der Automotive- und Baubranche während der Krise ausschlaggebend für die rückgängige Nachfrage. Dies sind Ergebnisse der Lünendonk®-Studie 2010 "Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung", die bei der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, erhältlich ist.

Krise verändert Rangreihung der Branchen

Besonders vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise interessierte die Lünendonk-Analysten, für welche Branchen die Instandhaltungs-Unternehmen in Deutschland in der Hauptsache arbeiten und wie sich die Einschnitte des Jahres 2009 auf den Markt ausgewirkt haben. Dabei stellte sich heraus, dass sich der Einfluss der Krise am deutlichsten bei der Automobilindustrie widerspiegelte.

"Hier gibt es aber Unterschiede zwischen den Aussagen aller 43 für die Studie befragten Unternehmen und der Top-15-Anbieter", erläutert Antonia Thieg, Beraterin Lünendonk GmbH und Autorin der Instandhaltungsstudie. "Denn während die Automobilindustrie als Auftraggeber von Instandhaltungsdienstleistungen bei der ersten Vergleichsgruppe nur den dritten Platz erreichte, sind die Top 15 für diesen Sektor stärker tätig. Sie rekrutieren 16,3 Prozent ihrer Kunden aus der Automobilbranche, die sich damit nach der Raffinerie/Chemie/Petrochemie (39,7 %) als zweitgrößter Auftraggeber positioniert."

Übereinstimmend erwarten beide Vergleichsgruppen, dass der Anteil der Metall- und der Energiebranche zunehmen wird - und zwar zu Lasten des chemischen Sektors. Nach Meinung der analysierten Unternehmen werden dessen überaus hohen Werte 2010 von 38,3 Prozent (Top 15: 39,7 %) leicht auf 37,3 Prozent (Top 15: 38,1 %) zurückgehen. Davon soll besonders die Metallindustrie profitieren. Hier erwarten die Studienteilnehmer ein Wachstum von 14,2 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent. Aber auch der viertplatzierten Energiebranche prognostizieren die Befragten leichte Zuwächse.

Potenzial für länderübergreifende Instandhaltungsdienstleistungen

Die befragten Unternehmen sehen in den kommenden fünf Jahren Nachfragepotenzial in der länderübergreifenden Projektvergabe. Zwar ist die Zahl der Unternehmen, die auch im Ausland signifikante Umsätze melden, überschaubar und wird mit 2,7 Milliarden Euro beinahe ausschließlich von den Top 10 der Lünendonk®-Liste erzielt (addierter Auslandsumsatz aller analysierten Unternehmen: 2,8 Milliarden Euro). Für die strategische Unternehmensentwicklung könnte es dennoch von Interesse sein, welche Branchen künftig stärker auf eine länderübergreifende Projektvergabe setzen.

Nach Beurteilung aller Teilnehmerunternehmen auf einer Skala von -2 (gar nicht) bis +2 (sehr stark) wird dem Industriesektor Kraftwerke/ Energie mit einem Wert von 1,4 Prozent für die Zukunft eine doppelt so hohe Bedeutung wie im Vorjahr (0,7 %) zugeschrieben. Auch von der Raffinerie/Chemie/Petrochemie-Branche erwartet man wachsendes länderübergreifendes Potenzial (+ 0,3 %). Dagegen fällt auch hier die Automobilindustrie in den Prognosen um 0,2 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent zurück. Bis auf den Sektor Baustoffe sehen die von Lünendonk Befragten aber in allen Branchen verstärkt länderübergreifende Projektvergaben.

Für die Lünendonk®-Studie 2010 "Führende Unternehmen für industrielle Instandhaltung" wurden 43 in Deutschland tätige Industriedienstleister analysiert. Zum Preis von 1.500,- Euro (zzgl. Mehrwertsteuer, inklusive Versand) sind die Ergebnisse bei der Lünendonk GmbH erhältlich.

Die Lünendonk®-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.

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