K+S Gruppe steigert Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal deutlich

Erholung der Düngemittelnachfrage setzt sich fort

(PresseBox) (Kassel, ) .
- Quartalsumsatz um 43% auf knapp 1,1 Mrd. € gestiegen
- Operatives Ergebnis erreicht im zweiten Quartal 155,5 Mio. € (Q2/09: 18,1 Mio. €)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie steigt auf 0,51 € (Q2/09: -0,27 €)
- Alle Geschäftsbereiche mit verbesserter Ertragslage
- Nettoverschuldung deutlich reduziert
- Ausblick 2010:
- Kali-Absatzprognose auf 6,5 bis 7,0 Mio. t Ware erneut angehoben (bisher: gut 6,5 Mio. t; Vorjahr: 4,3 Mio. t)
- Umsatzanstieg auf 4,6 bis 5,0 Mrd. € erwartet (Vorjahr: 3,6 Mrd. €)
- Operatives Ergebnis dürfte auf 550 bis 600 Mio. € steigen (Vorjahr: 238,0 Mio. €)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 1,75 und 1,95 € (Vorjahr: 0,56 €/Aktie)

Die K+S Gruppe hat nach dem erfolgreichen ersten Vierteljahr auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus erzielt. Die weitere Normalisierung der Düngemittelnachfrage und die Einbeziehung der im vergangenen Jahr erworbenen Morton Salt waren die wesentlichen Treiber der positiven Geschäftsentwicklung.

"Die erfreuliche Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeigt, dass die Talsohle durchschritten ist und die K+S Gruppe sich wieder auf Wachstumskurs befindet", sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft. "Auch im zweiten Halbjahr dürfte sich der positive Trend bei der Düngemittelnachfrage fortsetzen. Dies zusammen mit der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung von Morton Salt sollte dazu führen, dass Umsatz und Ergebnis der K+S Gruppe im Jahr 2010 deutlich steigen werden", so Steiner weiter.

Umsatz im zweiten Quartal deutlich gestiegen

Der Umsatz der K+S Gruppe stieg im zweiten Quartal um rund 43% auf 1.058,5 Mio. €. Insgesamt betrachtet konnte ein mengen- sowie konsolidierungsbedingtes Wachstum preisbedingte Umsatzrückgänge mehr als ausgleichen. Der Geschäftsbereich Salz hat den Umsatz durch die Einbeziehung von Morton Salt deutlich gesteigert (Umsatz Morton Salt Q2/10: 152,5 Mio. €); auch die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel erzielten erfreuliche Umsatzzuwächse, nachdem sich die Nachfrage nach Düngemitteln wieder deutlich erholt hat. Der Umsatz des ersten Halbjahres 2010 stieg vor allem mengen- und konsolidierungsbedingt um knapp 43% auf 2.592,1 Mio. € (Umsatz Morton Salt H1/10: 422,3 Mio. €).

Im ersten Halbjahr entfielen 37% des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz (34%) und Stickstoffdüngemitteln (26%). Der Erwerb von Morton Salt hat dazu beigetragen, dass sich die regionale Verteilung des Umsatzes mittlerweile sehr ausgewogen auf Europa und Übersee verteilt: So wurden rund 53% des Gesamtumsatzes in Europa und 47% in Übersee erzielt.

Alle Geschäftsbereiche haben ihre Ertragslage verbessert

Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe lag im zweiten Quartal mit 155,5 Mio. € sehr deutlich über den 18,1 Mio. € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel steigerten ihre Ergebnisse aufgrund der seit Jahresbeginn anhaltenden deutlich höheren Nachfrage nach Düngemitteln; der Ergebnisbeitrag des Bereichs Stickstoffdüngemittel war dabei durch die erfolgswirksame Auflösung von Rückstellungen nach der Endabrechnung von Einstandskosten für das Jahr 2009 in Höhe von 10,0 Mio. € begünstigt. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz stieg konsolidierungsbedingt deutlich an; hier ergab sich außerdem ein positiver Einmaleffekt im Rückstellungsbereich in Höhe von 16,2 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2010 lag das operative Ergebnis der K+S Gruppe bei 423,2 Mio. € und übertraf somit den Wert des Vorjahres um rund 120%.

EBITDA steigt im zweiten Quartal auf 217 Mio. €

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des zweiten Quartals 2010 stieg auf 217,0 Mio. € (Vorjahr: 53,1 Mio. €). Die Abschreibungen betrugen 61,5 Mio. €; sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um 26,5 Mio. € erhöht. Von diesem Anstieg entfielen 20,8 Mio. € auf die Einbeziehung von Morton Salt; darin sind wiederum Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Wertansätze in Höhe von 12,3 Mio. € enthalten.

