EU und Wissenschaft zu „programmbeschwerde.de“

„ Best practice“ - Beispiel für Bürgerbeteiligung und Qualitätskontrolle

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Nach dem Lob für „programmbeschwerde.de“ in der Studie „Broadcasting and Citizens“ ** im Auftrag der Europäischen Kommission ist jetzt in einer vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster erstellten Studie zum Thema „Nutzerschutz in den Medien“ * in einem eigenen Kapitel das Internet- Portal „programmbeschwerde.de“ der Landesmedienanstalt Saarland ausdrücklich hervorgehoben worden. Wie der Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, Dr. Gerd Bauer erläuterte, geht die Publikation auf ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zurück, dessen Ziel es ist, Erkenntnisse über die Konvergenz der Medien zu gewinnen.

Uni Münster: „Instrument der Qualitätskontrolle“

Die Forscher Prof. Dr. Bernd Holznagel und Christiane Jungfleisch bescheinigen dem Portal einfache und klare Bedienerführung sowie eine gute Akzeptanz. Befürchtungen, das Portal könne zum Denunzieren missbraucht werden, seien grundlos. Die Wissenschaftler ziehen u. a. folgendes Fazit:

„Das Instrument der Programmbeschwerde kann für verschiedene Ziele des Nutzerschutzes eingesetzt werden. Zum einen ermöglicht es Rezipienten, bei Rechtsverletzungen durch Programmverstöße ihre Persönlichkeitsrechte durchzusetzen. Der Programmbeschwerde kommt somit die Funktion eine rechtlichen Instruments zu. Zum anderen ist es eine Form der Mitwirkung, da die Nutzer durch die Abgabe einer Programmbeschwerde der jeweiligen Sendung eine Absage erteilen: Sie üben somit indirekt auch Programmkritik aus. (...) Schließlich kann die Programmbeschwerde auch als ein Instrument der Qualitätskontrolle angesehen werden (...). Ihr kommt somit eine Messfunktion bei der Qualitätskontrolle zu.“

Wegen der außerordentlich guten Resonanz bei den Zuschauern (17 667 Zugriffe auf die Internetseite schon während der ersten sechs Monate und 12 423 Zugriffe auf die Beschwerdefunktion mit einer Erfassung von 323 Beschwerden) wurde dem Portal im Februar 2005 ein Meinungsforum hinzugefügt, so dass die Zuschauer nun auch die Möglichkeit haben, sich ganz allgemein zu Programmen im deutschen Fernsehen und Hörfunk zu äußern.

EU-Studie: „Best and innovative practice“

LMS-Direktor Dr. Gerd Bauer wies darauf hin, dass bereits 2004 die Studie „Broadcasting and Citizens“ im Auftrag der EU Kommission „programmbeschwerde.de“ als „Best and innovative practice“ gewürdigt hat. Das Urteil der Studie der Universität Münster bestätige dies nachdrücklich, so Bauer: „Diese Untersuchung unterstreicht die von uns festgestellte positive Resonanz hinsichtlich der Programmbeschwerde und untermauert unsere Initiative. In Zeiten, in denen wir eine stetig wachsende Unzufriedenheit mit dem Programmangebot zahlreicher Sender bemerken, ist uns als Aufsichtsbehörde sehr daran gelegen, die Meinung der Rezipienten mit einzubeziehen und den Nutzern eine Plattform zur Meinungsäußerung und zur aktuellen Information zu bieten. Wir verstehen das auf uns gerichtete Fachinteresse als Ansporn zur Weiterentwicklung unseres Angebots.“

*) Bernd Holznagel, Christiane Jungfleisch: Nutzerschutz in den Medien.
Arbeitsberichte des Kompetenzzentrums Internetökonomie und Hybridität Nr. 13
(abrufbar unter www.hybride-systeme.de )
**) Paolo Baldi (Ed.): Broadcasting and Citizens. Viewer’s participation and
media accountability in Europe. Rom 2004

LMS Landesmedienanstalt Saarland

Der Location Guide Saar-Lorraine ist ein in dieser Form bisher einmaliges gemeinsames Projekt der Saarland Medien GmbH, der Landesmedienanstalt Saarland, des Conseil Regional und der DRAC Lorraine, das mit Mitteln der EU unterstützt wird. Ziel der Filmmotiv-Datenbank, die neben Fotos auch technische und praktische Details wie Ansprechpartner und Wegbeschreibungen bietet, ist die Förderung des Filmstandortes mit einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Filmmotivdatenbank.

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