KBA demonstriert Vorsprung bei Rüstzeiten, Energieeffizienz und Closed-Loop-Farbregelung

KBA: selbstbewusster IPEX-Auftritt mit vielen Neuheiten im Bogenoffset

(PresseBox) (Würzburg, ) Unter dem Motto "KBA: Champions in Print" präsentierte die Koenig & Bauer-Gruppe (KBA) auf der diesjährigen IPEX in Birmingham in Halle 6 mit der Hightech-Anlage Rapida 106 den Rüstzeitweltmeister im Mittelformat und mit der Rapida 75E den Champion beim Energiesparen im B2-Format. Die neue E-Version der Rapida 75 steht für "Economy & Ecology", also die Ausrichtung auf die derzeit am Markt besonders im Fokus stehende Wirtschaftlichkeit und Umweltorientierung. Dafür hat KBA in den zwei Jahren seit der drupa 2008 trotz Wirtschaftskrise eine Menge getan und für das Halb-, Mittel- und Großformat weitere Automatisierungsbausteine entwickelt. Entwicklungsschwerpunkte waren die Beschleunigung und Vereinfachung des Jobwechsels, Inline-Qualitätsregelung und Veredelung sowie der sparsame Umgang mit Energie, Verbrauchsmitteln und menschlicher Arbeitskraft.

Innovative Drucktechnik bleibt Kerngeschäft

Bei der IPEX-Pressekonferenz des Unternehmens verwies der Vorstandsvorsitzende Helge Hansen auf die schwierige Lage der Druckmaschinenbranche seit Ausbruch der Finanzkrise und auf die Notwendigkeit der Neuausrichtung aller Hersteller auf einen auch mittelfristig um etwa ein Viertel kleineren Markt. KBA habe notwendige Maßnahmen zur Senkung der Sach- und Personalkosten 2009 frühzeitig eingeleitet und zügig umgesetzt. Dadurch konnte das Kostenniveau um über 100 Mio. € gesenkt, die Liquidität aus eigenen Mitteln ohne neue Bankschulden kontinuierlich gesichert und für 2009 ein zwar bescheidenes, aber dennoch positives Vorsteuerergebnis ausgewiesen werden. Dies sei keinem anderen unter den führenden Herstellern gelungen. Eine schmerzhafte Begleiterscheinung des Konsolidierungsprozesses sei allerdings, dass die Belegschaft bis zum Jahresende 2010 ebenfalls um ein Viertel von über 8.000 Mitarbeitern auf gut 6.000 sinken werde. Zurzeit zählt der Konzern noch etwa 6.500 Beschäftigte. Mit dem breitesten Programm aller Hersteller und innovativen Produkten sei KBA in den großen Kernmärkten Bogenoffset, Rollenoffset und Zeitungsdruck sehr gut positioniert. Hinzu kommt die starke Stellung in diversen Nischenmärkten, darunter der weniger konjunktursensible Banknoten- und Sicherheitsdruck. Hansen betonte, dass innovative Drucktechnik das Kerngeschäft von KBA bleiben werde, obwohl man sich parallel nach einem weiteren, zukunftsträchtigen Geschäftsfeld umschaue. Weiter berichtete er, dass der Auftragseingang bei KBA im ersten Quartal 2010 gegenüber 2009 um über 40 % gestiegen sei. Auch im April und Mai sei der Auftragseingang auf gutem Niveau. Darunter sei auch ein Großauftrag von Express Newspapers in London über vier Commander CT-Rotationen mit zusammen 22 Drucktürmen.

