Kohlekraftwerk in Berlin verhindert: Bundesweite Signalwirkung

Die Klima-Allianz feiert den Rückzug von Vattenfall / Gas ist Alternative zu Kohle / Vattenfall kann Druck der Proteste nicht standhalten

(PresseBox) (Bonn, ) Die Klima-Allianz begrüßt die nach massiven Protesten in Berlin erfolgte Abkehr Vattenfalls vom Neubau eines Kohlekraftwerks in Berlin-Lichtenberg. Damit bleibt Berlin ein großes CO2-Monster erspart. Gleichzeitig zeigt sich einmal mehr, dass der Protest Wirkung hat, dass Politik und Wirtschaft nicht gegen den Willen der Bevölkerung ein Kohlekraftwerk bauen können und sich stattdessen mit anderen Energiequellen auseinandersetzen müssen.

Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH): "Die Entscheidung von Vattenfall ist ein erfreulicher Beweis dafür, dass Stromkunden heute erfolgreich Einfluss nehmen können auf die Geschäftspolitik ihrer Stromversorger. Vattenfall reagiert auf den steten Verlust von Kunden an Ökostromversorger. Für Berlin ist die Entscheidung ein großer Schritt in Richtung Klimaschutz, der gleichzeitig beweist, dass sich neue hocheffiziente Gaskraftwerke in Deutschland ebenso wirtschaftlich betreiben lassen wie moderne Biomassekraftwerke."

Auch Andreas Jarfe, Geschäftsführer des BUND Berlin, ist mit der Vattenfall-Entscheidung zufrieden.?"Das ist ein großer Erfolg für uns. In Berlin kein neues Kohlekraftwerk zu bauen, ist klima- und wirtschaftspolitisch die einzig logische Konsequenz. Die Klima- und Wirtschaftskrise eröffnet uns Chancen, die nur durch einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien als Arbeitsplatzmotor zu erreichen sind."

Jürgen Maier, Mitglied des SprecherInnenrats der Klima-Allianz und Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, sieht in der Berliner Entscheidung "eine Ermutigung für alle anderen Bürgerinitiativen an den weiteren Kohlekraftwerksstandorten in Deutschland, in ihrem Protest nicht nachzugeben. Berlin beweist, dass ein entschlossenes Engagement von Bürgern Erfolg hat. Hätten sich die Bürger nicht hartnäckig gewehrt, würde Vattenfall weiterhin auf Kohle setzen. Auch woanders in der Republik wächst der Widerstand und wackeln in Folge dessen immer mehr Kohlekraftwerke. Wir sind zuversichtlich, dass Berlin nicht das letzte verhinderte Kohlekraftwerk war."

Mike Kess, Sprecher der Bürgerinitiative "Nein zum Kohlekraftwerk" in Berlin-Lichtenberg sieht das genauso, er hat den Protest vor Ort begleitet. "Wir waren uns von Anfang an im Klaren darüber, dass der Protest gegen Vattenfall ein David gegen Goliath-Kampf wird. Aber wir haben bewiesen, dass mit Engagement und Hartnäckigkeit auch ein großer Gegner in die Knie gezwungen werden kann."

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.