15 Jahre Klimaschutz fürs Land

Landesenergieagentur KEA unterstützt Kommunen und Unternehmen seit 1994 beim Energiesparen

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Geschäftsführer Volker Kienzlen: Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sind Schlüssel für geringere Energiekosten und mehr Klimaschutz.

Die Bedeutung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird immer größer - in wirtschaftlicher Hinsicht wie auch für den Klimaschutz. Kommunen und Unternehmen in Baden-Württemberg seien bei der Nutzung der neuen Energietechniken auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ende des Möglichen, so Dr. Volker Kienzlen, der Geschäftsführer der landesweiten KEA Klimaschutz- und Energieagentur. Auf einem Symposium in Karlsruhe anlässlich des 15jährigen Bestehens der Landesenergieagentur riet der KEA-Leiter zu mehr Anstrengungen, um den Energieverbrauch im Land zu verringern und nachhaltig zu gestalten. Vor allem im Gebäudebereich seien noch große Effizienzpotenziale vorhanden. Zu den Rednern des Jubiläums gehörte unter anderem die Landesumweltministerin Tanja Gönner, die den Anteil der KEA am Klimaschutz in Land hervorhob.

"In den vergangenen Jahren hat der Klimaschutz in Städten, Gemeinden und der Wirtschaft einen hohen Stellenwert erhalten. Gerade bei Investitionsentscheidungen müssen aber die Klimafolgen und die Betriebskosten der nächsten Jahrzehnte noch stärker als bisher in das Blickfeld rücken", so Volker Kienzlen. Für Gebäude etwa bedeute das, noch bessere bauliche Standards als vorgeschrieben zu realisieren. Nur so seien Schulen oder Verwaltungsgebäude auch langfristig wirtschaftlich zu betreiben.

Aufgabe der KEA ist seit 1994 die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik des Landes Baden-Württemberg durch Beratung der Ministerien, Unterstützung von Kommunen, kirchlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Energieeinsparung, rationeller Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Baden-Württemberg.

"Städte und Gemeinden haben vielfach Netzwerke rund um die Themen Energie und Klimaschutz aufgebaut. Die KEA ist dabei ein unverzichtbarer strategischer Berater für die Kommunen", stellte der Ravensburger Oberbürgermeister Professor Herrmann Vogler in seiner Rede fest. Professor Frithjof Staiß, der geschäftsführende Vorstand des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sagte anlässlich des Symposiums: "Global denken und lokal handeln ist heute wichtiger denn je. Wir brauchen eine starke KEA als Bindeglied, damit aus politischen Zielen sichtbare Erfolge werden." Dr. Joachim Nitsch, Systemanalytiker und Vertreter des Landesnaturschutzverbandes erwartet von der KEA, dass sie sich für 20 Prozent Energieeinsparung und einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch einsetzt.

Volker Kienzlen ist sich sicher: "Wenn es die KEA nicht schon seit 15 Jahren gäbe, müsste man sie spätestens jetzt gründen." Um die Energieeffizienzziele zu erreichen, reiche eine Institution wie die KEA aber nicht aus. Neben einem kompetenten und neutralen Berater bedürfe es in den Kommunen eines "Kümmerers": "Jede Kommune braucht mindestens eine Kraft, die bei Entscheidungen der Gemeinde auf die langfristigen Klimafolgen und finanziellen Konsequenzen der Entscheidungen achtet. Das kann der Bürgermeister sein, der Gemeinderat oder Mitarbeiter der Verwaltung."

Die Dienstleistungen der KEA sind vielfältig: Die Institution mit Sitz in Karlsruhe betreut mehrere Förderprogramme des Landes rund um Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Daneben erarbeiten die Experten aus Karlsruhe Klimaschutz- und Energiekonzepte für Kommunen jeder Größe und prüfen dabei Möglichkeiten für den wirtschaftlichen Einsatz erneuerbarer Energien. Ein besseres Energiemanagement unterstützt Kommunen und Unternehmen beim sparsamen Betrieb ihrer Schulen, Rathäuser und Bürogebäuden. Mit Contracting können Kommunen Investitionen in Energieeffizienz umsetzen, auch wenn die erforderlichen Investitionsmittel nicht im Haushalt verfügbar sind. Hier ist die KEA Projektsteuerer. Darüber hinaus leitet die KEA das Programm Zukunft Altbau, das im Auftrag des Umweltministeriums Hausbesitzer über den Nutzen einer energetischen Altbaumodernisierung aufklärt.

Die KEA wurde auf Initiative der Landesregierung gegründet. Neben dem Land als Hauptgesellschafter sind der Verband für Energie- und Wasserwirtschaft VfEW, das Handwerk über den BWHT, die Architektenkammer, der Sägewerksverband, die Landesbank und der Landesnaturschutzverband sowie weitere Verbände Mitgesellschafter der Landesenergieagentur.

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