KBA Rapidas mit Alleinstellungen im Mittel- und Großformat

Bei vielen in Birmingham vorgestellten Lösungen hat sich KBA einen deutlichen technischen Vorsprung gegenüber Mitbewerbern erarbeitet. So sind die ziehmarkenfreie Anlage, das schnelle Waschsystem CleanTronic Synchro und der fliegende Auftragswechsel (= Flying JobChange) in Verbindung mit Plattenzylinder-Einzelantrieben DriveTronic SPC und entsprechender Software einige von vielen Alleinstellungsmerkmalen des Rüstzeitweltmeisters Rapida 106. Gleiches gilt im Großformat beim aktuellen Thema Energieeffizienz für den besonders verbrauchsarmen KBA VariDryBlue-Trockner mit Wärmerückgewinnung und die drastische Verkürzung der Rüstzeit über paralleles Waschen mit einem zweiten Waschbalken. Ein weiteres KBA-Highlight ist die für beide Formatklassen verfügbare Online-Qualitätskontrolle und dokumentation mit DensiTronic PDF. Dabei vergleicht ein Hochleistungsscanner den bedruckten Bogen mit dem PDF der Originalvorlage. Auch kleinste Fehler und Abweichungen vom Original werden unabhängig von der Ursache erkannt und dokumentiert sowie unnötige Makulatur wirkungsvoll vermieden.

QualiTronic CC mit Instrument Flight®: Farbregelung in neuer Dimension

Anderen Systemen am Markt in puncto Farbgenauigkeit und visuell erkennbarer Farbtreue überlegen ist auch die zur IPEX an der KBA Rapida 106 erstmals gezeigte Closed-Loop-Messung und regelung der Farbqualität nach Graubalance-Priorität durch die Kombination aus KBA QualiTronic Color Control und INSTRUMENT FLIGHT® von System Brunner. Die Kalibrierung der Inline-Farbmessung vor Produktionsbeginn erfolgt über TECHKON SpectroDrive am Leitstand der Rapida 106. Gelegentliche Kontrollmessungen der Closed-Loop-Regelung während des Fortdrucks sind dort ebenfalls möglich. Die Funktionen und Vorteile gegenüber anderen Systemen erläuterte Direktor Daniel Würgler von der Schweizer System Brunner AG in der KBA-Pressekonferenz.

Rapida 106: Flying JobChange und viele weitere Neuheiten

Für viele Besucher war die ausgestellte Sechsfarben-Rapida 106 mit Lackturm, DriveTronic SPC-Einzelantriebstechnik, KBA Plate-Ident zur Erkennung und registergenauen Positionierung der Druckplatten beim simultanen Einzug und Flying JobChange zum parallelen Rüsten während des Fortdrucks der IPEX-Höhepunkt im mittelformatigen Bogenoffset. Der Moderator stellte die technischen Highlights gleich zu Beginn vor, denn der Auftragswechsel zwischen diversen Fußball-Postern mit KBA Flying JobChange im fünften und sechsten Druckwerk war innerhalb weniger Sekunden vollzogen. Zu schnell für große Erklärungen. Sehr attraktiv für Drucker, die den Lack bei der Veredelung häufiger wechseln und sich dabei nicht gerne die Hände schmutzig machen, ist auch der Lackturm der Rapida 106. Die in die Leitstandbedienung integrierte viskositätsorientierte Lackversorgung, die automatische Reinigung des Lackkreislaufs und der automatisierte Lackplattenwechsel sind im Mittelformat auch bei hoch automatisierten Anlagen längst noch nicht selbstverständlich. Waschen von Gummituch- und Gegendruckzylinder mit CleanTronic Synchro parallel zum Plattenwechsel und die neue, vom Leitstand komplett voreinstellbare AirTronic High-Performance-Auslage für hohe Fortdruckgeschwindigkeiten, auch bei dünnen Materialien und im Wendebetrieb, sind weitere Neuheiten. Der Rüstzeitweltmeister hat gegenüber der Premiere zur drupa 2008 technologisch nochmals einen großen Sprung nach vorne gemacht und sich in der Top-Liga des Mittelformats an die Spitze gesetzt.