Im ersten Halbjahr 2010 betrug das EBITDA 550,1 Mio. € (Vorjahr: 262,2 Mio. €). Auf Morton Salt entfielen dabei 96,5 Mio. €. Die Abschreibungen betrugen in diesem Zeitraum 126,9 Mio. € und enthalten Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation von Morton Salt vorgenommene Wertansätze in Höhe von 28,5 Mio. €. Vor diesem Hintergrund kommt dem EBITDA zur Beurteilung der operativen Ertragskraft, insbesondere im Geschäftsbereich Salz, künftig eine höhere Bedeutung zu.

Bereinigte Ergebnisse ebenfalls kräftig über Vorjahr

Das bereinigte Ergebnis vor Ertragssteuern konnte im zweiten Quartal auf 134,0 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr: -58,5 Mio. €) und erreichte 371,5 Mio. € (Vorjahr: 107,1 Mio. €) im ersten Halbjahr 2010. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern stieg im zweiten Quartal auf 97,5 Mio. € (Vorjahr: -44,3 Mio. €) und im ersten Halbjahr 2010 auf 273,3 Mio. € (Vorjahr: 78,2 Mio. €). Details zur Bereinigung finden Sie im Halbjahresfinanzbericht H1/2010 auf den Seiten 11-12.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie erreicht 0,51 € im zweiten Quartal

Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im Berichtsquartal bei 0,51 € und damit deutlich über dem Vorjahreswert von -0,27 €. Im ersten Halbjahr 2010 erreichte es einen Wert von 1,43 € (Vorjahr: 0,47 €).

Morton Salt hat hierzu im ersten Halbjahr 2010 trotz unterdurchschnittlichen Winters, Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation sowie weiterer Einmaleffekte insgesamt 0,08 € beigetragen. Somit hat Morton Salt seit dem ersten Tag der Einbeziehung in die K+S Gruppe (1. Oktober 2009) trotz aller akquisitionsbedingten Sonder- und üblichen Saisoneffekte bislang in jedem Quartal positiv zum Geschäftserfolg beigetragen.

Ausblick 2010: Deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg erwartet

Im Jahr 2010 sollte die Düngemittelnachfrage - insbesondere bei Kalidüngemitteln - aufgrund der zu Jahresbeginn geringen Einzeldüngerbestände in der Handelsstufe und der nach zwei sehr guten Ernten und der Minderdüngung seit Herbst 2008 in vielen Böden gesunkenen Kaligehalte deutlich anziehen. Darüber hinaus wurde der größte Teil der im ersten Quartal vom Handel in Europa nachgefragten Mengen von der Landwirtschaft verbraucht, so dass die Bestände vor der anstehenden Herbstdüngung wieder auf einem relativ niedrigen Niveau liegen. Die Nachfrage nach Düngemitteln sollte außerdem durch die anhaltend trockene Witterung zu Beginn des dritten Quartals sowie die auch vor diesem Hintergrund gestiegenen Preise für Agrarrohstoffe und die damit künftig verbesserte Ertragssituation der Landwirtschaft begünstigt werden. Im Gesamtjahr 2010 gehen wir mittlerweile von einem Weltkaliabsatz von rund 50 Mio. t (bisherige Prognose: 45-50 Mio. t; 2009: 32 Mio. t) aus. Getragen wird diese erhöhte Absatzprognose hauptsächlich von einer stärkeren Erholung der Märkte in Europa und Nordamerika sowie einer höheren Verbrauchserwartung in Lateinamerika.

Im Geschäftsfeld Salz sollte die Ausgangslage der Lieferanten für das Frühbezugsgeschäft im dritten Quartal in Westeuropa durch den langen Winter zu Beginn des Jahres begünstigt sein, wohingegen der milde Winter in Teilen Nordamerikas und damit verbundenen hohe Lagerbestände die Position der Lieferanten in den dortigen Ausschreibungen erschweren dürften. Das Auftausalzgeschäft im vierten Quartal wird maßgeblich von der winterlichen Witterung in Europa und Nordamerika beeinflusst werden; dabei gehen wir sowohl für den europäischen als auch für den nordamerikanischen Markt vom Durchschnitt langjähriger Absatzwerte aus. Während die Nachfrage nach Speise- und Gewerbesalz in Europa und Nordamerika stabil verlaufen sollte, dürfte der südamerikanische Gewerbe- und Speisesalzmarkt im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung weiter wachsen. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz bleibt zunächst durch die weltweite Wirtschaftslage sowohl in Europa als auch in Südamerika noch gedämpft; der Absatz sollte angesichts der sich abzeichnenden Konjunkturerholung jedoch wieder moderat steigen.

