KBA erreicht Turnaround mit 15,3 Mio. € EBT im dritten Quartal

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(PresseBox) (Würzburg, ) .
-Auftragszuwachs mit 46,7 % über Branchendurchschnitt
-Umsatzplus von 5 %
-Ergebnissprung durch beachtlichen Quartalsgewinn
-Positiver Cashflow und weiter gute Nettoliquidität
-Vorstand bestätigt Gewinnziel und schließt Dividende nicht aus

Die seit März 2010 erkennbare Nachfrageerholung im Druckmaschinenbau hat in den Sommermonaten angehalten. Der Aufschwung ist allerdings weniger stark als in anderen Bereichen des Maschinenbaus. Das Weltmarktvolumen ist durch den Medienwandel und strukturelle Veränderungen in der Druckbranche weiter deutlich geringer als das Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise im September 2008. In diesem Szenario kann sich der Auftragszuwachs des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA) in den ersten neun Monaten im Branchenvergleich sehen lassen. Auf Konzernebene legten die Bestellungen gegenüber dem Vorjahr (2009: 682,3 Mio. €) um stattliche 46,7 % auf 1.001,2 Mio. € zu. Im Bogen- und Zeitungsdruck sowie einigen Nischenmärkten konnte KBA seine gute Position weiter ausbauen. Der Konzernumsatz stieg gegenüber 2009 (737,3 Mio. €) um 4,7 % auf 772,1 Mio. €. Zusammen mit den Kosteneinsparungen aus dem laufenden Konsolidierungsprogramm führten die höheren Erlöse im dritten Quartal zu einem Vorsteuergewinn von +15,3 Mio. € (2009: +9,6 Mio. €). Über die gesamte Berichtsperiode verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) gegenüber 2009 (-37,8 Mio. €) auf -6,7 Mio. €. Das Konzernergebnis war mit -9,2 Mio. € ebenfalls deutlich besser als im Vorjahr (-39,0 Mio. €), ebenso das anteilige Ergebnis je Aktie mit -0,56 € gegenüber -2,38 € in 2009.

Zuwächse in beiden Geschäftsbereichen

Bei Bogenoffsetmaschinen wuchs der Auftragseingang um 24,3 % auf 462,0 Mio. € (2009: 371,7 Mio. €). Im Segment Rollen- und Sondermaschinen zogen die Bestellungen dank einiger größerer Aufträge aus der Zeitungsindustrie und der lebhaften Nachfrage bei Nischenprodukten gegenüber dem Vorjahreswert von 310,6 Mio. € sogar um 73,6 % auf 539,2 Mio. € an. Beim Umsatz erreichte der Bogenbereich einen überproportionalen Zuwachs von 8,5 % auf 346,0 Mio. €. Der Umsatz im längerfristigen Geschäft mit Rollen- und Sondermaschinen stieg angesichts der Nachfrageflaute im Vorjahr dagegen lediglich um 1,8 % auf 426,1 Mio. €. Der im dritten Quartal verbuchte Auftragszuwachs bei großen Rotationsanlagen wird erst 2011 umsatzwirksam.

Kapazitätsauslastung deutlich verbessert

Der Auftragsbestand im Konzern lag mit 564,1 Mio. € zum Ende des dritten Quartals um 26,3 % über dem Vorjahreswert von 446,5 Mio. €. Mit dem auf 208,2 Mio. € gewachsenen Auftragspolster im Bogenbereich ist insbesondere das Radebeuler Werk für die nächsten Monate gut ausgelastet. Auch an den Standorten für Rollen- und Sondermaschinen hat der auf 355,9 Mio. € gestiegene Auftragsbestand die Beschäftigung deutlich verbessert.