Rapida 105: beliebter Allrounder für Wachstumsmärkte

Stark gefragt in China, Indien, im Mittleren Osten, Lateinamerika und in vielen anderen Märkten ist die bewährte Allroundmaschine Rapida 105. Sehr robuste Bauweise und absolute Zuverlässigkeit zeichnen die mit HS-Paket bis 16.500 Bogen/h schnelle Anlage aus. Sie druckte in Birmingham mit fünf Farbwerken und Lackturm alkoholfrei Postkartenformen und London-Motive. Beim Auftragswechsel sorgen Plattenwechselvollautomaten, Videoregister ACR-Control, automatische Wascheinrichtungen, das Farbmess- und regelsystem DensiTronic für einen enormen Zeitgewinn. Einige Optionen der Rapida 106 wie DensiTronic PDF, automatische Lackversorgung und automatische Reinigung des Lackkreislaufs oder Nonstop-Einrichtungen an Anleger und Auslage sind auch für die Rapida 105 erhältlich. Das optionale Dünndruckpaket für Bedruckstoffe ab 0,04 mm, die CX-Version für Kartonagen bis 1,2 mm und die optionale Ausstattung für den Wellpappen-Direktdruck bis 1,6 mm sorgen für eine enorme Einsatzflexibilität. Mit ihren Leistungsdaten und Automatisierungsoptionen erreicht oder übertrifft die Rapida 105 das Niveau anderer Maschinen der 16.000er-Klasse, auch wenn diese zum Teil erst jetzt neu vorgestellt wurden.

Rapida 75E: weniger Energie und Platz für mehr Leistung

Die zur IPEX präsentierte neue E-Klasse der erst zur drupa 2008 vorgestellten Rapida 75 weist neben der optional auf 16.000 Bogen/h gesteigerten Druckleistung und der auf 0,8 mm (Option) ausgeweiteten Bedruckstoffdicke eine ganze Reihe weiterer Verbesserungen auf. Dazu zählen der neue, schallisolierte KBA-Anleger, die automatische Formateinstellung, die von den formatgrößeren Rapidas übernommenen Bogengreifer, Transferzylinder ohne Trommelkappen, blasluftgestützte Bogenführung inklusive einer neuen Bogenbremse in der Auslage, der halbautomatische Lackformwechsel und die Fernwartung übers Internet. Unter dem Strich konnten die Rüstzeiten um über 30 % auf ein sehr gutes Niveau im Wettbewerbsvergleich reduziert werden. In Birmingham wurde die Rapida 75 als Fünffarbenmaschine mit Lackturm und Auslageverlängerung, automatisiertem Plattenwechsel, Farbwerktemperierung, Walzen- und Gummituchwascheinrichtungen und KBA ErgoTronic-Leitstand bei verschiedensten Druckjobs gezeigt. Sie produzierte u. a. einen lackierten Planer für die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika mit Inline-Perforierung sowie London-Poster mit Matt- und Spot-Lackierung. Die auf der Basis intensiver Vergleichsmessungen erfolgte Vorstellung als Energiespar-Champion wurde mit einem kWh-Verbrauchs-Display an der Auslage und einem grünen Öko-Globus auf den Druckwerken unterstrichen. Wie alle Rapidas auf dem Messestand druckte sie ohne Alkohol. Zum Jahresende 2010 soll die auch im vergrößerten Sonderformat 60,5 x 75 cm erhältliche Rapida 75E als Wendemaschine bis hin zum 4 über 4-Druck lieferbar sein.


Rapida 75C und Rapida 66: Erweiterung des Kleinformatangebots

Mit der Rapida 75C (C = Commercial) bietet KBA nunmehr kleineren Druckereien mit wenig Platz, weniger Automatisierungsbedarf und begrenztem Budget zusätzlich eine im Bereich der Automatisierung etwas abgespeckte Variante als Zwei-, Vier- und Fünffarbenmaschine ohne Lackturm an. Die Rapida 75C hat eine Maximalgeschwindigkeit von 13.000 Bogen/h und wird vom Touchscreen-Display an der Auslage anstelle des bei der 75E üblichen ErgoTronic-Leitstandes bedient. Abgerundet nach unten wird die bis ins 2 m-Format reichende Rapida-Familie durch die Rapida 66 im früher sehr beliebten MO-Format 48,5 x 66 cm. Gegenüber einer A3-Maschine bietet sie ein fast doppelt so großes Format bei etwa gleichen Investitionskosten. Anstelle von nur zwei DIN A4-Seiten passen vier A4-Seiten auf einen Bogen. Hinzu kommt der im Vergleich zu klassischen Halbformatmaschinen wesentlich geringere Platz- und Energiebedarf der Rapida 66. Sie überzeugt zusätzlich durch ihre praxisorientierte Automatisierung und Bedienungsfreundlichkeit.

