Gebäudeautomation für sensible Kulturwerte

(PresseBox) (Berlin, ) Museen und Ausstellungshäuser mit ihren sensiblen Kulturwerten stellen hohe Anforderungen an die Regelung von Klima und Beleuchtung. Gebäudeautomations- und Gebäudemanagementsysteme bieten umfassende Lösungen, die den Museumsleitern und Museumsbetreibern ihre schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe erleichtert.

Die oft einzigartigen und unersetzbaren Exponate in den Museen verlangen genau definierte und stabile Raumbedingungen, damit sie keinen Schaden nehmen. Die Besucher wollen ihren Museumsbesuch in einem behaglichen Klima genießen. Und nicht zuletzt brauchen die Mitarbeiter eine gesunde und angenehme Arbeitsumgebung.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen in den verschiedenen Ausstellungs- und Depoträumen genau definierte Sollwert einhalten, gleiches gilt für die Lichtverhältnisse. Dabei genügt es nicht, äußere Einflüsse wie die Außentemperatur zu beachten, die Klimaregelung muss auch unterschiedliche und stark wechselnde Besucherzahlen berücksichtigen.

Diese kontrollierte Klimatisierung muss einfach bedienbar sein, jederzeit transparent überwacht werden können und nötigenfalls schnelle Eingriffe ermöglichen. Oft verlangen Leihgeber oder Versicherungen auch, dass Werte wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur dokumentiert werden, um jederzeit überprüfen zu können, ob die festgelegten Werte wirklich eingehalten wurden.

Alle diese Anforderungen können erfüllt werden, wenn Museen und Ausstellungshäuser mit moderner, intelligenter Gebäudeautomation ausgestattet werden.

Um unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden, Klima und Umwelt zu schützen und auch die zunehmend knappen Kassen zu schonen spielt auch die Energieeffizienz eine immer größere Rolle. Gebäudeautomation sorgt dafür, dass nur soviel Energie eingesetzt wird wie für eine optimale Raumklimatisierung wirklich nötig ist.

Hinzu kommt, dass Museen oft in historischen Gebäuden untergebracht sind, sodass sich Eingriffe in die Bausubstanz für die Installation der Gebäudetechnik verbieten. Auch hier bietet die Gebäudeautomation Lösungen.

Wie Gebäudeautomations- und Gebäudemanagementsysteme von Kieback&Peter bei unterschiedlichsten Rahmenbedingungen die konservatorischen Anforderungen der Museumsbetreiber mit Wohlfühlklima für die Besucher und angenehmen Arbeitsbedingungen für die Angestellten verbinden, zeigen die folgenden exemplarischen Beispiele.

Weimar - Schiller-Museum

Das Schiller-Museum in Weimar entstand 1988 als Anbau an das historische Wohnhaus Friedrich Schillers. Es war der einzige Museumsneubau der ehemaligen DDR. Die drei Ausstellungsbereiche haben eine Gesamtfläche von ca. 400 Quadratmetern.

Nach einer zwischenzeitlichen Büronutzung wurden die Ausstellungsräume 1999 wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt und bis 2006 für verschiedene Wechselausstellungen genutzt. Zu dieser Zeit kam der Wunsch auf, auch Ausstellungen mit konservatorisch sensiblen Objekten präsentieren zu können. Dafür war es notwendig, stabile Raumbedingungen hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit sicherstellen zu können.

Deshalb erhielt das Museum in den Jahren 2007 und 2008 eine moderne Klimaanlage, es wurde neue Brandschutz- und Sicherheitstechnik installiert und die Elektro- und Beleuchtungsanlagen erneuert.

Heizung und Klima wurden in ein modernes Gebäudeautomationssystem integriert. Das Automationssystem DDC4000 von Kieback&Peter steuert Kesselanlage, Kaltwassersatz, Klimaanlage und Induktions-Deckenkühlsystem. Auch eine noch aus DDR-Zeiten stammende elektrische Fußbodenheizung konnte in das System integriert werden. Das Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT von Kieback&Peter zeichnet die Daten der rund 450 Datenpunkte auf und protokolliert auch die Verbrauchswerte.

