KUKA erreicht Turnaround im 2. Quartal

(PresseBox) (Augsburg, ) .
- Auftragseingang steigt in H1/10 um 17,3% auf 547,7 Mio. EUR
- Umsatz-Turnaround: +9,7% in H1/10 und +28,6% in Q2/10
- EBIT wieder positiv: 5,0 Mio. EUR in H1/10 und 6,7 Mio. EUR in Q2/10
- Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt
- Positiver Ausblick: Guidance für 2010 angehoben

Geschäftsverlauf Kuka Konzern 1. Halbjahr 2010

Die Auftragseingänge des KUKA Konzerns sind gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich angestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Bestellungen von 466,9 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2009 auf 547,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2010; dies ist ein Zuwachs um 17,3% gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei überschritt der Geschäftsbereich Systems mit einem Auftragseingang von 329,0 Mio. EUR den Vorjahreswert um 2,0% (1. Halbjahr 2009: 322,5 Mio. EUR), wobei im Vorjahreswert drei Großaufträge aus dem Bereich Automotive mit einem Gesamtvolumen von rund 50 Mio. EUR enthalten sind. Deutlich höhere Zuwächse erzielte der Geschäftsbereich Robotics: hier konnten Auftragseingänge in Höhe von 246,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2010 gewonnen werden, was einen Anstieg von 57,3% gegenüber dem Vorjahr bedeutet (1. Halbjahr 2009: 156,6 Mio. EUR).

Insgesamt lagen die Auftragseingänge des KUKA Konzerns im 2. Quartal 2010 mit 283,9 Mio. EUR um 12,1% über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (2. Quartal 2009: 253,2 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Robotics erzielte im abgelaufenen Quartal mit einem Auftragseingang in Höhe von 131,7 Mio. EUR (Vorjahr: 66,5 Mio. EUR) einen Spitzenwert. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf die deutlich gestiegene Nachfrage im Automobilgeschäft mit mehreren großen Abrufaufträgen europäischer Automobilhersteller zurückzuführen. Aber auch im Geschäft mit der General Industry konnte eine signifikante Belebung verzeichnet werden. Im Geschäftsbereich Systems lagen die Auftragseingänge im 2. Quartal 2010 mit 167,4 Mio. EUR leicht über dem Wert des Vorquartals (1. Quartal 2010: 161,6 Mio. EUR). Gegenüber dem hohen Wert des 2. Quartals 2009 (192,9 Mio. EUR), in dem drei Großaufträge zu einem hohen Quartalswert führten, gingen die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs um 13,2% zurück.

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns entwickelten sich im 1. Halbjahr 2010 ebenfalls sehr freundlich und lagen wieder über dem Vorjahreswert. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse von 437,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2009 um 9,7% auf 480,1 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2010. Dieser Turnaround wurde von beiden Geschäftsbereichen getragen. Robotics steigerte die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2010 um 17,8 % auf 199,0 Mio. EUR (1. Halbjahr 2009: 169,0 Mio. EUR), während im 1. Quartal 2010 noch ein Rückgang um -10,8% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden musste. Auch im Geschäftsbereich Systems lagen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2010 mit 303,9 Mio. EUR um 7,5% über dem Vorjahr (1. Halbjahr 2009: 282,8 Mio. EUR), während der Vergleich der ersten Quartale mit
-1,9% noch leicht negativ ausfiel.

Die Bookto-Bill-Ratio; d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, war im KUKA Konzern im 1. Halbjahr 2010 sehr positiv und betrug 1,14.

Die Geschäftsbereiche Robotics und Systems erzielten jeweils ein umsatzstarkes 2. Quartal 2010. Im Geschäftsbereich Robotics lagen die Umsatzerlöse mit 112,8 Mio. EUR um 55,8% über dem niedrigen Vorjahresquartal, das mit 72,4 Mio. EUR den Tiefpunkt der Geschäftsentwicklung während der Wirtschaftskrise darstellte. Der Geschäftsbereich Systems erzielte im 2. Quartal 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 167,9 Mio. EUR; dies ist ein Anstieg um 16,5% gegenüber dem entsprechenden Wert des Vorjahres (2. Quartal 2009: 144,1 Mio. EUR). Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 271,0 Mio. EUR und überschritten den Vergleichswert des Vorjahres um 28,6% (2. Quartal 2009: 210,7 Mio. EUR).

Da die Auftragseingänge im 2. Quartal 2010 unverändert höher ausfielen als die Umsatzerlöse, stieg der Auftragsbestand im KUKA Konzern weiter an. Per 30. Juni 2010 betrug der Bestand an Aufträgen 630,9 Mio. EUR; dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorquartal um 4,0% und gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 9,1%. Damit konnte KUKA weitestgehend wieder zu dem Vorkrisenniveau aufschließen. Besonders ausgeprägt war der Anstieg des Auftragsbestands im Geschäftsbereich Robotics; dieser erhöhte sich bis zum Ende des 1. Halbjahres 2010 auf 146,6 Mio. EUR und lag damit um 15,7% über dem Ende des Vorquartals und um 67,0% über dem Stichtag des Vorjahres. Damit liegt auch der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs derzeit auf einem Spitzenniveau. Im Geschäftsbereich Systems blieb der Auftragsbestand mit jeweils knapp unter 500 Mio. EUR auf hohem Niveau stabil. Per 30. Juni 2010 betrug dieser 499,1 Mio. EUR und lag damit geringfügig über dem Ende des Vorquartals (2,0%) und dem Ende des Vorjahresquartals (0,5%).

