Tagung zur IT-Angleichung für die Kreisgebietsreform Mecklenburg-Vorpommerns

Kreisreform in Vorbereitung

(PresseBox) (Ludwigslust, ) Der Gesetzentwurf zur Verwaltungsreform in Mecklenburg-Vorpommern ist eingereicht, die Planungen zur Umsetzung der Kreisgebiets- und Funktionalreform können beginnen. Bis 2011, dem avisierten Zeitpunkt des Inkrafttretens, müssen auch die IT-Strukturen angepasst und die Standardisierung einzelner Fachanwendungen vorangetrieben werden. Die Planung für eine sinnvolle IT-Angleichung befindet sich in den Startlöchern. Deshalb richtet Lämmerzahl, einer der führenden Software-Hersteller für die Sozialverwaltung, am

8. April 2009 um 10.30 Uhr im Hotel de Weimar in Ludwigslust für alle betroffenen Kommunen einen Informationstag mit Praxisreferaten und Erfahrungsaustausch aus.

EDV- und Fachverantwortliche aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sollen an die-sem Tag gezielt miteinander ins Gespräch kommen, um sich über Strategien und Heran-gehensweisen auszutauschen, den Planungs- und Umsetzungsstand der Reform mitzu-verfolgen und die Erfahrungen anderer Bundesländer für die eigene Kreis- und Funktional-reform nutzbar zu machen. Sächsische Kommunen werden zu diesem Zweck Impulsreferate halten und in den Dialog mit den Teilnehmern treten.

Nach Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 hatte Sachsen bereits 2008 mit der Umsetzung der Re-form begonnen und mit dem Ausbau der Software LÄMMkom in der Sozialverwaltung der neu entstandenen Kreise zum Erfolg des Vorhabens beigetragen.

Hintergrund:

Das Modell 6+2 sieht die Neugliederung Mecklenburg-Vorpommerns in sechs Großkreise und zwei kreisfreie Städte (Rostock/Schwerin) vor und strebt eine zunehmende Kommunali-sierung staatlicher Aufgaben an. Damit soll die rückläufige Bevölkerungs- und Finanzentwick-lung verbessert werden. Die Bevölkerungsdichte ist mit 73 Einwohnern je km im Landes-durchschnitt und mit 52 Einwohnern je km in den Landkreisen sehr gering und wird weiter sin-ken. Mit jedem Einwohner weniger verliert das Land ca. 2.400 Euro p.a. an Einnahmen aus Steuern, Länderfinanzausgleich und Fehlbetrags-Ergänzungszuweisungen. Um weiterhin alle kommunalen Leistungen erbringen und die Verwaltung leistungsfähiger und kostengünstiger gestalten zu können, sollen die neuen Strukturen bis 2011 eingeführt werden.

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