Mobiler Surround Sound

ARD und ZDF erweitern ihre "Mobile Produktionseinheit" mit mc²-Pulten

(PresseBox) (Rastatt, ) Die Mobile Produktionseinheit (MPE) von ARD und ZDF umfasst verschiedenste Komponenten technischer Ausrüstung, die je nach Bedarf für ganz unterschiedliche Produktionen zusammengestellt und vor Ort als Regie aufgebaut werden können.

Bereits im Jahr 2008 wurde für die MPE das Routingsystem Nova73 HD von Lawo mit 87 faserredundant angebundenen DALLIS-Trägern angeschafft. Der Grund für diese technische Aufrüstung war, dass bei der Übertragung der Olympischen Spiele aus Peking das alte Equipment der Aufgabe der Signalverteilung im International Broadcasting Center (IBC) nicht mehr gewachsen war. Im Juni 2009 wird die Anlage nun durch zwei Lawo-Mischpulte, ein mc²90 und ein mc²56, komplettiert.

Beide Lawo-Pulte für die MPE verfügen über eine maßgeschneiderte Bedienoberfläche mit einem zentralen Bedienfeld, dem so genannten C- oder dem erweiterten CL-Bedienfeld. Das mc²90 mit 8-CL-8-Aufteilung und einem 16-Fader-Extender verfügt in der großen Variante über insgesamt 72 Fader in zwei Faderreihen und 336 DSP-Kanäle. Der redundante MKII-Router bietet 8.192 x 8.192 Koppelpunkte. Das mc²56 ist mit 16-16C-Anordnung und zwei 16-Fader-Extendern konzipiert worden. In der größten Ausbaustufe bietet dieses Pult 64 Fader und 288 DSP-Kanäle. Als Routerkarte kommt ebenfalls der voll redundante MKII-Router zum Einsatz.

Bereits bei den ursprünglichen Überlegungen zur MPE war die Erweiterung mit neuen Lawo-Pulten eingeplant worden - unter anderem deshalb, weil die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver komplett in 5.1-Surround-Sound produziert werden. Die Hauptregie im IBC in Vancouver wird mit dem mc²90 und einem Extender ausgestattet, die zweite Regie in Whistler mit dem mc²56 und zwei Extendern. Beide Regien sind mit je einem HD Core (großer Router mit 8.192 x 8.192 Koppelpunkten) bestückt. Im Hauptschaltraum, der die Anbindung und Signalverteilung aller Venues, Schnittplätze und Regien miteinander verbindet, kommt der zentrale Router Nova73 HD zum Einsatz, der bereits in Peking erfolgreich eingesetzt wurde.

"Die Mobile Produktionseinheit wird gemeinschaftlich von ARD und ZDF genutzt. Inventarisiert, gelagert, verwaltet und administriert wird das Equipment vom ZDF. Die MPE wird überwiegend für Sportgroßveranstaltungen wie Olympiaden sowie Fußballwelt- und -europameisterschaften eingesetzt. Genutzt wird es aber auch für Produktionen des aktuellen Zeitgeschehens, wie zum Beispiel beim Nato- oder G8-Gipfel - vor allem bei Gemeinschaftsproduktionen und solchen Events, bei denen ARD und ZDF gemeinsam die Rechte erworben haben", erklärt der Administrator der MPE, Horst Dünchem (ZDF), die Funktion und das Einsatzgebiet dieser Produktionseinheit.

Flexibel und modular erweiterbar

Vor Ort werden je nach Bedarf und Anspruch der Produktion die einzelnen Komponenten eingesetzt, zum Beispiel im Container oder in einem Regieraum. Das Baukastensystem der modular aufgebauten MPE, in die die nun angeschafften Lawo Komponenten integriert werden, ermöglicht die produktionsgerechte Installation von Regien und den vernetzten Betrieb von Regie- und HSR-Komponenten. Hier sind die Signal Sharing Möglichkeiten der Lawo Mischpulte von Vorteil. Die Größe des Routers mit 8.192 x 8.192 Koppelpunkten und der Hot-Plugging-Fähigkeit (Möglichkeit des Austauschs von Komponenten während des laufenden Betriebs), die Möglichkeit des Remote-Servicing sowie bei Bedarf persönliche Unterstützung vor Ort durch Lawo-Service-Mitarbeiter gehören zu den weiteren Pluspunkten.

Die Modularität und Flexibilität der MPE wurde in der Planung und Ausführung der neuen Lawo Mischpulte beibehalten, so können diese Mischpulte durch Extender flexibel den Anforderungen und dem Platzbedarf angepasst werden. Horst Dünchem weiter: "Alle Komponenten der MPE sind in Flightcases, die für See-, Luft- und Containertransport geeignet sind, eingebaut. Diese Flightcases - überwiegend im 19"-Rackformat - sind mit Führungsschienen mit genormter Rasterung versehen, sodass sie vor Ort modular und beliebig erweiterbar - wie ein Baukastensystem - zusammengestellt werden können."

Lawo AG

Lawo, mit Hauptsitz in Rastatt, ist Spezialist für die Entwicklung, das Design und den Bau von digitalen Mischpulten und Routingsystemen für Hörfunk und Fernsehen sowie Liveanwendungen. Hohe Qualitätsansprüche und innovative Technik verbinden sich mit fast 40-jähriger Erfahrung auf dem Gebiet der professionellen Audiotechnik. Lawo entwickelt und baut digitale Audiomischpulte für Sende-, Broadcast-, Produktions- und Liveapplikationen zusammen mit der entsprechenden Software. Außerdem bietet Lawo Kreuzschienensysteme und Audionetzwerke sowie Projektierung an und tritt am Markt als Generalunternehmer für Hörfunk-Übertragungswagen auf. Unsere Dienstleistungen beinhalten auch Anwenderschulungen und Wartung. Dieses hohe Maß an fachlicher Kompetenz garantiert umfassenden Support für Lawo-Kunden.

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