Geschäftsjahr 2008 der Komax Gruppe

Solide Ergebnisse in schwierigem Umfeld

(PresseBox) (Dierikon, ) Trotz der konjunkturellen Abkühlung im 2. Halbjahr kann die Komax Gruppe ein solides 2008 ausweisen. Komax erwirtschaftet einen Umsatz von CHF 341,9 Mio. und liegt damit 2,0 Prozent unter Vorjahr. Der Gruppengewinn nach Steuern (EAT) liegt bei CHF 23,2 Mio. Für das Jahr 2008 ist eine Dividende von CHF 2.00 je Aktie vorgesehen.

Angesichts des weltweiten Konjunktureinbruchs im zweiten Semester sind die Ergebnisse der Komax Gruppe für 2008 durchaus als solides Resultat zu werten. Der Umsatz war mit CHF 341,9 Mio. (Vorjahr: CHF 348,8 Mio.) leicht rückläufig (-2,0 Prozent), wobei die negativen Währungseinflüsse insgesamt 4,4 Prozent ausmachten. In lokalen Währungen konnte Komax den Umsatz 2008 somit auf CHF 357,0 Mio. steigern (entsprechend 2,4 Prozent über Vorjahr). Der Bestellungseingang reduzierte sich nur leicht auf CHF 380,0 Mio. (Vorjahr: CHF 389,1 Mio.). Das EBIT liegt für das Berichtsjahr bei CHF 31,1 Mio. (Vorjahr: CHF 43,3 Mio.), und der Gruppengewinn nach Steuern (EAT) bei CHF 23,2 Mio. (Vorjahr: CHF 32,7 Mio.).

Finanzkennzahlen

Die Komax Gruppe steigerte 2008 den freien Cashflow um 25,1 Prozent auf CHF 21,7 Mio. (Vorjahr: CHF 17,4 Mio.). Damit verfügt Komax weiterhin über ein Nettoguthaben von CHF 19,7 Mio. (Vorjahr: CHF 20,0 Mio.). Das Eigenkapital nahm auf Grund des schwachen Dollars und Euros um 1,1 Prozent auf CHF 222,1 Mio. ab (Vorjahr: CHF 224,5 Mio.). Damit liegt die Eigenkapitalquote bei sehr soliden 69,0 Prozent. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie lag bei CHF 6,99 (Vorjahr CHF 9,86). Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividendenauszahlung in der Höhe von CHF 2.00 je Aktie was einer Ausschüttungsquote von 29,2 Prozent entspricht.

Markt: Unterschiedliche Entwicklung

Das Umfeld und die Zielmärkte haben sich für die Komax Gruppe im Berichtsjahr sehr heterogen entwickelt. Während Komax im ersten Halbjahr noch vom starken Automatisierungstrend und von der zunehmenden Sensibilisierung für Umweltthemen in den Absatzmärkten profitieren konnte, waren die Auswirkungen des Konjunktureinbruchs im zweiten Semester deutlich spürbar - vor allem im Kabelverarbeitungsmarkt.

Kabelverarbeitung: Rückgang

Die Komax Gruppe produziert Maschinen zur Verarbeitung von Kabeln - beispielsweise zum Crimpen - oder zur Herstellung von Kabelbäumen. Endmärkte für die Kabelverarbeitung sind schwergewichtig die Automobilindustrie, aber auch der Haushaltgerätemarkt und der Elektronikmarkt. Während sich die Nachfrage im Kabelverarbeitungsmarkt in den ersten neun Monaten noch auf hohem Niveau bewegte, musste Komax ab November einen massiven Bestellungseinbruch feststellen. Die Gruppe trug dieser Situation mit konsequentem Kostenmanagement Rechnung und musste im Januar 2009 in Teilbereichen Kurzarbeit einführen.

Photovoltaik: weitere Steigerung

Im Bereich Photovoltaik blickt Komax auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Komax konnte den Umsatz verdoppeln sowie die Marktanteile und vor allem das Ergebnis deutlich steigern. Mit den neuen Produkten, der hohen Produktionseffizienz und dem Fokus auf erstklassige Prozesslösungen hat Komax auch in diesem Jahr neue Kunden gewonnen. Zudem baute Komax im Berichtsjahr die Marktorganisation weiter aus und vergrösserte die Produktionskapazitäten deutlich. Am Sitz in York, USA, ist eine neue Produktionsstätte im Bau.

Medizinaltechnologie: erfreuliche Tendenz

In der Medizinaltechnologie startete Komax mit einem tiefen Auftragsbestand ins Jahr 2008. Einige grössere Projekte waren von Kunden verschoben worden - teilweise weil sich die Bewilligungsverfahren in die Länge gezogen hatten. Dass Komax den Vorjahresumsatz in diesem Bereich 2008 nicht mehr erreicht hat, ist auf die bescheidene Auftragslage im ersten Halbjahr zurückzuführen. Deutlich besser hingegen verlief die zweite Jahreshälfte. Insgesamt liegt der Bestellungseingang für 2008 rund 60 Prozent über dem Vorjahreswert.

