- Pressemitteilung BoxID 503823
Pricing-Intelligence-Studie 2012: Firmen sehen Relevanz von Preisoptimierung; Nachholbedarf bei Wettbewerbsanalysen, IT-Einsatz und Automatisierung
Befragung der TU Chemnitz zeigt Stand des Preismanagements im Onlinehandel
Laut Studie ist das Preismanagement in den meisten Unternehmen (55 Prozent) im Vertrieb angesiedelt, auch die Bereiche Marketing (32 Prozent) und Produktmanagement (30 Prozent) spielen eine große Rolle. In den meisten Firmen sind integrierte abteilungsübergreifende Preismanagementprozesse etabliert. Dabei ist die Geschäftsleitung in fast zwei Dritteln der befragten Unternehmen (64 Prozent) direkt an diesen Prozessen beteiligt.
75 Prozent der befragten Unternehmen nutzen das Preismanagement vor allem dazu, Preisanpassungen für unterschiedliche Produktgruppen zu variieren. Dabei ist es für den Großteil wichtiger, die Komplexität der Preismanagementaufgabe zu verringern, als alle sich hierbei bietenden Möglichkeiten auszuschöpfen. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass sich die Unternehmen tendenziell einen niedrigen Professionalisierungsgrad bescheinigen (39 Prozent), der erhöht werden sollte.
Die Preisstrategie wird in den meisten Unternehmen stark vom Marktumfeld dominiert. Insbesondere hinsichtlich der Preisgestaltung herrscht hier kaum Spielraum (75 Prozent), und die Preise werden mehrheitlich als vom Markt vorgegeben bewertet. Kleinere Unternehmen nehmen dies besonders stark wahr, da sie auch kaum die Marktbedingungen beeinflussen können.
Einem Großteil der Unternehmen gelingt es, eine umfassende und ganzheitliche Preisstrategie zu verfolgen (46 Prozent), die sich nicht zuletzt durch konkret definierte Preisziele auszeichnet (57 Prozent). In mehr als der Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen bescheinigen die befragten Mitarbeiter ihrem Betrieb eine solide und vollständige Integration der Preisstrategie in die Geschäftsprozesse.
Während in den meisten Unternehmen (61 Prozent) die Verfügbarkeit der zur Preisgestaltung erforderlichen Informationen positiv gesehen wird, bestehen hier vor allem bei den umsatzstarken Unternehmen erhebliche Defizite. Auch der abteilungsübergreifende Informationsfluss wird mit wachsender Unternehmensgröße als zunehmend problematisch empfunden.
Während interne Informationsquellen größtenteils erschlossen sind, findet der Zukauf von Wettbewerbsdaten eher zurückhaltend statt.
Allerdings bearbeiten etwa 80 Prozent der Unternehmen Wettbewerbsdaten auf manuelle Weise. Hierbei greifen sie auf den Einsatz von dedizierten Pricing-Systemen und - mit zunehmender Unternehmensgröße - auch auf Business Intelligence-Systeme zurück. Der Einsatz integrierter Pricing-Cockpits, die preisanalytische Methoden und operative Preisbildung unter eine einheitliche Oberfläche bringen, findet bislang nur in wenigen Unternehmen statt. Lediglich ein geringer Teil setzt bereits auf Preisfindungssysteme, die mit Hilfe von Business-Intelligence-Lösungen, automatisiert sind.
Bezugsquelle der Pricing-Intelligence-Studie 2012:
Interessenten können die komplette Studie unter http://www.lixto.com/index.php/pricing-studie-2012/?lang=de bzw. www.prudsys.de nach vorheriger Registrierung kostenfrei herunterladen.
Pricing-Intelligence-Studie 2012 - Methodik und demografische Daten
Insgesamt beteiligten sich 170 Mitarbeiter verschiedenster Unternehmen in der Zeit von Ende September 2011 bis Anfang Dezember 2011 an der Umfrage. Nach mehreren Qualitätsrunden lagen am Ende 44 erstklassige und vollständige Fragebögen (n=44) vor. Rund zwei Drittel der Teilnehmer kommen aus den Führungsebenen des mittleren bis Top-Managements. Von ihrem fachlichen Aufgabengebiet her gehören wiederum etwa zwei Drittel der Befragten den Vertriebs- und Marketingbereichen an. Die meisten Befragten zählen sich zur Gruppe der Anwender von Preisgestaltungssoftware.
Die teilnehmenden Personen stammen je etwa zu einem Drittel aus Unternehmen mit mehr als 250 Mio. Euro Jahresumsatz, Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 2 bis 250 Mio. Euro und Kleinunternehmen. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Unternehmen verfügt über einen Kundenstamm von mehr als 100.000 Kunden. Die Hälfte der Unternehmen rechnet sich dem Handel zu, während mehr als ein Viertel (27 Prozent) der befragten Unternehmen der Dienstleitungsbranche angehört. Die Übrigen verteilen sich auf produzierende Unternehmen, IT und Versorger.
Verfasser: Christian Schieder, Kerstin Lorenz
Technische Universität Chemnitz, Professur Wirtschaftsinformatik II
Über die Lixto Software GmbH
Lixto Software ermöglicht Unternehmen, bessere Entscheidungen zu treffen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Mit den Lixto-Lösungen können Unternehmen spezifische und präzise Daten aus dem Web extrahieren, um ihre operative Leistung zu steigern sowie in Echtzeit einen transparenten Überblick über wettbewerbsfähige Preisdaten erhalten. Fakten und Zahlen über Märkte, Lieferanten, Kunden sowie Mitbewerber lassen sich so schneller, exakter und kostengünstiger gewinnen.
Die Lixto Software GmbH mit Sitz in Wien wurde 2001 als Spin-Off der Technischen Universität Wien gegründet. Zu den Kunden von Lixto zählen global agierende Unternehmen aus der Tourismus-, E-Commerce-, IT- und Automobilbranche; darunter beispielsweise hotel.de, Best Western International, Fujitsu Technology Solutions, Hama, Insight Direct, ZF Friedrichshafen, Voss Automotive und die Verbund AG. Weitere Informationen unter: www.lixto.com oder www.twitter.com/LixtoNvalley
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