eltefa 2011 baut Plattform "Sicherheit" aus

Erstmals Fachkongress für Errichter und Elektrotechniker - 3. Stuttgarter Sicherheitskongress - Sicherheitspreis Baden-Württemberg

(PresseBox) (Stuttgart, ) Unter dem Motto "Sicherheitstechnik als Wachstumschance" erweitert die eltefa 2011 als wichtigste Regionalmesse der Elektrobranche in Deutschland ihren Schwerpunkt rund um das Thema Sicherheit. Vom 23. bis 25. März 2011öffnet die Fachmesse für Elektrotechnik und Elektronik bereits zum 16. Mal ihre Tore in den Stuttgarter Messehallen. Neben dem innovativen Themenpark für neueste Sicherheitsprodukte und -lösungen wird erstmals ein Fachkongress "So wird Sicherheit zum Erfolgsprojekt" veranstaltet, der sich explizit an Errichter und Elektrotechniker wendet. Inhaltlich klar abgegrenzt ist der 3. Stuttgarter Sicherheitskongress, der als Zielgruppe die Entscheider in Unternehmen sowie Endanwender anspricht. In dessen Rahmen wird auch wieder der Sicherheitspreis Baden-Württemberg verliehen werden.

Das Thema Sicherheit ist in aller Munde, ob enthusiastisch oder kritisch beäugt. Die Praxis zeigt: Einsetzen von Sicherheitstechnik ist ein sehr sensibles Thema. Es erfordert viel aktuelles Wissen sowohl in rechtlicher, versicherungstechnischer als auch datentechnischer Hinsicht. Ein Errichter oder Elektrotechniker sollte zum Beispiel wissen, welche Datenschutzgesetze er beachten muss, wenn er Sicherheitstechnik einsetzt. So darf beispielsweise, was die wenigsten wissen, ein Videoüberwachungssystem, das auf dem Betriebsgelände installiert ist, keinesfalls den öffentlichen Bürgersteig, die Straße oder gar das Nachbargrundstück mit ins Blickfeld nehmen. Ferner sollte sich der Errichter darin auskennen, welche Kriterien erfüllt werden müssen, wenn die Abnahme und Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen reibungslos verlaufen soll. Auch baurechtliche Kenntnisse muss er haben, damit Rechtsstreitigkeiten vermieden werden. Er sollte sich im Klaren sein, was Sicherheitstechnik für den Versicherungsschutz bedeutet, wie es etwa mit der Haftungszuordnung bei Nicht-Einhaltung von sicherheitstechnischen Maßnahmen aussieht. Vernetzen von Sicherheitstechnik über IP (InternetProtokoll) ist zudem ein aktuelles Thema. Welche Stolpersteine gibt es hier, wie lässt sich die Vernetzung standardmäßig am besten realisieren?

"Ein Errichter oder Elektrotechniker muss heutzutage ein sehr breites Wissensspektrum abdecken und es sich oft mühevoll unter hohem Zeitaufwand zusammensuchen", sagt Marcus Heide, Initiator des Fachkongresses und Chefredakteur der Zeitschrift SECURITY insight. Ihm zufolge sei es den Fachbetrieben häufig gar nicht bewusst, was sie bei der Konzeptionierung und Installation von Sicherheitssystemen alles berücksichtigen müssen. Genau hier setzt der Fachkongress "So wird Sicherheit zum Erfolgsprojekt" an und möchte Aufklärungsarbeit leisten. Sechs wichtige Themen stehen dabei im Fokus: Kriminalität in Deutschland und Kriminalitätsprävention, Einhalten von Datenschutzgesetzen, Versicherung als Teil der Sicherheitstechnik, Baurecht und vorbeugende Maßnahmen sowie Sicherheitstechnik optimal vernetzen über IP. Der Fachkongress richtet sich alskostenloses Bildungsangebot an Elektrobetriebe und Systemhäuser, die sich bereits mit dem Thema Sicherheit befassen oder es planen. Er findet am 24. März 2011von 9.30 bis 16.30 Uhr im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) statt.

"Spionage und ungewollter Abfluss von Know-how sind für Unternehmen realistisch und eine vielfach immer noch unterschätzte Gefahr", resümiert eine im Frühjahr vom Sicherheitsforum Baden-Württemberg (SiFo) vorgestellte Studie. Demnach seien 38 Prozent der befragten baden-württembergischen Unternehmen in den letzten vier Jahren in ihren Urheberrechten verletzt worden, wozu Verstöße gegen Patentrechte, Gebrauchsmuster, Markenrechte oder Geschmacksmuster zählten. Etwa jedes sechste Unternehmen und mehr als jedes vierte forschungsintensive Unternehmen sei von mindestens einem Fall des Verrats oder der Ausspähung von Betriebsgeheimnissen betroffen gewesen. Folgeschäden hätten laut SiFo-Studie bei jedem fünften Unternehmen deutlich über einer halben Million Euro gelegen.

