Computer sollen selbständig werden

16. AIK-Symposium diskutiert Aufbau und Einsatz organischer Computer

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Wenn es der Forschung gelingt, ihre Vision von lebensähnlichen Computern umzusetzen, werden in Zukunft beispielsweise Verkehrsampeln ohne eine zentrale Steuerung selbständig entscheiden, wann sie von rot auf grün umschalten, und autonome Roboter werden alleine erkennen, welche Bodenfläche noch nicht von ihren Kollegen in der Putzkolonne gereinigt worden ist. Ampeln und Roboter tauschen ihre Informationen selbstorganisiert ohne den Umweg über einen Zentralrech¬ner untereinander aus. Diese Unabhängigkeit von zentralen Steuerungsinstanzen führt zu einer größeren Zuverlässigkeit und besseren Möglichkeiten der Anpassung an lokale Gegebenheiten.

Damit sich technische Systeme, die aus einer Vielzahl von Einzel¬komponenten bestehen selbst organisieren können, soll nach Meinung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Systemaufbau „lebensähnlicher“ werden und organischen Systemen, wie etwa Insektenstaaten, nachempfunden werden. Beim

16. AIK-Symposium „Organic Computing“
am Freitag, 28. Oktober 2005, 14.00 Uhr im Renaissance Karlsruhe Hotel,
Mendelssohnplatz, Karlsruhe

referieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über Technologien für den Aufbau solcher organischen Computersysteme. Sie stellen Lösungsideen, Einsatzgebiete und bereits prototy¬pisch realisierte Anwendungen vor. Das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Universität Karlsruhe (TH) und der Verein Angewandte In¬formatik Karlsruhe e.V. (AIK) laden dazu Interessenten aus Forschung und Praxis herzlich ein.

„Organische Computer sind selbstorganisierende Systeme, die sich dynamisch an die jeweiligen Umgebungsbedingungen anpassen. Sie können sich selbst konfigurieren, ihre Handlungsabläufe selbständig verbessern, sich vor Angriffen schützen und bei Bedarf sogar selbst heilen“, erklärt Professor Dr. Hartmut Schmeck, Institutsleiter am AIFB und Koordinator des neuen DFG-Schwer¬punktprogramms „Organic Computing“. In diesem bundesweiten Forschungsvorhaben untersu¬chen Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen, wie man technische Systeme zukünftig auslegen muss, damit sie sich ohne explizites Zutun des Menschen und ohne zentrale Steuerung autonom organisieren können. „Die Computer der Zukunft werden sich viel mehr als heute an den Menschen und die Belange des menschlichen Zusammenleben anpassen“, so Schmeck.

In den nächsten Jahren will die Forschung Konzepte zur Realisierung organischer Systeme entwi¬ckeln und bis 2010 erste Prototypen vorstellen können. Diesen Zeitrahmen haben die Informatik- und Elektrotechnik-Fachgesellschaften GI, ITG und VDE im gemeinsamen Positionspapier „Organic Computing - Computer- und Systemarchitektur im Jahr 2010“ abgesteckt.

Beim 16. AIK-Symposium „Organic Computing“ werden die Referenten neben den bereits erwähnten Beispielen grundlegende Fragen zu organischen Computern behandeln, vorhandene Teillösungen und Problemfelder aufzeigen und Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der Wirtschaft vorstellen. Das genaue Programm und das Anmeldungsformular sind im Internet unter www.aik-ev.de, (Stichwort: Veranstaltungen) bereitgestellt. Teilnehmen können alle Interessenten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Pressevertreter sind herzlich zur kostenlosen Teilnahme eingeladen.


Ansprechpartner für Interviews:

Prof. Dr. Hartmut Schmeck
Telefon: 0721/608-4242
E-Mail: schmeck@aifb.uni-karlsruhe.de
Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB)
Universität Karlsruhe (TH)

Dr. Jürgen Branke
Telefon: 0721/608-6585
E-Mail: jbr@aifb.uni-karlsruhe.de
Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB)
Universität Karlsruhe (TH)


Anmeldungen:
Ingeborg Götz
Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB)
Universität Karlsruhe (TH)
Telefon: 0721/608-3679
Fax: 0721/608-6581
E-Mail: ig@aifb.uni-karlsruhe.de
www.aik-ev.de

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