Chancen für deutsche Technologie-, IT- und Beratungsunternehmen

IKT-Markt nach Einbruch wieder auf Wachstumskurs / Top-Standort ausländischer Direktinvestoren / Vorteile durch Förderprogramme / Qualifizierter Arbeitsmarkt

(PresseBox) (Kaufbeuren, ) Der polnische Markt für Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) ist nach Russland der zweitgrößte unter den mittel- und osteuropäischen Ländern. Gleichwohl musste er 2009 zum ersten Mal seit 20 Jahren einen Einbruch hinnehmen, befindet sich aber nach den Prognosen für 2010 mit dem erwarteten Anstieg von drei Prozent bereits wieder auf Wachstumskurs. Damit liegt der IKT-Markt auf dem Level des prognostizierten polnischen BIP-Wachstums. Für ausländische Direktinvestitionen ist der IKT-Sektor Top-Standort. Zwei Drittel der ausländischen Direktinvestitionen fließen in diesen Dienstleistungsbereich, wobei sich hier insbesondere der BPO-Boom (Business Process Outsourcing) während und nach der Krise als stabil erwies. Dies sind Fakten aus dem Länderbericht Polen der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren. Der sechste Lünendonk®-Länderbericht ist ab sofort verfügbar; weitere sind bereits über Brasilien, Argentinien, Tschechien, Ungarn sowie Südafrika erschienen.

Polen gehört zu den größten Volkswirtschaften in der Europäischen Union und entwickelt sich dynamisch und kontinuierlich weiter. Neben dem großen Binnenmarkt mit rund 38 Millionen Einwohnern zählt die zentrale Lage in Europa zu den wichtigsten Standortvorteilen. Als einziges EU-Mitglied (Aufnahme 2004) konnte das Land trotz der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2009 mit +1,7 Prozent ein zwar im Vergleich zu den Vorjahren reduziertes, aber dennoch positives Wachstum vorweisen. Von der EU mitfinanzierte Großprojekte, Auslandsinvestitionen und ein zuverlässiger Privatkonsum wirkten hier dem Konjunkturabschwung entgegen.

Im Außenhandel, der sich durch den EU-Beitritt zunehmend auf europäische Länder verlagert, verzeichnete die polnische Bilanz 2009 allerdings ein Defizit. Größter Handelspartner ist mit 25 Prozent Gesamtausfuhr und 23 Prozent Gesamteinfuhr Deutschland.

Steigende Tendenz bei ausländischen Direktinvestitionen

Ein wesentlicher Faktor für die polnische Wirtschaft sind die ausländischen Direktinvestitionen, die nach Schätzungen der polnischen Nationalbank 2009 8,4 Milliarden Euro betrugen. Die Tendenz ist steigend: In den ersten fünf Monaten 2010 lag der Kapitalfluss bereits bei 60 Prozent des kompletten Vorjahresaufkommens. Rund 90 Prozent sind dabei Green-Field-Investitionen, also Gründungen einer Tochterfirma, durch die besonders viele Arbeitsplätze geschaffen werden.

Als einer der bevorzugten Bereiche, in den ausländische Investitionen flossen, erwies sich 2009 die Informations- und Kommunikations-Technik. Vor allem beim Thema BPO zählt Polen hier zu den Gewinnern. Allein 2009 haben etwa 30 Unternehmen im Land neue Servicezentren errichtet beziehungsweise bestehende ausgebaut. 2010 soll diese Zahl ähnlich hoch ausfallen und damit für rund 10.000 neue Arbeitsplätze sorgen. Mit Investitionsförderprogrammen will die polnische Regierung in den nächsten Jahren Forschungs- und Dienstleistungszentren sowie Zentren zur Optimierung von Geschäftsprozessen unterstützen.

"Der polnische IKT-Markt bietet ausländischen Investoren gute Poten­ziale", beurteilt Thomas Lünendonk, Inhaber der Lünendonk GmbH, die Aussichten. "Vor allem die umfangreichen Mittel des EU-Strukturfonds, die den IKT-Anbietern im Rahmen der Förderprogramme teilweise direkt zugutekommen, spielen hier eine gewichtige Rolle. Aber auch die großen Herausforderungen für die Regierung bei der Entwicklung der IT-Infrastruktur und der weiteren Installation moderner Technologien bieten investitionswilligen Unternehmen enorme Chancen." Neben dem öffentlichen Sektor werden vor allem die Banken- und Telekommunikations­branche, der Energiesektor und der Einzelhandel zum hohen Wachstum des polnischen IT-Marktes beitragen.

Software und IT-Dienstleistungen gewinnen Marktanteile

50 Prozent aller IT-Ausgaben in Polen entfallen auf die Bereiche Banken, Telekommunikation und Regierung/Öffentliche Hand. Sehr stark auf das Hardware-Segment ausgerichtet, war diese Struktur des IKT-Marktes daher auch Auslöser für die Krise der Branche. Denn gerade die Unternehmen und Verwaltungen aus den genannten Bereichen stoppten im vergangenen Jahr bereits geplante Investitionen, vornehmlich bei der Hardware. Während der Marktanteil der Hardware von 2008 auf 2009 dadurch um sieben Punkte auf nunmehr 54 Prozent gesunken ist, verzeichneten die Bereiche IT-Dienstleistungen und Software dagegen steigende Anteile. Hier wird auch in den nächsten Jahren die positivere Entwicklung erwartet.

So hat der Software-Markt in Polen in jüngster Vergangenheit kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Bis 2013 wird mit einem Wachstum auf 7,2 Milliarden PLN (1,8 Mrd. Euro) gerechnet.

Hoch qualifizierter Arbeitsmarkt fördert Standortattraktivität

Ein besonderer Vorteil Polens resultiert aus der arbeitenden Bevölkerung. Sie zählt zu der größten und jüngsten Zentraleuropas und verfügt über einen guten Ausbildungsstand. Gemessen an der Zahl der an Hochschulen eingeschriebenen Personen belegt Polen hinter Großbritannien, Deutschland und Frankreich in Europa den vierten Platz. Gut ausgebildete IT-Absolventen und erfahrene IT-Spezialisten tragen damit ebenfalls zur Attraktivität Polens als Unternehmensstandort für IKT-Firmen bei.

Der aktuelle Lünendonk®-Länderbericht 6 Polen umfasst 72 Seiten und ist ab sofort bei der Lünendonk GmbH erhältlich. Die Lünendonk®-Länderberichte erscheinen vierteljährlich und kosten pro Ausgabe 490,- Euro (pdf-Datei, zuzüglich MwSt., inklusive Versand). Neben Polen stehen Länderberichte über Argentinien, Brasilien, Ungarn, Südafrika und Tschechien zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter www.luenendonk.de abrufbar.

Die Lünendonk®-Studien und Publikationen gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum "Strategic Data Research" (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen "Strategic Roadmap Requirements" (SRR) und "Strategic Transformation Services" (STS) ist Lünendonk in der Lage, ihre Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Lünendonk GmbH

Die Lünendonk GmbH, Gesellschaft für Information und Kommunikation (Kaufbeuren), untersucht und berät europaweit Unternehmen aus der Informationstechnik-, Beratungs- und Dienstleistungs-Branche. Mit dem Konzept Kompetenz3 bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden "Lünendonk®-Listen und -Studien" sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm. Seit 2003 ist Lünendonk auch von Frankreich und Großbritannien aus erfolgreich aktiv.

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