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LON und IoT - viele Anwendungen denkbar, für alles gut gerüstet

LONMARK® Deutschland auf der Light+Building 2016

(PresseBox) (Frankfurt/M, ) Im Internet of Things werden Milliarden Geräte untereinander kommunizieren. Auch die Gebäudeautomation mit ihren Geräten wird zunehmend ins IoT integriert werden. Ein Teil der „traditionellen“ Anwendungen der Gebäudeautomation wird dann im IoT stattfinden. Das IoT wird die Geräte der Gebäudeautomation und ihre Daten aber auch in ganz andere Anwendungen einbinden – wenn möglich. Mit seinen LonMark Objekten ist LonMark auch auf diese „vertikalen“ Anwendungen bestens vorbereitet. Webservices machen die LonMark Objekte für das IoT zugänglich.

Die Entwicklung des IoT wird heute und wahrscheinlich auch in Zukunft durch Unternehmen wie Google, Amazon, Microsoft, IBM und die großen Telekommunikationsdienstleister bestimmt. Für diese stehen Massenmärkte wie die Wearables oder auch die Home Automation im Fokus. Die klassische Gebäudeautomation spielt eher eine Nebenrolle. Für Gebäudeautomatisierer bedeutet das, dass sie sich mit ihren Kommunikationsprotokollen an Technologien und Trends anpassen müssen, die von anderen gesetzt werden.

Schon die Verwendung von IP in Gebäudeautomations-Protokollen ist eine solche Anpassung. Sie ermöglicht die Verwendung von Ethernet und anderen IP-Kommunikationsmedien wie WiFi oder 802.15.4 in der Gebäudeautomation. Die Datenmodelle der Gebäudeautomation werden zum Datenaustausch in Webservices abgebildet. Vertikal gesehen sind diese Objekte sehr schmal, da sie nur sehr wenig Information enthalten müssen, was sie aber mit vielen anderen IoT-Modellen teilen.

LonMark rüstet sich für das IoT

LonMark Deutschland und LonMark International arbeiten in einer Task Group daran, die LonMark Webservices zu definieren. Webservices machen LonMark Objekte für Anwendungen im Iot zugänglich. Da die LonMark Objekte über eine sehr breite anwendungsübergreifende Datenmodellierung verfügen, sind sie prädestiniert für einen IoT-Einsatz. Symmetrische Webservices zwischen Geräten machen die Kommunikation unabhängig von bestimmten Übertragungsmedien, sie müssen nur IP tauglich sein.

Üblich ist heute die Anbindung der Feld- und Automatisierungsebene durch Gateways, es ist eben auch ein Internet of Gateways. Das IoT fordert aber auch eine Peer-to-Peer-Kommunikation, also die direkte Kommunikation zwischen Geräten, wenn nicht jetzt, dann in Zukunft. Eine Erreichbarkeit der Geräte über IP ist dann zwingend notwendig. Mit dem neuen LON-IP Standard wird jeder LON Knoten, auch alle bisher installierten, über IP erreichbar. Die aktuellen 6000er Neurons sind über freetopology IP fähig. Für drahtlose Netze sind WiFi und 802.15.4 vorhanden, darüber hinaus gibt es Powerline. Dieses „IP to the node“ ist zwingende Voraussetzung für horizontale IoT Kommunikation.

Die konsequente Verwendung von IP erlaubt die Nutzung aller State-of-the-Art-Sicherheitsmethoden.

Viele denkbare und mögliche Anwendungen

Naheliegend ist die Anwendung der Gebäudeautomation im Iot im Energiebereich. Gebäude kommunizieren mit dem Smart Grid und stellen dem Energiedienstleister Daten zur Verfügung, die dieser für sein Geschäftsmodell nutzen kann, z.B. um die Energiebereitstellung zu optimieren. Der ans Smart Grid angebundene Gebäudenutzer wiederum kann beispielsweise von speziellen Preismodellen profitieren. Um sich auf dieses und ähnliche Themen vorzubereiten hat LonMark hat Assoziationen mit EEBus und OpenADR geschlossen, die hieran arbeiten.

Denkbar und möglich ist auch eine Verbindung der Gebäudeautomation mit Health-Anwendungen und Assistenz-Technologien – Stichwort Ambient Assisted Living. Wearables als Präsenzmelder können durchaus sinnvoll sein. Und wenn Wohnung, Büro oder Verkehrsmittel künftig zu Orten der medizinischen Überwachung und Versorgung werden, besteht eine direkte Verbindung zur Gebäudeautomation. Bereits weit entwickelt und im Einsatz sind AAL-Anwendungen, die es Menschen ermöglichen trotz Krankheit oder Alter in den eigenen vier Wänden zu leben.

Keine Zukunftsmusik ist auch die Kommunikation des Gebäudes mit der Straßenbeleuchtung, dem Parkplatz oder der Haltestelle vor der Tür. LON ist die Basis für die einzige offene und interoperable intelligente Straßenbeleuchtungs-Lösung auf dem Markt, die jede einzelne Leuchte individuell ansteuern, regeln und überwachen und auch über das Internet kommunizieren kann. Und in der U-Bahn in New York und anderen Städten gibt es in den Zügen bereits ortsbezogenen Informationen, ebenfalls realisiert mit LON. Das Haus kann also wissen, wann die nächste U-Bahn kommt.

Auch Logistikunternehmen können mit der Gebäudeautomation kommunizieren, z.B. Schleusen für Warenlieferungen öffnen. Und die Müllabfuhr bekommt die Tonnen automatisch geliefert.

LonMark wird die Standardisierung des „IP to the node“ und der Webservices in die ISO/IEC 14908 vorantreiben und im CEN/TC247 begleiten und so die Welt der LonMark Objekte als breites Datenmodell im IoT etablieren.

Über LON

Die LON Technologie – mit ANSI/EIA-709.x und EIA-852 standardisiert sowie als EN14908 in das europäische und als ISO/IEC14908 in das internationale Normenwerk übernommen – ermöglicht den neutralen Informationsaustausch zwischen Anlagen und Geräten von verschiedensten Herstellern und unabhängig von den Anwendungen. Die LON Technologie ermöglicht somit eine einheitliche Betrachtung der unterschiedlichsten Anwendungen und das Ausnutzen von Synergieeffekten zwischen diesen.

Über den LonMark Deutschland e.V.

LONMARK Deutschland e.V. versteht sich als Interessenvereinigung aller Anwender und Entwickler rund um LON im deutschsprachigen Raum. Ziele sind die Durchsetzung der LON Technologie in der Automatisierungs-, Gebäude-, Gastronomie-, Prozess- und Umwelttechnik, der Informationsaustausch über Produkte und Entwicklungen, gemeinsames Marketing und Interessenvertretung in Politik und Verbänden. LONMARK Deutschland e.V. ist aus der 1993 gegründeten LON Nutzer Organisation e.V. (LNO) hervorgegangen, die 2006 ihren Namen in LONMARK Deutschland e.V. geändert hat.

Weitere Informationen erhalten Sie bei LONMARK Deutschland e.V., Aachener-und-Münchener-Allee 9, 52074 Aachen, Tel.: 0241-88970-610, Fax: 0241-88970-999, E-Mail office@lonmark.de, www.lonmark.de.

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