Genius 52UV: nicht Alltägliches auch über Webto-Print

Die im Format kleinste, im Design ungewöhnlichste und in der Bedruckstoffpalette flexibelste KBA-Bogenmaschine ist die Genius 52UV von KBA-Metronic. Sie begeisterte zur IPEX wiederum die Fachbesucher, die für sich angesichts des harten Preiswettbewerbs in den Standard-Märkten nur noch eine Chance in der Nische mit nicht alltäglichen Druckprodukten auf ungewöhnlichen Materialien sehen. Auch im Web2Print-Segment findet die Genius 52UV seit einiger Zeit immer mehr Anhänger. Typische Genius-Bedruckstoffe sind unterschiedlichste Folien bis 0,8 mm Stärke, teuere Papiere, alukaschierter Karton und auch schon mal Holz, wie bei einem Genius-Drucker in der Schweiz. Der Phantasie und Kreativität sind bei der Genius 52UV nicht so enge Materialgrenzen gesetzt wie bei normalen Offsetmaschinen im B3-Format. Smart Cards, Mousepads, Sticker, Lentikularbilder, Speisekarten auf Plastik oder Verpackungsmuster auf Karton in kleinen Auflagen - die Palette ist fast unerschöpflich. Ein besonderer Vorteil der ohne Feuchtwerke und Zonenschrauben druckenden Genius 52UV liegt in der geringen Anlaufmakulatur von in der Regel nur 10 Bogen wie auf der IPEX immer wieder live demonstriert. Darauf kommt es bei teueren Materialien und kleinen Auflagen besonders an. Die präsentierte Fünffarbenmaschine mit UV-Lackwerk und Auslageverlängerung zeigte auf Lentikularfolie, Mousepadfolie, Chromolux-Folie, Karton und PVC einen kleinen Ausschnitt aus ihrem breiten Druckprogramm.

Wie KBA-Marketingdirektor Klaus Schmidt in der IPEX-Pressekonferenz mitteilte, sind von der UV-Genius inzwischen etwa 150 Maschinen im Markt. Die Tatsache, dass ein weiterer großer Druckmaschinenhersteller zur IPEX 2010 etwa 15 Jahre nach KBA-Metronic mit seiner Anicolor-Maschine ebenfalls die Stärken des wasserlosen UV-Offsetdrucks entdeckt habe, zeige, dass man mit der Genius 52UV auf dem richtigen Weg sei. Das Engagement anderer könne den wasserlosen Druck nur beflügeln, egal ob mit oder ohne UV. In den vergangenen 15 Jahren habe KBA mit der 74 Karat, der Rapida 74G, der Genius 52UV und der Zeitungsrotation Cortina die Entwicklung dieses umweltfreundlichen Verfahrens nahezu im Alleingang vorangetrieben. Hier sei etwas Unterstützung durchaus willkommen.

Green Printing bleibt für KBA ein Dauerthema

Aus Platz- und Kostengründen hat KBA zur IPEX auf einen speziellen Öko-Bereich wie noch zur drupa 2008 verzichtet. Man betonte allerdings, dass man schon zur drupa 2000 als erster Hersteller mit der damaligen Rapida 105 eine emissionsreduzierte Bogenoffsetmaschine vorgestellt und das Öko-Zertifikat der zuständigen Berufsgenossenschaft erhalten habe. Dieses Zertifikat gilt heute von der Rapida 75 bis zur Rapida 205. Energieeffiziente Drucktechnik, der umweltorientierte Wasserlos-Offset, der Druck ohne Alkohol im Nassoffset und die Reduzierung von Lärm, Staub und CO2-Emissionen seien bei KBA Dauerthemen.

Workflow-Optimierung mit KBA Complete und Logica

Die Berater von KBA Complete und der Partner Hiflex und Logica Sistemi informierten über bewährte Lösungen zur betrieblichen Workflow- und Prozessoptimierung mit KBA LogoTronic professional, Branchensoftware von Hiflex-MIS für größere und Logica WorkflowSelect für kleinere Druckereien sowie Web2Print-Systeme.

Zusätzlich nutzten vor allem Druckfachleute aus Osteuropa und Fernost die von KBA angebotene Gelegenheit, in Birmingham nicht ausgestellten Großformatanlagen, lange Wendemaschinen sowie Rollenoffset- und Zeitungsdruckmaschinen bei englischen Kunden zu besichtigen.

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