Entwicklung und Basis-Engineering

2008 hat Komax mit CHF 25,2 Mio. wiederum substantiell in die Entwicklung und in das Basis-Engineering investiert (Vorjahr: CHF 21,5 Mio.), was einem Plus von 17,2 Prozent entspricht. In der Photovoltaik investierte Komax hauptsächlich in die Entwicklung neuer Produkte für die Dünnfilmtechnologie und in weitere Produkte der kristallinen Wertschöpfungskette. In Rotkreuz baute Komax das Photovoltaik-Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Prozesslösungen im Bereich Dünnfilm auf und integrierte dabei einen wesentlichen Teil der Ressourcen aus dem Bereich allgemeine Montageautomation.

Starke Position in den Kernmärkten

Der strategische Ausbau der Geschäftsfelder Photovoltaik und Medizinaltechnologie hat sich als Ergänzung zur Kabelverarbeitung bewährt, konnte Komax doch den Einbruch im Automobilbereich weitgehend kompensieren. Innovation, Kundennähe und operative Leistungsfähigkeit sind Erfolgsfaktoren in allen Geschäftsbereichen. Komax strebt langfristiges, organisches Wachstum in den Kernbereichen an. Den Einstieg in neue Marktsegmente oder die Verstärkung bestehender Positionen will Komax mit ergänzenden Akquisitionen erreichen.

Schwieriges Marktumfeld

Komax erwartet für 2009 ein allgemein schwieriges Marktumfeld, insbesondere im Automobilbereich. Die Gruppe hat bereits im vergangenen Jahr flexibel auf die Veränderungen reagiert und entsprechende Massnahmen eingeleitet. Bis Mitte des laufenden Jahres werden rund 60 Stellen in automobilnahen Bereichen abgebaut, davon zwei Drittel in der Schweiz. Zudem kann die Kurzarbeit entsprechend der Marktentwicklung ausgedehnt werden.

Neue Struktur und Geschäftsleitung

Komax ist neu in die drei Geschäftsbereiche Kabelverarbeitung, Solar und Medizinaltechnologie aufgeteilt. Die Gruppenleitung setzt sich wie folgt zusammen: Beat Kälin, CEO, Andreas Wolfisberg, CFO, Claudio Meisser, CTO, Josef Zumstein (stv. Leiter Geschäftsbereich Kabelverarbeitung), Walter Nehls (Leiter Geschäftsbereich Solar) und Serge Peguiron (Leiter Geschäftsbereich Medizinaltechnologie).

Ausblick

Die vielen Unsicherheiten in der Konjunkturentwicklung lassen eine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2009 zurzeit nicht zu. Im Bereich Kabel schliesst Komax aufgrund des schwachen Automobilmarktes einen massiven Nachfragerückgang nicht aus. Der Photovoltaikmarkt bietet weiterhin gute Chancen. Die Finanzierung, insbesondere von grösseren Projekten, bleibt allerdings schwierig. Konjunkturprogramme könnten aber in diesem Bereich zusätzliche Impulse auslösen. Der Bereich Medizinaltechnologie ist mit hohem Bestellbestand gut ins neue Jahr gestartet.

Komax wird weiterhin flexibel auf die Entwicklungen des Umfeldes reagieren. Trotz Anpassung der Kapazitäten will Komax aber bereit sein, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. Die Treiber der Geschäftstätigkeiten bleiben intakt. Die Gruppe ist durch die gesunde Bilanz, die technologische Führerschaft und die exzellente Position in den Märkten gut aufgestellt, um sich auch in dieser schwierigen Zeit zu behaupten und weitere Marktanteile zu gewinnen.

Komax Holding AG

Mit einem Anteil von rund 40 Prozent ist Komax Weltmarktführer für Standardmaschinen im Kabelverarbeitungsmarkt. Ausserdem setzt Komax auf die Wachstumsmärkte Photovoltaik und Medizinaltechnologie.

Bei den Crimp to Crimp Maschinen im Kabelverarbeitungsmarkt ist Komax als Maschinenbauer weltweit führend. Daneben erstreckt sich die Komax Angebotspalette von Maschinen zum Schneiden und Abisolieren von Kabeln bis zu Systemen für die vollautomatische Herstellung ganzer Kabelbäume.

In der Photovoltaik bietet Komax weltweit Maschinen für die Fertigung von kristallinen- und Dünnfilm-Modulen an. In den letzten Jahren ist es Komax durch stete Innovation gelungen, das Produktportfolio auszubauen. Heute bietet Komax das gesamte Spektrum an: von einzelnen Prozessen wie beispielsweise dem Stringen bis hin zur Integration von ganzen Produktionslinien.

In der Medizinaltechnologie fertigt Komax beispielsweise Maschinensysteme zur Herstellung von Inhalatoren, Insulinverabreichungs- oder Injektionssystemen. Auch in diesem Bereich gehört Komax zu den führenden Anbietern auf dem Weltmarkt.

Die Komax Gruppe betreibt Produktionswerke in der Schweiz, in Portugal, in Frankreich, in den USA, in Malaysia und in China. Komax überzeugt nicht zuletzt durch kompetente Serviceleistungen in mehr als 50 Ländern. Die Gruppe erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von CHF 341,9 Mio. Der Betriebsgewinn (EBIT) betrug CHF 31,1 Mio. und der Gruppengewinn nach Steuern CHF 23,2 Mio. Am 31. Dezember 2008 waren weltweit 1138 Mitarbeitende für Komax tätig.

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