Dank des ansteigenden Umsatzvolumens und den erfolgreich laufenden Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des KUKA Konzerns im 1. Halbjahr 2010 verbessert und fiel insgesamt positiv aus. Auf Konzernebene konnte ein EBIT von 5,0 Mio.

EUR ausgewiesen werden, während im 1. Halbjahr des Vorjahres infolge außerordentlicher Restrukturierungskosten (rd. 13 Mio. EUR) und der schwierigen Geschäftslage ein negativer Wert in Höhe von 22,9 Mio. EUR anfiel. Dabei erzielte der Geschäftsbereich Robotics im 1. Halbjahr 2010 ein EBIT in Höhe von 6,2 Mio. EUR (1. Halbjahr 2009: -2,0 Mio. EUR) und der Geschäftsbereich Systems ein EBIT in Höhe von 7,6 Mio. EUR (1. Halbjahr 2009: -15,4 Mio. EUR).

Im 2. Quartal 2010 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Robotics ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 5,7 Mio. EUR und erzielte damit eine EBIT-Marge von 5,1%. Im Vorjahresquartal war das EBIT noch von einer signifikanten Unterauslastung geprägt, die zu einem EBIT in Höhe von -6,2 Mio. EUR mit entsprechend negativer EBIT-Marge führte. Der Geschäftsbereich Systems erwirtschaftete im 2. Quartal 2010 ein EBIT in Höhe von 5,5 Mio. EUR und erzielte damit eine EBIT-Marge von 3,3%. Auch hier war das operative Ergebnis des Vorjahresquartals vor allem durch außerordentliche Rückstellungen für die Schließung zweier Standorte in Frankreich belastet und schloss mit -14,3 Mio. EUR ab. KUKA konnte im 2. Quartal 2010 auch auf Konzernebene den Turnaround erzielen. Das Konzern-EBIT fiel mit 6,7 Mio. EUR erstmalig seit einem Jahr positiv aus (1. Quartal 2010: -1,9 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis im Konzern ist aufgrund von Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften nicht mehr mit dem EBIT identisch, da Finanzierungskosten für länger laufende Aufträge verpflichtend in den Herstellkosten auszuweisen sind. Im Unterschied zum EBIT sind diese Kosten in Höhe von 1,6 Mio. EUR im Betriebsergebnis des ersten Halbjahres 2010 enthalten. Somit betrug das Betriebsergebnis für das erste Halbjahr 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: - 22,9 Mio. EUR).

Kostensenkungsprogramm

Das laufende Kostensenkungsprogramm weist ein Einsparungsziel von 65 bis 70 Mio. EUR an wiederkehrenden Einsparungen aus. Von dem nachhaltigen Einsparungsziel wurden kumuliert für 2009 und im ersten Halbjahr 2010 bereits 41 Mio. EUR ergebniswirksam realisiert, womit der Zielerreichungsgrad bei ca. zwei Drittel liegt.

Die Einsparungen der Geschäftsbereiche und der KUKA AG wurden vor allem bei Personalkosten, im Bereich Prozesse und Strukturen, Design to Cost, sowie in dem Bereich indirekte Kosten, wie Fremddienstleistungen, Reisekosten etc. erzielt; im Geschäftsbereich Systems außerdem in nennenswerten Umfang im Bereich Lieferantenmanagement.

AUSBLICK

Das Geschäftsjahr 2010 stellt für KUKA ein Jahr der Transformation dar, in dem mit der weiteren Optimierung der Kostenstrukturen und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens die Basis für ein nachhaltiges profitables Wachstum geschaffen wird.

Auf Basis der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 geht der Konzern davon aus, dass unter Voraussetzung weiterhin stabiler Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2010 die Umsatzschwelle von 1 Mrd. EUR übertroffen wird. Das EBIT wird auf dieser Basis zwischen 20 und 30 Mio. EUR erwartet, wobei nach heutiger Einschätzung noch Restrukturierungsaufwendungen von ca. 10 Mio. EUR in Abzug zu bringen sind.

"Die Stabilisierung des Unternehmens, die Verbesserung der Kostenstruktur und die starke Entwicklung der Auftragseingänge haben uns in die Lage versetzt, die Guidance für das laufende Jahr anzuheben", erklärt Dr. Till Reuter, CEO KUKA AG. "Denn die Zukunftsaussichten der roboterbasierten Automation sind unverändert hervorragend."

Der vollständige Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2010 ist im Internet abrufbar unter http://www.kuka-ag.de/de/investor_relations/financial_reports/

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