Zum 30. September beschäftigte die KBA-Gruppe 6.437 Mitarbeiter, 658 weniger als im Vorjahr. Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Sommer 2008 gingen etwa 1.700 Stellen verloren. Trotz der marktbedingten Personalanpassung startete der Druckmaschinenbauer im Herbst mit 419 Auszubildenden und Praktikanten ins neue Ausbildungsjahr. Die von 5,8 % auf 6,5 % gestiegene Ausbildungsquote belegt die anhaltenden Investitionen in den qualifizierten Fachkräftenachwuchs für das technisch sehr anspruchsvolle internationale Druckmaschinengeschäft. Dafür unterhält der weltweit älteste Druckmaschinenhersteller im Stammwerk Würzburg seit über 140 Jahren sogar eine staatlich anerkannte Werkberufsschule.

Finanz- und Bilanzkennziffern über dem Branchendurchschnitt

Obwohl das Working Capital für die im vierten Quartal geplante Umsatzsteigerung gewachsen ist, verbesserten das positive Ergebnis im dritten Quartal und höhere Kundenanzahlungen den Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Mit 11,6 Mio. € übertraf er signifikant die Werte des Vorjahres (9,5 Mio. €) und des Vorquartals (-18,1 Mio. €). Nach den Auszahlungen für Investitionen verblieb ein freier Cashflow von 0,4 Mio. € (2009: -4,6 Mio. €). Dazu kommen neben ausreichenden Kreditlinien noch eigene liquide Mittel von 67,9 Mio. €. Die Nettofinanzposition von KBA ist mit 24,7 Mio. € nach Abzug der auf 43,2 Mio. € reduzierten Bankschulden nach wie vor deutlich positiv. Trotz der um knapp 70 Mio. € auf 1.130 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote weiterhin bei überdurchschnittlichen 37,3 %.

Exportanteil auf 87,8 % gestiegen

Die Exportquote erreichte mit 87,8 % im langjährigen Vergleich ein sehr hohes Niveau. Dabei blieb der Anteil der Lieferungen ins europäische Ausland mit 30,3 % (2009: 34,8 %) erneut deutlich geringer als vor der Finanzkrise. Gleiches gilt für die regionale Umsatzquote Nordamerikas mit 9,7 %. Dagegen ist die Bedeutung des Vertriebsgebietes Asien/Pazifik mit einem Umsatzanteil von 26,8 % (2009: 23,5 %) erneut gestiegen, was vor allem auf die rege Nachfrage aus China zurückzuführen ist. Die Schwellenmärkte Lateinamerika und Afrika lagen mit 21,0 % ebenfalls deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Insgesamt ist die Umsatzverteilung ein Spiegelbild der weiterhin regional sehr unterschiedlichen Wirtschaftsdynamik auf dem Weltmarkt.

Positiver Ausblick für 2010 - Dividende nicht ausgeschlossen

Im jüngsten Quartalsbericht bestätigt der KBA-Vorstandsvorsitzende Helge Hansen die im Frühjahr für das Geschäftsjahr 2010 genannten Ziele: "Unter Zugrundelegung des mit Aufträgen unterlegten Mehrumsatzes im vierten Quartal bin ich zuversichtlich, dass wir die für 2010 angestrebte Steigerung des Konzernumsatzes um etwa 7 % auf gut 1,1 Mrd. € und auch ein deutlich besseres Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr (2009: +2,7 Mio. €) realisieren können. Beim erwarteten Ergebnis schließen wir nach zwei Jahren Verzicht die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre nicht aus."

An der schon vor Längerem angekündigten Absicht, neben dem Kerngeschäft mit innovativer Drucktechnik ein weiteres profitables und wachstumsträchtiges Geschäftsfeld zu erschließen, hält der KBA-Vorstand fest. Helge Hansen: "Leider dauert dies deutlich länger als von mir ursprünglich erwartet und prognostiziert. Nicht alles, was sich zunächst als interessant, aussichtsreich und relativ schnell realisierbar darstellt, hält am Ende einer intensiveren Prüfung stand."

Zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung für 2011 will sich der KBA-Vorstand angesichts der immer noch vorhandenen Unsicherheiten im wirtschaftlichen und politischen Umfeld im März nächsten Jahres bei der Vorlage des Berichts für 2010 äußern.

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