Pumpen und Systeme für anspruchsvolle Förder- und Dosieraufgaben in der Prozessindustrie

LEWA auf der Achema 2012

(PresseBox) (Leonberg, ) Wer als Betreiber in der chemischen und pharmazeutischen Industrie oder im Öl- und Gasgeschäft Flüssigkeiten unter kritischen Bedingungen fördern muss, kennt den Hersteller Lewa mit Sitz in Leonberg. Dessen Pumpen und Systeme lösen Dosier- und Prozessaufgaben unter niedrigen bis höchsten Drücken und Temperaturen. Und beim Einsatz in der Life Science-Industrie erfüllen sie die spezifischen Anforderungen des Hygienic Designs.


Zentraler Anspruch von Lewa ist es, Spezialist zu sein für das sichere und zugleich wirtschaftliche Handling anspruchsvoller Medien. Auf der Achema 2012 präsentiert das Unternehmen Lösungen, die einmal mehr die Technologieführung bei Dosierpumpen und Prozess-Membranpumpen unterstreichen.

Intelligente Dosierstrom-Regelungen für die Prozesstechnik

Um Dosiersysteme optimal zu überwachen, bietet Lewa den Regler LEWA smart control: Er vergleicht die Stellgröße der Dosierpumpe und das Messsignal des Durchflussmessers und prüft beide Werte auf Plausibilität. Abweichungen kann smart control sehr schnell ausregeln, kann der Regler doch auf vorprogrammierte Pumpenkennlinien zugreifen. Das verringert den Ausschuss, die Produktqualität bleibt auch bei Druckschwankungen im System gleichmäßig hoch.

Der Controller regelt einen oder auch zwei geschlossene Regelkreise und greift dafür auf bis zu vier Stellglieder zu. So kann der Betreiber ein redundantes System oder zwei völlig unabhängige Dosiersysteme mit einem einzigen Regler steuern.

Ein Beispiel: Fordert der Prozess das Einhalten eines kontinuierlichen Massen- oder Volumenstroms, muss das Dosieren entsprechend geregelt sein - beispielsweise beim Zuführen von Treibmitteln bei der Extrusion. Hier ist die Geschwindigkeit des Extruders Führungsgröße der Dosier-Membranpumpe. Mit Hilfe von smart control wird das Treibmittel mengenproportional zur Extruderdrehzahl der Kunststoffschmelze zugeführt. Das bietet dem Betreiber die Sicherheit einer gleichbleibenden Produktqualität.

Dosierpumpe: Solide Technik zum günstigen Preis

Die Entwicklungsziele für die Dosier-Membranpumpe ecosmart waren ambitioniert: Ergebnis sollte eine Lösung für mittlere Anforderungen und 'das kleine' Investitions-Budget sein. Eine flexibel einsetzbare, hoch integrationsfähige Pumpe, die den strengen Qualitätsanforderungen von Lewa genügt - und das zu einem günstigen Preis. Die erfolgreiche Markteinführung der ecosmart im Jahr 2010 zeigt, dass Anspruch und Ergebnis offensichtlich übereinstimmen.

Um parallel zu den hochwertigen Komponenten - dem Pumpenkopf aus Edelstahl (1.4404), der PTFE-Sandwich-Membran, der Membranüberwachung und dem Membranschutzsystem (DPS) - einen weiten Einsatzbereich abzudecken, wurden vier Leistungsgrößen bis 300 l/h entwickelt.

Nun kommt als weitere Variante ein Pumpenkopf aus PVC hinzu. Damit kann die ecosmart auch in Anwendungen eingesetzt werden, in denen eine gute Beständigkeit gegenüber hoch aggressiven Chemikalien erforderlich ist - unter anderem in der industriellen Wasseraufbereitungstechnik, wenn beispielsweise Natriumhypochlorit zum Einsatz kommt. Verwendung findet der PVC-Pumpenkopf bei Drücken bis zu 12 bar (Edelstahl: bis 80 bar) und bei Temperaturen bis zu 60°C (Edelstahl: bis 120°C).

Neu ist auch der 'ecosmart Webshop': Einkäufer können die ecosmart auf der Lewa-Homepage zusammenstellen und online bestellen. Dort bietet LEWA die besten Preise und kürzesten Lieferzeiten. Dieser industrielle Webshop wird im Laufe des Jahres um weitere Angebote ausgebaut.