Durch genaue Regelung der Anlagen und des Raumklimas sorgt die Gebäudeautomation in den Ausstellungsräumen für genau definierte Umgebungsbedingungen, so dass auch empfindliche Werke ausgestellt werden können. Wie zuverlässig die Anlage arbeitet, wurde inzwischen mehrfach unter Beweis gestellt. Auch bei gut besuchten Ausstellungseröffnungen mit bis zu 35 °C Außentemperatur und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit wurden die hohen Anforderungen an das Raumklima problemlos erfüllt.

Brühl - Max Ernst Museum

Das 2005 eröffnete Brühler Max Ernst-Museum zeigt als erstes und einziges Museum weltweit einen umfassenden Überblick über das Oeuvre des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst (1891 bis 1976). Es liegt in unmittelbarer Nähe des Geburtshauses des "DadaMax". Die Dauerausstellung der Bilder und Plastiken umfasst 930 Quadratmeter. Außerdem gibt es einen Veranstaltungssaal für 340 Personen und einen 500 Quadratmeter großen Bereich für Wechselausstellungen.

Die Anforderungen an das Raumklima sind in allen Räumen hoch, besonders auch im Bereich der Wechselausstellungen. Die Leihgeber der hochkarätigen Werke erwarten, dass die festgelegten Werte für Temperatur und Luftfeuchtigkeit genau eingehalten werden, damit die Kunstwerke keinen Schaden nehmen.

Dafür, dass die strengen Vorgaben genau und sicher eingehalten werden, sorgt die Gebäudeautomation von Kieback&Peter. Das Automationssystem überwacht und regelt in Verbindung mit dem Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT das Klima in den Räumen.

Das Max Ernst Museum wird vom Landschaftsverbandes Rheinland getragen. Die GLT ist über das Software-Modul SM200 PHWIN mit einem Bedienplatz im Landesmuseum in Bonn verbunden, das ebenso in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes ist. Per Ferndiagnose und Fernbedienung kann dort jederzeit geprüft werden kann, ob die Raumbedingungen in Brühl eingehalten werden und gegebenenfalls eingegriffen werden.

Köln - Museum Schnütgen

Das Kölner Museum Schnütgen beherbergt eine der wichtigsten Mittelaltersammlungen der Welt. Sie umfasst Holz- und Steinskulpturen ebenso wie Schätze aus Bronze, Silber, Gold und Elfenbein. Ausstellungsraum ist die romanische Cäcilienkirche, eine dreischiffige Pfeiler-Basilika aus dem neunten Jahrhundert.

Damit die hochempfindlichen Exponate keinen Schaden nehmen, ist es notwendig, Temperatur und Raumfeuchte genau zu kontrollieren und zu regeln. Eingriffe in die Bausubstanz des über tausend Jahre alten denkmalgeschützten Kirchenraums waren allerdings nicht möglich. Deshalb wird zu Überwachung und Regelung der Raumbedingungen moderne Solarfunk-Technologie eingesetzt. Die vier installierten Messwertgeber von Kieback&Peter brauchen für die Energieversorgung keine Verkabelung, sie nutzen dafür das vorhandene Umgebungslicht.

Auch bei den schwierigen Lichtverhältnissen im Museum arbeiten die solarbetriebenen Messwertgeber zuverlässig. Sie übertragen die Messdaten per Funk, so dass auch für die Kommunikation keine Kabel benötigt werden. Ein Funkumsetzer empfängt die Funksignale und gibt die Daten an eine Automationsstation weiter. Diese sorgt für die stabilen Umgebungsbedingungen, die die empfindlichen Ausstellungstücke benötigen.

Mit modernster Technik von Kieback&Peter gelang es eine zuverlässige Regelung zu schaffen, die Raumbedingungen sicherstellt, unter denen die Kunstwerke auch für die nächsten Jahrhunderte erhalten werden.

Schweinfurt - Kunsthalle

Seit Ende Mai 2009 dient das historische "Ernst-Sachs-Bad" als neues Domizil der Kunsthalle Schweinfurt. Das vom Architekten Roderich Fick entworfene Gebäude wurde in den 30er Jahren als Stiftung des Industriellen Ernst Sachs errichtet.

