Kostbare Klassiker und PS-starke Raritäten

Retro Classics 2011 in acht Themen-Hallen / 125 Jahre Bosch / Dino-Sonderschau / Wankelmotor, Custom Bikes und Prewar Cars im Fokus

(PresseBox) (Stuttgart, ) Die Retro Classics wird auch in ihrem elften Jahr 2011 am bewährten Konzept der "Themenhallen" festhalten und berühmte und weniger bekannte Klassiker aus der Automobilgeschichte der Öffentlichkeit vorstellen. Innerhalb der vergangenen Jahre hat sich die Stuttgarter Fahrzeugschau zu einem der Highlights und Pflichttermine für die internationale Oldtimer-Szene entwickelt. Die beengten Räumlichkeiten auf dem früheren Messegelände am Killesberg sind längst Geschichte, heute belegt die Retro Classics eine Fläche von 100.000 Quadratmeter im neuen Gelände. In jeder der acht Messehallen - und damit auf dem gesamten Messeareal - wird ein eigener Akzent gesetzt. Vom Vorkriegsautomobil über jung gebliebene Youngtimer, von legendären Rennwagen bis hin zu den Klassikern der Zukunft ist für jeden Oldtimer-Liebhaber, für jeden Motorsport-Enthusiasten Spektakuläres im Angebot.

Lankes-Auktion und Prewar-Cars im Eingang Ost

Im Messe-Eingang Ost werden die Besucher von zwei außergewöhnlichen Leckerbissen empfangen. Zum einen wird im Atrium das Auktionshaus Lankes seltene Fahrzeuge, Automobilia, Zubehör und Accessoires ausstellen, die am Freitag und Samstag auf der dortigen Auktionsbühne unter den Hammer kommen. In diesem März hatte Lankes seine erste Auktion auf der Retro Classics veranstaltet und nach eigenen Angaben rund 35 Prozent seines Angebots unter die Liebhaber und Sammler gebracht. Zum anderen präsentieren sich dort auf der sogenannten "Prewar-Plaza" seltene Vorkriegsfahrzeuge einschließlich Zubehör wie Kühlerfiguren sowie weitere seltene Accessoires speziell für diese Klientel.

Die 20.000 Quadratmeter große Halle 1 beherbergt unter anderen Höhepunkten die großen Automobilhersteller, Zulieferer sowie internationale Premium-Händler wie Mirbach und weltweit angesehene Restauratoren wie Kienle Automobiltechnik und FRG Mechatronik. Auch die Daimler AG einschließlich des Mercedes Classic Centers, das Meilenwerk in Böblingen oder Aston Martin und Jaguar sind mit eindrucksvollen Präsentationen vertreten, ebenso wie verschiedene Traditionsabteilungen, beispielsweise die Bosch Automotive Tradition. Absolute Raritäten bietet das reizvolle Aufeinandertreffen von "Horch meets Ferrari" in der Großhalle der Messe.

Wachsendes Interesse an "Neo Classics"

Weitere maßgebliche Händler- und Restaurationsbetriebe stellen ihre hochwertigen Stände in den Hallen 1 und 3 auf, in letzterer zeigen u.a. Porsche und die BMW Group ihre Kostbarkeiten. Ebenfalls in Halle 3 werden herausragende Beispiele der "Neo Classics" zu sehen sein, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Laut Besucherbefragung auf der Retro Classics 2010 interessierten sich immerhin elf Prozent der Befragten für diesen Bereich. "Seit dem Umzug 2008 auf das neue Stuttgarter Messegelände haben wir die ,Neo Classics' unter dem Dach der Retro Classics als eigenständiges Segment der Messe etabliert", sagt Ulrich Herrmann, Organisator der Stuttgarter Fahrzeugmesse. "Dazu gehören moderne Luxuslimousinen, Manufakturfahrzeuge und Sportwagen, die auf Grund ihrer geringen Stückzahlen schon heute als Klassiker gelten." Klar, dass prägnante Einzelstücke beispielsweise von Relux, Lorinser oder Pagani hier eine Rolle spielen.

