Milliardenauftrag für Schützenpanzer PUMA

Größter Einzelauftrag in der jüngeren Unternehmensgeschichte von KMW / Auslieferung ab 2010 an Bundeswehr

(PresseBox) (München, ) Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat mit der Serienbeauftragung des Schützenpanzers Puma einen der größten Einzelaufträge in der Unternehmensgeschichte erhalten. Die Tochtergesellschaft PSM GmbH (Projekt System und Management) in Kassel, an der KMW und die Rheinmetall AG in Düsseldorf jeweils 50% halten, wurde jetzt vom Koblenzer Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) mit der Lieferung von 405 dieser neu entwickelten Kampffahrzeuge beauftragt. Der gesamte Vertragswert beläuft sich auf rund 3,1 Mrd. Euro. Die Schützenpanzer werden ab 2010 an die Bundeswehr ausgeliefert.

Zuvor hatten der Haushalts- und der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages grünes Licht für den Start der Serienproduktion in dem derzeit größten europäischen Rüstungsprojekt für die Landstreitkräfte gegeben.

"Der PUMA-Auftrag ist für die Bundeswehr wie für die Industrie von essentieller Bedeutung. Er setzt technisch einzigartige Maßstäbe und erhält mit Hinblick auf unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit entscheidende technologische Systemkompetenz am Standort Deutschland", erklärte Frank Haun, Vorsitzender der KMWGeschäftsführung, nach der Vertragsunterzeichnung.

Puma setzt neue Maßstäbe - Bestmöglicher Schutz der Besatzungen

Der Puma ist das wichtigste Modernisierungsvorhaben der Heeresausrüstung. Er bietet seinen Insassen einen bislang von keinem vergleichbaren Fahrzeug erreichten Schutz vor Minen, dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen und selbstgebauten Sprengsätzen, wie sie in Krisengebieten derzeit weit verbreitet sind. Nicht zuletzt dank seiner Luftverladbarkeit, seiner Mobilitätseigenschaften in unwegsamen Gelände und seiner Aufwuchsfähigkeit ist der Puma ein Fahrzeug, das im internationalen Konfliktmanagement wichtige Aufgaben übernehmen wird und seiner Besatzung dabei bestmöglichen Schutz bietet. Auch in punkto Durchsetzungsfähigkeit und Kampfkraft ist er unübertroffen. Das von KMW entwickelte besatzungslose Turmkonzept setzt ebenso neue Maßstäbe wie das von der Fahrzeugwanne entkoppelte Kettenlaufwerk, mit dem selbst bei hohen Geschwindigkeiten Lärm und Vibrationen im Fahrzeuginneren im Vergleich zu bisherigen Schützenpanzern um rund 90 Prozent reduziert werden.

Mehr als dreißig Jahre nach Indienststellung des Schützenpanzers Marder bei der Bundeswehr begründet der Puma mit seinem erweiterten Leistungsspektrum eine völlig neue Fahrzeugkategorie. Im internationalen Vergleich nimmt er die Spitzenposition bei gepanzerten Gefechtsfahrzeugen ein.

Im September 2002 gab der Deutsche Bundestag mit dem Entwicklungsauftrag den Startschuss für den neuen Schützenpanzer. Die Beschaffung von fünf Vorserienfahrzeugen im Wert von rund 350 Mio. Euro wurde Ende 2004 beschlossen. Diese fünf Vorserienfahrzeuge sind für Versuche, Erprobung und Optimierung bei der Bundeswehr im Betrieb und bestanden im März 2009 umfangreiche Tests.

Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG

Die Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG ist Marktführer in Europa für gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge. An Standorten in Deutschland, Griechenland, den Niederlanden und USA entwickeln, fertigen und betreuen über 3400 Mitarbeiter ein Produktportfolio, das von luftverladbaren und hochgeschützten Radfahrzeugen (MUNGO, DINGO, GFF4, F2 und BOXER*), über die Aufklärungs-, Flugabwehrund Artilleriesysteme (FENNEK, GEPARD, LeFLaSys*, Panzerhaubitze 2000 und AGM) bis hin zu schweren Kampfpanzern (LEOPARD 1 und 2), Schützenpanzern (PUMA*) und Brückenlegesystemen (LEGUAN) reicht. Darüber hinaus besitzt KMW eine umfassende Systemkompetenz auf dem Gebiet ziviler und militärischer Simulation sowie Führungs- und Informationssystemen und fernbedienbaren Lafetten mit Aufklärungs- und Beobachtungseinrichtungen für Missionen bei Tag und Nacht. Auf die Einsatzsysteme von KMW verlassen sich weltweit die Streitkräfte von über 30 Nationen.

* Gemeinschaftsvorhaben mit nationalen und internationalen Partnern

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