Systemlösung für die Niederdruck-Flüssigkeits-Chromatographie

Die Anforderungen an die Prozesschromatographie sind in den letzten Jahren durch höhere Ausbeuten bei der Fermentation deutlich gestiegen. Die Systeme müssen nicht nur sehr zuverlässig, sondern auch deutlich schneller größere Volumina bewältigen. Die Betreiber äußern zudem immer häufiger den Wunsch nach einem linearen Gradienten (lineares Konzentrationsgefälle), um das Molekül reproduzierbar von der Chromatographiesäule zu eluieren.

Das von Lewa vorgestellte System EcoPrime (mit zwei Paaren der Dosierpumpe ecodos hygienic mit dem Antriebskonzept intellidrive) ermöglicht es, diesen linearen Gradienten in einem deutlich breiteren Mischungsbereich darzustellen. Während herkömmliche Systeme oft nur in einem Leistungsbereich zwischen 20 und 70 % des Mischungsbereichs linear arbeiten (bei einer Genauigkeit von 2 %), bietet EcoPrime einen linearen Gradienten zwischen 1 und 99 % - und das mit einer Genauigkeit von 0,5 %.

EcoPrime dient sowohl als Pufferverdünnungsanlage oder - direkt an eine Säule angeschlossen - als eigenständiges Chromatographie-System. Für viele der ecodos hygienic-Pumpen, die bereits bei Kunden installiert sind, ist ein Upgrade auf die EcoPrime-Funktionalitäten möglich.

Tieftemperatur-Tauchmotorpumpen und Spaltrohrmotorpumpen

Bei der Lewa-Muttergesellschaft Nikkiso stehen ebenfalls dichtungslose Pumpen im Blickpunkt, allerdings basieren die Spaltrohrmotorpumpen auf einem anderen Konstruktionsprinzip.

Sind es bei den Verdrängerpumpen die Lewa-Membranen, die das Produkt vom Kolbenantrieb und damit der Umgebung trennen, übernimmt bei den Kreiselpumpen von Nikkiso ein Spaltrohr zwischen Rotor und Stator des Antriebsmotors diese Aufgabe. Die Spaltrohrmotorpumpen-Baureihen umfassen Horizontalpumpen, Vertikalpumpen, Inlinepumpen, selbstansaugende Pumpen, Hochtemperaturpumpen sowie mehrstufige Pumpen für große Förderhöhen. Einsatzschwerpunkte sind die chemische und petrochemische Industrie, der verfahrenstechnische Anlagenbau, die Kälteindustrie sowie die Energiebranche.

Vorgestellt werden zudem Tauchpumpen für tiefkalte verflüssigte Gase wie LNG, LPG und LEG. Eingetaucht in das Medium, sind auch diese vergleichsweise einfach konstruierten Pumpen als 'leckagefrei' gegenüber der Umwelt anzusehen.

Lewa und Nikkiso präsentieren damit zum ersten Mal ihr Portfolio auf einem gemeinsamen Messestand auf der ACHEMA.

Pumpen und Systeme für nachhaltige Prozesse

Politik und Gesellschaft wollen den Verbrauch von Primärenergie deutlich senken. Um die ambitionierten Ziele zu realisieren, soll unter anderem die Energieproduktivität in der industriellen Fertigung um jährlich 2,1 % erhöht werden. Strömungsmaschinen wie Pumpen zählen zu den besonders 'energiehungrigen' Komponenten einer Anlage. Deshalb sollte jedem Betreiber bewusst sein: Der Wirkungsgrad oszillierender Verdrängerpumpen erreicht über den gesamten Regelbereich Werte von über 80 %.

Im Sinne der Nachhaltigkeit entwickelt Lewa Pumpen und Systeme für hohe Laufzeiten (jährlicher Dauerbetrieb 8.000 h) und für eine Standzeit von über 25 Jahren. Ausgehend von einem kontinuierlichen Betrieb über mehrere Jahre, kalkuliert der Anbieter eine Nichtverfügbarkeit von maximal drei Tagen. Anders ausgedrückt: Lewa geht von einer Verfügbarkeit von bis zu 99 % aus. Normalbetrieb vorausgesetzt, kann der Betreiber bei den wichtigsten Komponenten diese Lebensdauer erwarten: Membrane, z.B. PTFE: bis 20.000 h; Pumpenventile: bis 8.000 h; Hydraulikventile/Kolben: bis 30.000 h; Kurbelwellenlager: 70.000 h; Motorlager: 50.000 h; Kurbelwellengehäuse: dauerfest.

Lewa unterstützt mit seinen energieeffizienten und ressourcenschonenden Systemen die Nachhaltigkeits-Initiative 'Blue Competence' des VDMA.

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