Auch Pumpen brauchen manchmal Polizeischutz

(PresseBox) (Leonberg, ) Mehrere Hochdruckpumpen des Pumpen- und Systemherstellers LEWA, die ab 2010 ihren Dienst auf einem Rohölverarbeitungsschiff (FPSO) im Skarv-Idun-Gasfeld vor der norwegischen Küste aufnehmen werden, mussten zunächst über Rotterdam zu einer Werft nach Süd-korea verbracht werden. Dabei zeigte sich sehr eindrucksvoll: Was auf einem riesigen FPSO als "kompakt" gilt, kann auf dem Landweg eine sperrige Angelegenheit sein. Die Packstücke benötigten einen speziellen Tieflader, der aufgrund seiner Abmessungen nur nachts und nur unter Begleitung von Polizeifahrzeugen unterwegs sein durfte.

Zum Projekt "Skarv Idun": Mit einer vor der Küste Norwegens gelegenen FPSO-Einheit (Floating Production Storage Offloading) soll Erdgas gewonnen werden. In der Lagerstätte befinden sich Erdöl und Erdgas unter erhöhtem Druck. Wird nun das Erdgas in die Förderleitung ausgeleitet, entspannt es sich und kühlt ab ("Linde-Effekt"). Problematisch ist, dass bei bestimmten Druck- /Temperaturbedingungen festes Methanhydrat entsteht, das die Leitungen blockieren würde. Damit dies verhindert wird, wird mit LEWA Pumpen Methanol als Frostschutzmittel unter hohem Druck eingespritzt.

Für das Hydrat-Inhibitor-Einspritzsystem der Bohrlöcher wurde eine raum- und gewichtsoptimierte Lösung gesucht, ist doch der Platz auf einer FPSO immer begrenzt: Ein Quadratmeter kostet ca. 40.000 US-Dollar - mit jeder gesparten Tonne Material/Ausrüstung kann somit mehr Ladung an Bord genommen werden, d. h., die Produktivität des FPSO erhöht sich.

Dank seiner sehr kompakten Monoblock-Membranpumpen ist LEWA das einzige Unternehmen, das die erforderliche leistungsfähige Technik bei kleinstem Platzbedarf anbieten kann: Das Hydrat- Inhibitor-Einspritzsystem (Größe: 11,8 x 3,2 m) besteht aus sieben platzoptimierten Triplex- Hochdruck-Membranpumpen mit einer Antriebsleistung von insgesamt 500 kW bei einem Arbeitsdruck von 364 Bar. Separat untergebracht sind zwei API-674-Hochdruck-Kolbenpumpen (platzsparende Installation durch ein spezielles Winkelgetriebe) mit einer Antriebsleistung von insgesamt 1.300 kW. Das Einspritzvolumen des Hydrat-Inhibitors in die einzelnen Bohrlöcher wird über Druckregelventile eingestellt. Die Anlagen sind nach NORSOK-Spezifikationen gebaut (konstruktive Vorgaben im Hinblick auf den Einsatz von technischen Ausrüstungen im Offshorebereich) und erfüllen die strengen OSHA-Vorschriften (Vorgaben hinsichtlich des Arbeitsschutzes).

So weit zur Technik. Der logistische Aufwand für den Transport des Pumpensystems nach Rotterdam war erheblich: Es ging immerhin um Packstücke in Dimensionen von bis zu 8 m Länge und 4 m Höhe - und mit Gewichten von 15, 35 und 50 t. Das größte Packstück wurde mit Schwerlastrollen und per Stapler aus der Halle geschoben und dann mit einem Autokran verladen. Da der Asphalt im Außenbereich die Schwerlastrollen nicht tragen konnte, wurden 20 mm dicke Lastverteilerplatten verlegt. Erst dann konnten die Packstücke auf den 30 m langen und mit 11 Achsen ausgestatteten Tieflader gesetzt werden.

"Kompakt" ist relativ - es kommt eben immer auf die Umgebung an!

LEWA GmbH

Produkte & Leistungen:

- Dosierpumpen
- Prozessmembranpumpen
- Dosier- u. Mischanlagen
- On- & Offshore Anlagen & Systeme
- Condition Monitoring Systeme
- Odorieranlagen
- Weltweite After Sales Services

Branchen:

- Öl & Gas (upstream & downstream)
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- Lebensmittel & Getränke
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