Motorsport-Halle 4 mit Sonderschau BMW-Motorräder und "Custom Bike"

Die Premiere für die Motorsport-Halle im Frühjahr 2009 hat auf Anhieb die Herzen der Messebesucher gewonnen. Als herausragendes Topereignis wird die Messehalle 4 unter dem Namen "Mythos Solitude" daher erneut speziell dem Bereich Motorsport gewidmet. Auf 10.000 Quadratmeter finden die Fans alle erdenklichen Sportwagen, klassischen Motorräder sowie Veranstalter, die sich auf Veteranen-Rallyes spezialisiert haben. Natürlich spielt hier die weltweite Promotionsaktion "Automobilsommer 2011" zum 125. Geburtstag des Automobils unter dem regionalen Schwerpunkt "Solitude Revival" eine zentrale Rolle. Auf dem auf 4000 Quadratmeter verdoppelten Zweiradbereich stellen sich unter anderem der Hockenheim-Ring sowie BMW mit einem 350 Quadratmeter großen Motorrad-Sonderbereich und viele weiteren Marken vor. Zum ersten Mal wird auf der Retro Classic eine ausgesuchte Anzahl von spezialisierten Motorradwerkstätten, sogenannte "Customizer", ihre Kunstwerke in Halle 4 präsentieren. Custom-Bike-Manufakturen aus ganz Deutschland werden nicht nur ihre Bike-Kreationen zeigen, sondern auch dem Publikum Rede und Antwort stehen. Zusätzlich wird täglich auf der Custom-Bike-Showbühne die einzelnen Motorräder, die Geschichte hinter dem Bike, die Erbauer und die Besitzer dem Publikum vorgestellt. Als besonderes Highlight wird am Samstag, 12. März, die "Retro Classics Bike Night" mit Livemusik in der Halle 4 stattfinden. Custom-Bike ist der Oberbegriff für ein speziell für die Wünsche des Kunden angefertigtes oder umgebautes Motorrad. Es gibt unterschiedliche Arten des Customizing, den Umbau von Serien-Motorrädern, meist auf Basis von Harley-Davidson-Motorrädern oder der komplette Aufbau mit gekauften oder selbst angefertigten Komponenten. Eine weitere Spielart des Customizings ist der Old-Style, ein mit modernen Zubehörteilen aufgebautes Bike, das den Motorrädern der 40er und 50er-Jahre nachempfunden ist.

Sonderschau mit "Dino"-Fahrzeugen

Ein Highlight wird mit Sicherheit die exklusive "Dino-Show" in der "Rennsport-Halle" 4 werden. Als am 26. März 1932 Alfredo Ferrari als Sohn von Enzo und Laura Ferrari geboren wurde, ahnte niemand, dass dies der Ursprung des Mythos "Dino" werden sollte. "Dino" Ferrari studierte Ingenieurwesen in Modena und schrieb seine Diplomarbeit über den Bau von Sportwagen. Er plante mit Chefkonstrukteur Vittorio Jano das für Ferrari ungewöhnliche Motorenkonzept eines V6 Motors. Bevor Alfredo "Dino" Ferrari 1956 im Alter von 24 Jahren an Nierenversagen starb, hatte er die V6 Baureihe auf den erfolgreichen Weg gebracht. Der berühmte 156 lief das erste Mal im November 1956, fünf Monate nach Dinos Tod. Damit sein Sohn niemals in Vergessenheit gerät, nannte Enzo Ferrari alle Modelle, in denen die V6 Motoren verbaut wurden "Dino". Auch die Fiat und Lancia Modelle mit gleichem V6 hießen Dino, während Ferrari im Angedenken an seinen Sohn daraus eine eigene Automarke machte. Es gab eigene Werkstattschilder und Leuchtreklamen, und nur ausgewählte Händler waren autorisiert, Dino 246 zu verkaufen und zu warten.