Vor diesem Hintergrund dürfte der Umsatz der K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich ansteigen. Ein Wert zwischen 4,6 bis 5,0 Mrd. € (Vorjahr: 3,6 Mrd. €) erscheint aus heutiger Sicht realistisch. Insbesondere der Geschäftsbereich Salz, der aufgrund der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung von Morton Salt sehr deutlich wachsen wird, aber auch die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel sollten deutliche Umsatzzuwächse erwirtschaften.

Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe dürfte in diesem Jahr mit 550 bis 600 Mio. € (Vorjahr: 238,0 Mio. €) ebenfalls deutlich steigen. Dies ist auf den Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, die Ergebniswende im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel sowie auf den bereits beschriebenen Konsolidierungseffekt im Geschäftsbereich Salz zurückzuführen.

Ausgehend von für das Jahr 2010 erwarteten Abschreibungen von rund 250 Mio. € einschließlich rund 55 Mio. € Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Wertansätze bei Morton Salt erwarten wir in diesem Jahr ein EBITDA zwischen 800 und 850 Mio. € (Vorjahr: 411,8 Mio. €).

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2010 zwischen 330 und 370 Mio. € (Vorjahr: 93,6 Mio. €) ebenfalls deutlich höher ausfallen. Dies entspräche einem bereinigten Ergebnis je Aktie von etwa 1,75 bis 1,95 €/Aktie (Vorjahr: 0,56 €/Aktie).

Unserer Prognose liegen dabei folgende Annahmen zugrunde:

- Gegenüber dem ersten Halbjahr moderat rückläufige Durchschnittspreise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte aufgrund erwarteter saisonaler Produktmix- und Staffelpreiseffekte bei einem ansonsten stabilen Kalipreisniveau in der zweiten Jahreshälfte;
- Ein Absatzniveau im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von 6,5 bis 7,0 Mio. t (Prognose bisher: gut 6,5 Mio. t);
- Ein Absatzniveau im Geschäftsbereich Salz von insgesamt 21 bis 22 Mio. t, wovon 12 bis 13 Mio. t auf Auftausalz entfallen sollten; hierbei ist wie üblich ein normaler Auftausalzabsatz im Rahmen langjähriger Durchschnitte im vierten Quartal unterstellt;
- Ein für das Gesamtjahr 2010 durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,31 USD/EUR (Durchschnittskurs 2009: 1,39 USD/EUR).
- Ein - trotz höherer Zinsaufwendungen - etwas besseres Finanzergebnis, nachdem dieses im Vorjahr durch Sondereffekte belastet war.
- Einen nach IFRS anzusetzenden inländischen Konzernsteuersatz von 27,9% und eine daraus abgeleitete bereinigte Konzernsteuerquote von gut 26% (2009: 23,7%).

Weitere deutliche Rückführung der Nettoverschuldung erwartet

Die Nettoverschuldung (inklusive langfristiger Rückstellungen) der K+S Gruppe ist zum Ende des ersten Halbjahres 2010 auf 862,1 Mio. € deutlich gesunken (31.12.2009: 1.338,9 Mio. €). Bei einem Verschuldungsgrad von 33% und aufgrund eines in diesem Jahr erwarteten hohen operativen wie auch freien Cashflows verfügt K+S daher über eine starke finanzielle Basis. Vor dem Hintergrund der erwarteten Ergebnisentwicklung sollte sich das Niveau der Finanzschulden im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig entwickeln.

Wachstum erleben

K+S gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Standard- und Spezialdüngemitteln. Im Salzgeschäft ist K+S mit Standorten in Europa sowie Nord- und Südamerika der führende Hersteller der Welt. K+S bietet ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum schafft. Weltweit beschäftigt die K+S Gruppe mehr als 15.000 Mitarbeiter. K+S - der einzige Rohstoffwert im deutschen Aktienindex DAX - ist an allen deutschen Börsen notiert (ISIN: DE0007162000, Kürzel: SDF).

Hinweis für die Redaktionen Der Halbjahresfinanzbericht (H1/2010), ein Interview mit Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft, zum zweiten Quartal

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Presseinformation enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in dieser Presseinformation enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

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