LogicaCMG befragt Europäische IT-Manager: Produkte und Systeme sind unzureichend getestet

(PresseBox) (Frankfurt, ) LogicaCMG hat herausgefunden, dass das Testen von Software laut Aussage europäischer Unternehmen zwar eine strategische Rolle in der Softwareentwicklung einnimmt, sich das Management mit diesem Kernthema aber nicht befasst. Vielmehr bleibt dies meist allein dem IT-Manager überlassen, was im allgemeinen dazu führt, dass sowohl die finanzielle als auch personelle Ausstattung für diese Aufgaben recht stiefmütterlich behandelt werden. Europäische IT-Manager berichten in Folge, dass viele Produkte und Services ohne ausreichende Tests auf den Markt kommen. Die Folge: Hohe Fehlerraten, die eigentlich vermeidbar wären.

Nahezu drei Viertel (73 %) der befragten europäischen Unternehmen ordnen die Verantwortung für das Testen von Software der Zuständigkeit des IT-Direktors, IT-Managers oder gar des Softwareentwicklers zu. Lediglich 1% sieht die Verantwortung im Marketing-Bereich, und 9% befinden die Endbenutzer-Abteilung als zuständig.

Peter Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei LogicaCMG in Deutschland, folgert: "Bedenkt man, dass 68 % aller IT-Verantwortlichen glauben, dass zu viele Produkte und Services ohne ausreichende Tests ausgeliefert werden und gleichzeitig 89 % der Befragten feststellen mussten, dass binnen 48 Stunden nach Inbetriebnahme Fehler an den Systemen auftraten, überrascht es, dass IT-Manager diese Verantwortung ohne ausreichende Unterstützung des Gesamtmanagements überhaupt übernehmen. Die größten Probleme dabei sind die mangelnde Verfügbarkeit von Test-Ressourcen und -Leistungsfähigkeit (85 % der Antwortenden) und das fehlende Know-how zum Testen von Neuentwicklungen (78 %)."

Weiterhin hat die Untersuchung ergeben, dass die IT-Abteilungen hohen Druck verspüren, neue Systeme schnell auf den Markt zu bringen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen:

- Die Hälfte (43 %) der befragten Unternehmen geben an, das neue Software später in Betrieb genommen wird als ursprünglich geplant.
- Ein Drittel (32 %) der Befragten führt das Problem des mangelnden Testens auf die Einhaltung von Auslieferungszeitpunkten zurück.
- Nahezu die Hälfte (43 %) der europäischen Unternehmen machen Änderungen der Anwender im Verlauf des Projektes dafür verantwortlich, dass Projekte verspätet zur Fertigstellung kommen oder fehlschlagen.
- Mehr als die Hälfte (53 %) geben an, das regulatorische Richtlinien starke Auswirkungen auf die Art und Weise haben, in der getestet wird.

Unternehmen unterschätzen den Wettbewerbsnachteil, den Firmen aufgrund schlechter Softwaretests erfahren, glaubt LogicaCMG. Auch die negativen Auswirkungen auf Markennamen und in der Marktwahrnehmung werden verkannt.

An ein Funktionieren ab dem ersten Tag der Installation glauben 78 % der Befragten, wenn sie nur mehr Zeit zum Testen zur Verfügung hätten. 74 % glauben, das ein strukturierterer geschäftsrisikobasierter Testansatz die Entwicklungszeiten verkürzen könnte.

Die Untersuchung zeigt, dass Softwaretests häufig nicht am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet sind. Die IT-Abteilungen würden gerne effizienter arbeiten und sich dabei stärker auf die risikobehafteten Bereiche konzentrieren. Sie können aber keine Veränderungen des Testablaufs vornehmen, ohne die vollständigen potenziellen Geschäftsrisiken zu kennen. Für eine solche Analyse bräuchten sie aber eine breitere Unterstützung des Gesamtmanagements. Hinzu kommen sich ständig ändernde Anforderungen, wodurch das Testen oftmals in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Untersuchung zeigt, dass bessere Testabläufe auch zu besseren Produkten führen - und dies bei niedrigeren Kosten:

- 88 % der Antwortenden glauben, dass bessere Tests zu einer Senkung der gesamten Entwicklungskosten führen.
- Zwei Drittel (68 %) sind der Meinung, zu viele Produkte werden ohne ausreichende Tests an den Benutzer gebracht.
- Drei Viertel (74 %) erwarten verkürzte Entwicklungszeiten, wenn ein strukturierterer geschäftsrisikobasierter Testansatz zum Einsatz kommt.

Ein Großteil der befragten Unternehmen setzen keine externen Dienstleister zum Testen ein. Eine Lösungsalternative besteht aber darin, ein Drittunternehmen ergänzend zur IT-Abteilung mit einem Managed-Testing-Ansatz zu beauftragen.

Die Hälfte der befragten Unternehmen setzen bereits auf ein solches Mischmodell. Ein externes Unternehmen wird damit beauftragt, die Qualität der Software zu verbessern, den Entwicklungsprozess zu überwachen, Rechenschaft über Entwicklungsfortschritte zu geben und für ein kürzeres Time-to-Market zu sorgen. Die Befragten glaubten, das sich dieser Trend in der Zukunft noch verstärken wird. "Das gesamte Management muss sich über die Auswirkungen schlecht getesteter Software auf das Unternehmens-Image im klaren werden," führt Herrmann weiter aus. "Knappe Budgets für ´blindes Herumtesten´ auszugeben, ist heutzutage nicht mehr finanzierbar. Auch das Abschieben der Verantwortlichkeit auf die IT-Abteilung kann nicht die Lösung sein. Mit der Beauftragung eines Drittanbieters, der die Softwarequalität sicherstellt, sind die meisten Unternehmen heute gut beraten."

LogicaCMG Secure Mail

LogicaCMG ist ein bedeutendes internationales Unternehmen im Bereich von IT-Dienstleistungen und drahtloser Telekommunikation. Es bietet Management- und IT-Beratung, Systemintegration und Outsourcing-Dienstleistungen für Kunden unterschiedlichster Branchen an, darunter Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Energie und Versorgung, Industrie, Transport und Logistik sowie der Öffentliche Sektor. Das Unternehmen beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter an seinen Niederlassungen in 36 Ländern und verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bereich der IT-Dienstleistungen. Mit Hauptsitz in Europa ist LogicaCMG an den Börsen in London und Amsterdam
(LSE: LOG; Euronext: LOG) gelistet. Weitere Informationen sind unter www.logicacmg.com verfügbar.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.