Bodenfilter reinigt Oberflächenwasser im Markranstädter Ostsiedlung

KWL setzt auf umweltgerechte Reinigung des Regenwassers / Anlage nutzt Naturfilter und Schilf

(PresseBox) (Leipzig/Markranstädt, ) Naturnahe Regenwasserreinigung in Markranstädt: Mit dem Bau einer sogenannten Retentionsbodenfilteranlage sorgt die KWL in der Markranstädter Ostsiedlung künftig für eine umweltgerechte Reinigung des anfallenden Oberflächenwassers. Derzeit gelangt das anfallende Oberflächenwasser ohne Vorreinigung in den Kulkwitzer See. Mit der neuen Filteranlage erfüllt die KWL künftig auch Auflagen des Landratsamtes Landkreis Leipzig als zuständige Untere Wasserbehörde zum Schutz der Gewässergüte des Kulkwitzer Sees. Die Dimension der Anlage eignet sich darüber hinaus für den Anschluss nachgelagerte Maßnahmen und Erschließungen. Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf rund 940.000 Euro. Die Stadt Markranstädt ist intensiv in die Planungen eingebunden und an den Kosten beteiligt.

Die Arbeiten für diese ökologisch nachhaltig arbeitende Bodenfilteranlage starten in der fünften Kalenderwoche mit vorbereitenden Maßnahmen, darunter Gehölzarbeiten. Der eigentliche Bau der Zuwegung, Leitungen und der Anlage beginnt voraussichtlich Ende März und soll etwa bis Dezember abgeschlossen sein.

Umweltgerechte Behandlung von Oberflächenwasser
Um die Behandlung des Oberflächenwassers im Sinne der Natur zu gestalten, errichtet die KWL eine sogenannte Retentionsbodenfilteranlage. Sie besteht aus zwei Stufen: einer Vorstufe mit den entsprechenden Zuleitungen und dem Filterbecken. Für ersteres errichtet die KWL unter anderem unterirdische Kanäle, Zulaufleitungen von insgesamt rund 750 Metern Länge sowie eine Baustraße. Aus ökologischen Gründen führt deren Trasse entlang der späteren Erschließungsstraße 1 für das B-Plan-Gebiet "Westufer Kulkwitzer See". Dadurch werden unnötige Belastungen durch Baufahrzeuge im Wohngebiet der Ostsiedlung vermieden.

Zur Technik der Bodenfilteranlage selbst gehören Schacht- und Zulaufbauwerke sowie eine Sedimentationsanlage, von der aus das Regenwasser in den Bodenfilter gelangt. Ziel ist es hier, anfallendes Regenwasser künftig zu reinigen, bevor es in den Kulkwitzer See eingeleitet wird: Eine Filterschicht hält mitgeführte Sedimente und Schwebstoffe zurück; Schilfbewuchs sorgt für den Sauerstoffeintrag und den Abbau organischer Substanzen. Von der Filteranlage, die eine Fläche von rund 1.500 Quadratmeter misst, gelangt das gereinigte Wasser über ein Ablauf- und Drosselbauwerk letztlich in den See.

Ökosysteme schützen
Mit dem Bau der Bodenfilteranlage kann das Ökosystem See und dessen Wasserqualität auch künftig geschützt werden. Durch die Speicherung und insbesondere die Reinigung des Wassers erfüllen Retentionsfilter gleiche Ansprüche wie Kläranlagen. Die KWL nutzt damit ein technisch erprobtes und fortschrittliches System, welches nicht nur wirtschaftlich, sondern auch aus Umweltsicht sinnvoll ist.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.