Nach dem Umbau beherbergt das Gebäude auf 2.200 Quadratmetern Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen, Werkstätten und Depots. Attraktive Sammlungen und mehr als 500 Veranstaltungen lockten bereits im ersten Jahr nach der Eröffnung rund 65.000 Besucher in das Haus.

Bei dem Umbau für die neue Nutzung als Kunsthalle wurde die gesamte Haustechnik erneuert. Die von Kieback&Peter realisierte Gebäudeautomation regelt und überwacht das Klima effizient, energiesparend und betriebssicher und sorgt sowohl in den Ausstellungsräumen mit den empfindlichen Kunstgegenständen als auch in allen anderen Bereichen des Museums für optimale Umgebungsbedingungen.

Sieben Automationsstationen steuern die Wärme- und Kälteversorgung. 210 Messwertgeber liefern die Daten, mit denen sie das Raumklima ständig im optimalen Bereich halten. Vor Ort wird das System über das Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT bedient. Aber auch das zentrale Gebäudemanagement der Stadt Schweinfurt, die viele Gebäude mit Gebäudeautomation von Kieback&Peter ausgestattet hat, kann über Ethernet und ihr Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT auf das die Gebäudeautomation der Kunsthalle zugreifen und sie bedienen.

Schwerin - Staatliches Museum

Das Staatliche Museum Schwerin beherbergt eine bedeutende Sammlung niederländischer und flämischer Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts. Außerdem sind Werke von Ernst Barlach, Pablo Picasso, John Cage, Sigmar Polke, Marcel Duchamp ausgestellt.

Das Museum, ein Bau des Architekten Hermann Willebrand, wurde im Jahre 1882 eröffnet. Der neoklassizistische Bau liegt in unmittelbarer Nähe zum Schweriner Schloss.

Ein Automationssystem von Kieback&Peter steuert sechs Klimaanlagen und eine Doppelkessel-Heizanlage mit fünf Heizkreisen. In den Ausstellungsräumen überwachen drahtlose Funk-Messwertgeber die Temperatur und die Luftfeuchte und sorgen so für das richtige Klima für die empfindlichen Kunstwerke und die Besucher. Die Funk-Module wurden nicht ohne Eingriffe in die Bausubstanz im laufenden Betrieb installiert.

Überwacht und bedient wird das Automationssystem über das Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT. Auf der Neutrino-GLT werden darüber hinaus auch alle Klimadaten aus den Museumsräumen aufgezeichnet.

Kieback&Peter GmbH & Co. KG

Das Unternehmen, das 2007 achtzig Jahre alt geworden ist, wurde 1927 in Berlin von Dr.-Ing. Erich Kieback und Dipl.-Ing. Paul Peter als Fabrik für selbsttätige Regler gegründet. Schon damals stand der Name Kieback&Peter für Qualität und Kompetenz. Mit enger Kundenorientierung, fundiertem Know-how und Innovationskraft hat Kieback&Peter in den acht Jahrzehnten seit der Unternehmensgründung seine Position auf dem Markt immer weiter gefestigt und ausgebaut.

Heute beschäftigt Kieback&Peter in Deutschland und in den Repräsentanzen in Österreich, Frankreich, Italien, Polen, den Niederlanden, Mazedonien, der Schweiz, Russland und China mehr als 900 Mitarbeiter und hat zahlreiche Partner in weiteren europäischen Ländern. Die Gründung weiterer Repräsentanzen im Ausland ist geplant.

Kieback&Peter ist etablierter Hersteller hochwertiger und innovativer Regelungstechnik für HLK-Anwendungen und computergestützter Gebäudeleittechnik und gleichfalls ein Serviceunternehmen und ein kompetenter Dienstleister.

Der Technologiebereich Forschung und Entwicklung sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. In der Produktion in den Werken Mittenwalde (Bundesland Brandenburg) und Trier setzt Kieback&Peter modernste Fertigungstechnologie ein.

Das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem mit den strengen Maßstäben auf Basis der DIN EN ISO 9001 gewährleistet, dass die Kunden von Kieback&Peter stets qualitativ hochwertige Produkte erhalten. Außerdem ist Kieback&Peter gemäß DIN EN ISO 14001 "Umweltmanagement" zertifiziert. Die ständige Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität und die Verhütung von Umweltbelastungen sind für Kieback&Peter erklärter Teil der Unternehmenspolitik.

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