"125 Jahre Bosch" und Solitude Revival beim Automobilsommer 2011

Zum Firmenjubiläum "125 Jahre Bosch" wird die Sonderschau "Bosch-Motorsport" mit vielen Opel-Autos einen besonderen Leckerbissen in der Motosport-Halle 4 darstellen. Zudem wird der Rennsport im Fokus stehen, beispielsweise vertreten durch historische und aktuelle Fahrzeuge der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft DTM. Dabei nimmt die Präsentation "Solitude Revival" einen wichtigen Platz ein. Dabei erwartet die Baden-Württemberger und ihre Gäste ein tolles Spektakel beim "Automobilsommer" im nächsten Jahr. Die Veranstalter des Solitude Revivals, der "Leuchtturmveranstaltung" des Automobilsommers, erwecken vom 22. bis 24. Juli 2011 nach 46 Jahren Dornröschenschlaf nicht nur den legendären Solitude-Ring, sondern präsentieren im Jubiläumsjahr "125 Jahre Automobil" auch mehr als 600 Fahrzeuge auf dem 12,7 km langen Rundkurs im Glemswald bei Stuttgart. Ein Festival über drei Tage ganz im Zeichen von Motoren und Karossen im Geburtsland des Automobils, und dies am historischen Ort des ersten Fahrzeugwettbewerbs in Baden-Württemberg überhaupt.

Raritäten mit Wankelmotor in Halle 5

Mehr als ein Hingucker wird die einmalige Zusammenstellung von seltenen Fahrzeugen mit einem Wankelmotor in Halle 5 sein. Die Privatsammlung Frey aus Augsburg zeigt mehrere ausgesuchte Fahrzeuge, Motorräder sowie Boote, die mit diesem Motor angetrieben wurden. Der Wankelmotor ist ein Rotationskolbenmotor, der nach seinem Erfinder Felix Wankel benannt wurde. Es existieren zwei Versionen: Der Drehkolben-Wankelmotor (DKM 54) und der Kreiskolben-Wankelmotor (KKM 57), wobei die Zahl für das Jahr der Entstehung steht. Bei einem Wankelmotor wird die Verbrennungsenergie ohne den Umweg einer Hubbewegung direkt in eine Drehbewegung umgesetzt. Wirtschaftliche Bedeutung erreichte jedoch nur der von Hanns Dieter Paschke konzipierte Kreiskolben-Wankelmotor, der heute allgemein als Wankelmotor bezeichnet wird. 1960 wird erstmals ein Auto, ein NSU Prinz III, von einem Wankelmotor KKM 250 angetrieben. Am 19. Januar des gleichen Jahres wird im Deutschen Museum München bei einer Veranstaltung des Vereins Deutscher Ingenieure der KKM250 erstmals der Öffentlichkeit laufend vorgeführt. 1963 wird der NSU Wankel Spider auf der IAA der Öffentlichkeit präsentiert, und Mazda stellt einen Versuchswagen mit einem Zweischeibenmotor auf der Motorshow in Tokio aus. Im Oktober 1964 geht der NSU Wankel-Spider in Serie. Mazda geht im Mai 1967 mit dem Cosmo Sport in Serie und stellt als erster Hersteller ein Auto mit einem Zweischeibenmotor her. Von April 2003 bis März 2006 stellt Mazda den RX-8 mit einer Stückzahl von 148.317 her. Auf der Tokyo Motor Show 2007 zeigt Mazda den Premacy Hydrogen RE Hybrid. Hier wird der verbesserte Renesis-16X-Wankelmotor vorgestellt.

"Youngtimer" konzentriert in Messehalle 5 / Clubs in der "Länder-Halle" 7

Ein unabdingbarer Bestandteil der Retro Classics widmet sich in Halle 5 dem Thema "Youngtimer" - also Autos, die typenabhängig mindestens 20 bis 25 Jahre "auf den Felgen" haben müssen. Mehr als die Hälfte der befragten Besucher im März 2010 waren speziell an diesem Segment interessiert. "Für die Youngtimer werden wir wieder eine ganze Messehalle mit 10.000 Quadratmeter Fläche bereitstellen", sagt Herrmann, "wobei neben den Marken Mercedes, Porsche und VW auch Modelle anderer Clubs einen zentralen Part einnehmen werden." Während in Halle 5 den "Youngtimern" genügend Fläche bereitgestellt wird, sind in der Halle 7, der "Länderhalle", europäische Marken-Clubs anzutreffen mit Kostbarkeiten u. a. aus Italien, Großbritannien und Frankreich.

