ENBW: Lernen von Vattenfall in Berlin!

ENBW: übernimmt Führung für Steinkohlekraftwerksprojekt im Emsland / Schweizer Unternehmen zieht sich aus ökologischen Bedenken zurück

(PresseBox) (Bonn, ) Das Schweizer Energieunternehmen BKW hat nach langer Suche einen Hauptinvestor für sein umstrittenes Kohlekraftwerksprojekt gefunden - den deutschen Energiekonzern EnBW, der mit 75,1% in die Führung einsteigen wird.

Daniela Setton, Kohleexpertin der Klima-Allianz, hält diese Entscheidung für fatal. "Das Schweizer Unternehmen zieht sich von den Planungen zurück und will sich vollständig von der Unternehmung trennen, weil die Eigentümerin der BKW, die Berner Kantonsregierung, ein Kohlekraftwerksprojekt ökologisch für nicht verantwortbar hält, wie die Kantoner Regierungspräsidentin Barbara Egger mitteilte. EnBW hat dagegen kein Problem, jedes Jahr mehr als fünf Millionen Tonnen CO2 zu emittieren. Während die Schweizer zukünftig auf Erneuerbare Energie setzen, will EnBW immer noch Klimakiller bauen."

Die von EnBW verbreitete Erklärung hält Setton denn auch als typisches Beispiel für die Verbreitung der Stromlückenlüge. "EnBW behauptet, auch in Zukunft würden konventionelle Kohlekraftwerke benötigt, um den Energiebedarf zu decken. Das stimmt schlichtweg nicht. Bereits jetzt produziert Deutschland mehr Energie als es selbst benötigt. EnBW sollte wie andere Energiekonzerne zukünftig auf Gas und Erneuerbare Energien setzen. Außerdem ist das geplante Kraftwerk eben nicht hochmodern und effizient: Es gibt keinen Abnehmer für die Wärme, eine Kraft-Wärme- Kopplung ist also derzeit nicht realisierbar. Schon das beweist: Es geht EnBW ums Geld, nicht um zukunftsfähige Energietechnologien".

"Den Einstieg von EnBW werden die Bürger vor Ort nicht dulden. Die Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen wird weiterhin mit Unterstützung der bundesweiten Klima-Allianz den Protest organisieren. Wir haben in Berlin das Kohlekraftwerk von Vattenfall verhindert und sind auch für Dörpen optimistisch," so Setton abschießend.

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