Rechter Druck auf LASERLINE

Druckzentrum schaut Rechtsradikalen auf die Finger

(PresseBox) (Berlin, ) Für das Berliner Druckzentrum LASERLINE war die Sache klar: Ein Aufkleber in den Farben der Reichskriegsflagge, der das Deutsche Reich in den Grenzen von 1918 zeigt, wird nicht gedruckt. Das Unternehmen hat direkt von seiner Rücktrittmöglichkeit für einen Auftrag Gebrauch gemacht, nachdem der Kunde ablehnte, das Motiv zu ändern. "Wenn wir bei einem Auftrag die freiheitliche Grundordnung der Bundesrepublik bedroht sehen, dann dürfen wir das", sagt LASERLINE-Prokurist Christian Luther. So steht es ausdrücklich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Nun sieht sich das Druckunternehmen unterschwelligen Drohungen ausgesetzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass LASERLINE Aufträge mit latent "rechtem" Inhalt ablehnt. Bereits beim Modelabel Thor Steinar, das immer wieder mit der rechten Szene in Verbindung gebracht wird, hat LASERLINE auf Aufträge verzichtet. Und auch Scientology wurde vor die Tür gesetzt. Immer wieder kommt es vor, dass der Inhalt der Druckprodukte mindestens umstritten ist. So wie jüngst der Aufkleber mit dem großen Deutschen Reich. "Auf dem historischen Weltatlas ist das so zu finden", sagt Luther. "Es ist nicht unbedingt ehrenrührig, das zu drucken." Allerdings jedoch ist es "verfassungsfeindlich, wenn man heutzutage für die Grenzen von 1918 einsteht", betont der Prokurist. "Und da verläuft die feine Linie." Bei LASERLINE schauen die Mitarbeiter besonders genau hin. Durch die Lappen geht da nichts, denn jeder Mitarbeiter, der mit Aufträgen in Kontakt kommt, wurde eigens geschult, verdächtiges Material herauszufischen und der Geschäftsleitung zur Prüfung vorzulegen.

Im Falle des Aufklebers wurde der Auftrag von Seiten LASERLINES storniert und dies dem Kunden mitgeteilt. Der allerdings reagierte sauer: "Wir Nationalen werden uns das Verhalten Ihrer Firma gegen die Lebensinteressen des deutschen Volkes und die Meinungsfreiheit gut merken und zu gegebener Zeit darauf zurückkommen", hieß es in der Antwort des Kunden. Eine Aussage, die knapp am Tatbestand der Bedrohung vorbeigeht. "Strafrechtlich ist das leider nicht relevant", bedauert Luther. Da müsse man schon mit einer Straftat bedroht werden. Die Mitarbeiter aber seien noch mal sensibilisiert worden. "Man sollte diesen Leuten keine Plattform bieten", betont der Prokurist. "Wer glaubt, da geht im Massengeschäft etwas unter, der hat falsch gedacht. Wir nehmen das sehr genau." Und einschüchtern lässt sich das Unternehmen von unterschwelligen Drohungen in seiner Haltung ganz gewiss nicht.

LASERLINE Druckzentrum Berlin GmbH & Co. KG

LASERLINE ist ein innovatives Unternehmen der Druckindustrie mit mehr als 170 Mitarbeitern in Berlin-Mitte, Bremen und Stralsund. Das Unternehmen ist auf Geschäfts- und Werbedrucksachen spezialisiert und betreut über hunderttausend Kunden im In- und Ausland. LASERLINE produziert im klassischen Offset- und Digitaldruck auf dem jeweils modernsten Stand der Technik und bietet Drucksachen von der Vorlagenherstellung bis zur Veredelung aus einer Hand. Millionen Produkte sind bei LASERLINE online bestellbar. Das 1997 gegründete Unternehmen ist im Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement sowie nach ProzessStandard Offsetdruck zertifiziert.

Mehr Informationen finden Sie unter www.laser-line.de

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