Dieser spannenden Thematik wird sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart in Kooperation mit dem Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (VSW BW) mit dem 3. Stuttgarter Sicherheitskongress widmen. "Sicherheit ist ein Wirtschaftsfaktor", sagt Karl-Stefan Schotzko. Nach Ansicht des Geschäftsführers des VSW BW stelle der steigende Konkurrenzdruck in einer globalisierten Wirtschaft die Unternehmen in puncto Sicherheit vor neue Herausforderungen. Wie man sich vor Wirtschaftsspionage, Produktsabotage und Markenpiraterie schützen kann und gleichzeitig betriebswirtschaftliche Aspekte dabei berücksichtigt, soll denn auch im Mittelpunkt des 3. Stuttgarter Sicherheitskongresses stehen. Er wird am 24. März 2011von 9.00 bis 15.00 Uhr ausgerichtet. Anschließend findet die Verleihung des Sicherheitspreises Baden-Württemberg statt. Dieser soll eine Anerkennung für diejenigen Unternehmen sein, deren Sicherheitskonzepte sich in der Praxis besonders bewährt haben. Der VSW BW wird am gleichen Tag im Rahmen der eltefa 2011 auch seine Mitgliederversammlung abhalten. Am Abend haben dann Entscheider, Hersteller, Errichter und Anwender von Sicherheitstechnik die Gelegenheit, sich auf einem Get-together auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Die eltefa 2011, die auf zirka 40.000 Bruttoquadratmeter Ausstellungsfläche wieder aktuellste Produkte, Systeme und Lösungen für Elektrotechnik- und Elektronikbelange der Gebäudetechnik und Industrie präsentieren wird und rund 400 Aussteller erwartet, entwickelt sich zusätzlich zur idealen Plattform für Sicherheitstechnik, da exakt die richtige Zielgruppe vor Ort ist. Der Startschuss für den "Themenpark Sicherheit" fiel im Jahr 2009. "Es ist eine hochkarätige Leistungsschau von Sicherheitslösungen für Gebäude, Grundstücke und IT- Infrastruktur. Zur eltefa 2011 rechnen wir im Themenpark Sicherheit mit einer steigenden Ausstellerzahl", sagt Reiner Schanz, Projektleiter der eltefa bei der Messe Stuttgart. Das Ausstellungskarussell dreht sich um Gefahrenmeldetechnik, Brandschutz, Videoüberwachung, Zutritts-kontrolle, Perimeter- und IT-Sicherheit. "In den vergangenen Jahren hat sich im Brandschutz immer mehr die Technologie zur Brandvermeidung durchgesetzt. Hierbei wird speziell auf die Bedürfnisse des Anwenders eingegangen", sagt Peter Clauss, Leiter Marketing und Schulung bei der Wagner Group GmbH. Das Unternehmen präsentiert auf der eltefa 2011 ein System zur aktiven Brandvermeidung, das in den unterschiedlichsten Bereichen wie EDV/IT, Archiven/Museen/Bibliotheken oder Lager/Logistik anwenderorientiert eingesetzt werden kann.

"Die Sicherheitstechnologien haben sich in den letzten Jahren mit einer unglaublichen Dynamik entwickelt", stellt Thomas Reinicke fest, Vertriebsleiter der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, die auf der eltefa 2011 vielseitige, innovative Sicherheitslösungen ausstellen wird. Der Fachexperte kann derzeit fünf Haupttrends im Sicherheitsmarkt beobachten: Moderne Einbruch- und Überfallmeldeanlagen setzten häufig Videokameras als zusätzliche Sensoren ein. IP-Kameras erlaubten darüber hinaus, den Berechtigten, die Bilder ortsunabhängig über das Internet zugänglich zu machen. Ein weiterer Trend weise in Richtung Standardschnittstelle für Netzwerk-Videoprodukte, deren Entwicklung auf der Initiative von Axis Communications, Bosch Sicherheitssysteme und Sony Corporation basiere. Des Weiteren würden Einbruchmelde- und Zutrittskontrolltechnik bis hin zur Nutzung biometrischer Merkmale immer häufiger kombiniert. Für das Elektrohandwerk sei die Verbindung von mechanischen und elektronischen Schließsystemen ein relativ neuer Markt. Hierbei wird der mechanische Schlüssel durch einen Firmenausweis mit RFID-Chip ersetzt. Stand-alone-Systeme oder Online-Lösungen integriert in Zutrittskontroll- und Zeiterfassungssysteme lägen hier im Trend. Als immer interessanter entpuppten sich intelligente Bildanalysesysteme, IVA (Intelligent Video Analysis) oder VCA (Video Content Analysis). Sie können Szenen erkennen etwa den Koffer in der Bahnhofshalle oder Feuer im Straßentunnel oder auch forensische Analysen durchführen. Neueste Systeme erfassten Objekte auch auf Farbkombination hin. "Vorteil aller dieser Bildanalysetechniken ist, dass mehr Überwachung und damit mehr Sicherheit mit weniger Personal gewährleistet wird", schlussfolgert Reinicke

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.