Gotthard Durchschlag mit Leica Geosystems Präzision

(PresseBox) (Heerbrugg, ) Wenn sich am 15. Oktober die Mineure des Gotthard-Basistunnels beim Durchschlag zwischen den Angriffspunkten Sedrun und Faido die Hände schütteln, ist das Weltrekord. Denn der Gotthard-Basistunnel wird mit 57 km der längste Bahntunnel der Welt sein. Auch für Leica Geosystems ist der 15. Oktober ein spezieller Tag - sind doch die Vermessungsinstrumente des Heerbrugger Unternehmens in allen Bereichen des Gotthard-Basistunnels im Einsatz.

Beim Bau des Gotthard-Basistunnels setzen Spezialisten aus den verschiedensten Bereichen auf die Zuverlässigkeit der Leica Geosystems Vermessungsinstrumente und -lösungen. So etwa Ivo Schätti, einer der leitenden Ingenieure beim Konsortium "Vermessungsingenieure Gotthard-Basistunnel" (VI-GBT). Als Bauherrenvermesser ist dieses Konsortium verantwortlich für die korrekte Lage, Höhe und Richtung beim Vortrieb des Mega-Tunnels: "Unsere Aufgabe war es sozusagen, darauf zu schauen, dass das Loch am richtigen Ort ist", formuliert es Ivo Schätti salopp. Mit Präzisionstachymetern, Digitalnivellieren und Nadirloten von Leica Geosystems wurde die Position des "Loches" laufend kontrolliert, lag die vom Bauherrn AlpTransit Gotthard AG geforderte Genauigkeit doch bei 10 cm in Querrichtung bzw. 5 cm in der Höhe - und das auf 57 km Länge!

Adrian Ryf, heute Abteilungsleiter Geomatik bei der AlpTransit Gotthard AG, hat am Gotthard selbst einen Weltrekord aufgestellt: Mit 28 gleichzeitig eingesetzten GPS-Systemen von Leica Geosystems führte der damalige ETH-Dozent im Sommer 2005 mit seinen Studenten die bis dahin größte Messkampagne für ein Ingenieurprojekt durch. Ziel war die Kontrolle des Fixpunktnetzes, das 1995 mit der damals noch völlig neuen GPS-Technologie vermessen worden war. "Bei einer Bauzeit von nahezu 20 Jahren im tektonisch aktiven Alpenraum kommt dem Unterhalt und der Kontrolle dieser Fixpunkte höchste Bedeutung für den Erfolg des Projektes zu", erklärt Adrian Ryf. "Wir konnten keine Verschiebungen oder Unterschiede feststellen - so konnten dank der erfolgreichen Nachmessung des Grundlagennetzes die Arbeiten am Gotthard auf einer ausgezeichneten Vermessungsgrundlage zu Ende geführt werden."

Auf die Zuverlässigkeit und Präzision der Leica Geosystems Instrumente vertrauen auch die Unternehmer-Vermesser - die Spezialisten jener Unternehmen, die direkt für den Vortrieb im Tunnel zuständig sind. So erklärt etwa Reinhard Deicke, verantwortlicher Vermessungsingenieur für die Baulose Bodio-Faido und Faido-Sedrun beim Consorzio TAT (Tunnel Alp Transit-Ticino): "Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Leica Geosystems Geräten und habe durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Besonders wichtig war für uns, dass Wartung und Service stimmen. Mit Leica Geosystems als Partner konnten wir auf einen ausgezeichneten Kundendienst zurück greifen." Bei TAT wurden während der gesamten Bauzeit Präzisionstachymeter und Nivelliere mehrerer Generationen eingesetzt, in erster Linie zur Steuerung der Tunnelbohrmaschine (TBM), bei Absteckungen, Profilmessungen und im Nivellement. "Die Geräte sind im Tunnel extremen Belastungen ausgesetzt, müssen 24 Stunden pro Tag präzise funktionieren, in Dreck und Staub, und bei extremen Temperaturen von bis zu 35 oder noch mehr Grad. Trotzdem ist kein einziges kaputt gegangen - das spricht für die Qualität der Instrumente selbst, aber auch den guten Service von Leica Geosystems", ist Reinhard Deicke zufrieden.

Auch über Tage war Leica Geosystems im Einsatz, denn der Gotthard-Basistunnel führt direkt unter drei Stauseen hindurch. "Ein Tunnel beeinflusst immer auch den Wasserhaushalt im Berg. Durch den Druckverlust durch Wasserentzug im Gestein kann es vorkommen, dass der Berg buchstäblich zusammensackt", erklärt Ivo Schätti. Um dem vorzubeugen, werden die Bewegungen der Talflanken in Mauernähe sowie in den Vorfeldern der Staumauern überwacht. Hochpräzise Tachymeter und Leica GeoMoS Überwachungssoftware messen die Bewegungen. "Die Geräte sind seit dem Jahr 2000 in Betrieb und funktionieren problemlos", ist Ivo Schätti zufrieden.

"Der Durchbruch am Gotthard-Basistunnel, der sozusagen direkt vor unserer Haustüre gebaut wird, ist auch ein Grund zur Freude für Leica Geosystems. Einerseits als Schweizer Unternehmen, aber auch weil mit unseren Geräten ein Großteil der Messungen durchgeführt wurde und so die geforderte Präzision erst möglich wurde. Wir sind stolz darauf, an diesem Jahrhundertprojekt der Ingenieurskunst mit beteiligt zu sein, und freuen uns mit unseren Kunden und den Projektbeteiligten über diesen Erfolg", so Jürgen Dold, CEO von Leica Geosystems.

Leica Geosystems GmbH

Leica Geosystems ist mit nahezu 200 Jahren Erfahrung der Pionier in der Entwicklung und Produktion von Vermessungsinstrumenten. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Spektrum von innovativen Produkten und Lösungen zur exakten Erfassung und einfachen Analyse von Daten sowie zur Visualisierung und Präsentation räumlicher Informationen. Deshalb vertrauen Fachleute auf Leica Geosystems.

Wer täglich mit Produkten von Leica Geosystems arbeitet, vertraut auf ihre Zuverlässigkeit, Wertschöpfung und erstklassige Unterstützung durch den Kundendienst. Leica Geosystems ist ein global tätiges Unternehmen mit Sitz in Heerbrugg, Schweiz. Zehntausende Kunden werden von rund 3.500 Mitarbeitern in 28 Ländern und Hunderten von Partnern in über 120 Ländern weltweit betreut. Leica Geosystems ist Teil der Hexagon Gruppe, Schweden.

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