Leuphana zeichnet drei Wissenschaftler mit Ehrendoktorwürde aus

dies academicus an der Leuphana Universität Lüneburg

(PresseBox) (Lüneburg, ) Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität Lüneburg, konnte am gestrigen Tag mehrere hundert Gäste zum diesjährigen dies academicus begrüßen, mit dem die Universität traditionell das akademische Jahr feierlich beendet. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Verleihung von drei Ehrendoktorwürden an renommierte Wissenschaftler anderer Universitäten. Auch zahlreiche Lüneburger Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Studierende erhielten an diesem Tag Auszeichnungen für ihr Engagement in Forschung, Lehre und Transfer.

Die Lüneburger Fakultät für Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften zeichnete Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg, Professor für Elektronische Medientechnik an der TU Ilmenau, mit einem Ehrendoktor-Titel aus. Mit der Entwicklung des MP3- Formates hatte Karlheinz Brandenburg einen der größten Hightech-Erfolge aus Deutschland geschaffen. Die gesamte Musikbranche wurde durch das neue Audiocodierverfahren grundlegend revolutioniert, das heute aus dem alltäglichen Gebrauch nicht mehr wegzudenken ist. Erst die Möglichkeit der Reduktion einer Audiodatei auf ein Zwölftel ihrer ursprünglichen Größe macht kleinformatigen MP3- Player und Musikdownload im Internet möglich.

Die Ehrendoktorwürde der Fakultät Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechtswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg erhielt Prof. Dr. Olaf Fisscher von der Universität Twente (Niederlande). Fischer entwickelte auf dem Feld der Unternehmensethik eine persönlichkeitsorientierte Betrachtung von Organisationen. Mit Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen führte er das Konzept der Exzentrizität ein, das auf die Fähigkeit von Organisationen verweist, das eigene Verhalten von außen zu betrachten. Wie Menschen auch, so sein Ansatz, müssen Organisationen ihre Fähigkeit entwickeln, kreativ und verantwortungsvoll zu handeln.

Die Fakultät Umwelt und Technik ehrte Prof. Dr. Dieter Imboden, der Umweltphysik an der Eidgenössisch-technischen Hochschule (ETH) Zürich lehrt, mit dem Doktor honoris causa. In seiner Forschungsarbeit konzentrierte sich Imboden viele Jahre auf die Untersuchung natürlicher Gewässer, insbesondere der großen Seen der Erde. Sein Anliegen ist es, physikalische und andere, interdisziplinäre Methoden in den Dienst der Umwelt zu stellen. Darüber hinaus befasst er sich mit Fragen der Energie- und Klimapolitik, die sein Bemühen um einen Brückenschlag zwischen Natur- Geistes- und Sozialwissenschaften deutlich werden lässt.

Lehrende der Leuphana wurden mit Preisen für ihre innovativen Lehrveranstaltungen, Forschungs- und Transferleistungen ausgezeichnet. Erstmals wurde auch ein Preis für ehrenamtliches Engagement von Studierenden verliehen. Er ging an eine Gruppe die Studierender, die deutsche und indische Schülerinnen und Schüler zu einem interkulturellen Theaterprojekt zusammen brachten.

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für die beste ausländische Studierende erhielt in diesem Jahr die Japanerin Atsuko Takano.

In seiner Festrede blickte Präsident Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun zurück auf die Entwicklung der Universität im abgelaufenen akademischen Jahr. Unter anderem berichtete er dabei von den Fortschritten bei der Neuausrichtung der Universität, die ihren Niederschlag in einem neuen Struktur- und Entwicklungsplan gefunden haben. Vier Wissenschaftsinitiativen werden künftig das Bild der Universität prägen: Bildung, Kultur, Unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit. Derzeit laufen für diese Initiativen nicht weniger als 25 Berufungsverfahren. 22 weitere Professuren sollen demnächst ausgeschrieben werden.

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