Fahrzeugverkaufsbörse für Privatleute und Händler in Halle 6

Einen weiteren Höhepunkt bietet die Halle 6, die nach dem grandiosen Erfolg in diesem März zum dritten Mal bespielt wird: Rund 250 Fahrzeuge wechselten damals bei der Premiere den Besitzer. Hier wird sich wieder ein schwungvoller Markt mit mehr als 350 Fahrzeugen entwickeln, die nicht jünger als Baujahr 1984 sein dürfen. Hier wird die seit Jahren beliebte Fahrzeugverkaufsbörse für private Verkäufer und Händler, auf der man ein Fahrzeug anbieten oder kaufen kann, als Anziehungspunkt an allen drei Messetagen wirken. Die Gebühren für die gesamte Messedauer kosten pro Fahrzeug 180 Euro, pro Zweirad 75 Euro.

In derselben Halle kommen die Freunde der Modellautos "Automania" auf ihre Kosten.

Omnibusse, Lastwagen und Traktoren in Halle 8

Das neue Messegelände bietet der Retro Classics genügend Platz, um weitere Sonderthemen in ihr Portfolio aufzunehmen. Dazu gehört zum vierten Mal eine Schau über historische Landmaschinen und Traktoren, die in der Halle 8 der Nutzfahrzeuge auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmeter zu bestaunen sein wird. Diese Spezialhalle wird auf weiteren 7500 Quadratmeter mit einer Vielzahl von Omnibussen, Lastkraftwagen und Zugmaschinen sowie Feuerwehrfahrzeugen abgerundet. Der Bereich der historischen Landmaschinen und Traktoren wird in drei Bereiche gegliedert. Eingeladen sind neben einer Auswahl der gut 100 Traktoren-Clubs aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz die aktuellen Manufakturbetriebe wie Fendt, John Deere, McCormick oder Massey-Ferguson, die mit ihren Traditionsabteilungen vertreten sind, sowie der Traktoren-Handel samt dem wichtigen Zubehör- und Ersatzteilbereich. Vorgesehen ist auch ein spezieller Teilemarkt für landwirtschaftliche Gerätschaften.

Sonderschau mit legendären Kaelble-Zugmaschinen

Zudem wird die Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft (NVG, http://www.n-v-g.de/ ) mit ihren historischen Zugmaschinen und Kippern vertreten sein. Der Beitrag zum "Automobilsommer 2011" bildet eine rund 900 Quadratmeter große Sonderschau mit legendären Fahrzeugen der Firma Kaelble. Das Unternehmen aus dem württembergischen Backnang war ein Baumaschinen-, Motoren- und Nutzfahrzeughersteller und durch seine Zugmaschinen für Straßenroller, Muldenkipper und Planierraupen bekannt. Unter dem Motto "Trust Your Truck" wird die Firma Daimler einen großen Auftritt im Bereich der Nutzfahrzeuge beisteuern. Die Messehalle wird ergänzt mit einer Reihe historischer Feuerwehrfahrzeuge sowie klassischen Omnibussen, die im ehemaligen Messegelände in der "Auwärter-Halle" zu sehen waren. Konrad Auwärter aus der Neoplan-Dynastie zeigt rund zwei Dutzend der mächtigen Zeitzeugen der Automobilbaugeschichte bereits zum achten Mal im Rahmen der Retro Classics. Mit dabei sind verschiedene Klassiker vom Typ Kässbohrer / Setra, Mercedes-Benz, Saurer, Steyr, Büssing und natürlich Neoplan. Die Fahrzeuge kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Ost-Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz.

Zubehör und internationaler Teilemarkt in Halle 9

In Halle 9 kommen Sammler, "Schrauber" und Liebhaber auf ihre Kosten, die auf dem internationalen Teilemarkt Zubehör und Originalteile für ihre Oldtimer suchen. Mehrere hundert Händler werden sich unter dem Dach des Teilemarkts einfinden und werden ihre Kostbarkeiten an allen Messetagen anbieten. Gekaufte Kleinteile können während der Öffnungszeiten an der Garderobe zum Aufbewahren abgegeben werden.?

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