King Sturge Immobilienkonjunktur-Index: Optimisten und Pessimisten halten sich nahezu die Waage

(PresseBox) (Berlin, ) .
- Investitionsbereitschaft erzielt mit 110,8 Punkten neuen Höchststand seit Erhebungsbeginn
- Nutzernachfrage und Mietentwicklung 11,6 Prozent besser bewertet als im Vormonat
- Immobilienkonjunktur könnte mit deutlichem Anstieg um 5,7 Prozent neuen Marktzyklus einleiten

Der monatlich erhobene King Sturge Immobilienkonjunktur-Index setzt in seiner April-Befragung von rund 1.000 Marktteilnehmern seinen Wachstumskurs des Vormonats mit Schwung fort. Das umfragebasierte Immobilienklima dokumentiert den deutlichen Stimmungsanstieg der Branche und steigt um 9,1 Prozent von 90,0 auf 98,3 Zählerpunkte. Somit nähert sich die Stimmung der Schwelle von 100 Zählerpunkten, die ein ausgeglichenes Verhältnis optimistischer und pessimistischer Einschätzungen anzeigt. Das Wachstum beruht vor allem auf der Entwicklung des Ertragsklimas, einem Teilindikator des Immobilienklimas. So werden Nutzernachfrage und Mietentwicklung im April mit 86,2 Zählerpunkten 11,6 Prozent besser bewertet als im Vormonat (77,2 Punkte). Die Befragten sind jedoch mehrheitlich noch eher skeptisch eingestellt. Das Investmentklima, zweiter Teilindikator des Immobilienklimas, das Kaufpreisentwicklung und Investitionsnachfrage anzeigt, wird hingegen zum zweiten Mal in Folge mehrheitlich positiv bewertet. Das Investitionsklima wächst um 7,1 Prozent und erreicht mit 110,8 Punkten (Vormonat: 103,4) seinen höchsten Wert seit Beginn der Erhebung im Januar 2008. Auch die auf makroökonomischen Monatsdaten beruhende Immobilienkonjunktur verzeichnet einen stabilen Zuwachs um 5,7 Prozent.

"Die Stimmung in der Immobilienwirtschaft ist mittlerweile fast wieder so gut wie vor dem Lehman-Crash", sagt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. "Und auch die harten immobilienökonomischen Daten liegen derzeit auf einem Niveau, das die schlimmsten Verluste durch die Finanzkrise kompensiert hat. Dennoch: Die Situation ist nach wie vor äußerst fragil, Rückschläge werden kaum zu vermeiden sein. Dies zeigen auch die akuten Risiken in einigen europäischen Volkswirtschaften. Diese könnten nicht nur auf die europäische Gemeinschaftswährung weiteren Druck ausüben, sondern auch auf weitere Bereiche der internationalen Finanzmärkte."

Handelsegment erstmals seit knapp zwei Jahren wieder über 100er-Schwelle

Unter den Segmentklimata bewerten die befragten Marktteilnehmer das Handelsegment erstmals seit knapp zwei Jahren mit 102,9 Zählerpunkten wieder mehrheitlich positiv (6,5prozentiger Anstieg im Vergleich zum Vormonatswert von 96,6 Punkten). Das mit 14,7 Prozent größte Wachstum verzeichnet das Büroklima, das im April bei 79,3 Punkten (Vormonat: 69,2) liegt, doch seinen Vertrauensverlust in Folge der Finanzkrise noch nicht vollständig kompensiert hat. Das Wohnklima erreicht mit einem Anstieg um 4,8 Prozent mit 138,3 Punkten einen neuen Höchststand (Vormonat: 131,9). Die Polarisierung zwischen Wohn- und Bürosegment, zwischen denen knapp 60 Zählerpunkte liegen, hält somit an.

Die aus den makroökonomischen Rahmendaten von DAX, Dimax, ifo-Geschäftsklima und Zinsen generierte Immobilienkonjunktur liegt mit 182,5 Zählerpunkten (Vormonat: 172,7) aktuell etwa auf dem Niveau von Ende 2005, dem Beginn der vergangenen Boomphase. Die Einbrüche seit dem Lehman-Crash erscheinen größtenteils kompensiert, so dass ein neuer Marktzyklus eingeleitet werden könnte - wenn es keine Rückschläge gibt.

"Sicher, die Angst vor einem Zusammenbruch der Finanz- und Immobilienmärkte ist überwunden, und die Situation in Deutschland zeigt sich erfreulich solide", erklärt Hettrich. "Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Für viele Investments, die noch während der Hochpreisphase getätigt wurden, stehen in den kommenden zwölf bis 18 Monaten Refinanzierungen an", so Hettrich weiter. "Hier kommt es einerseits auf die weitere Marktentwicklung und andererseits auf die jeweilige Situation des Portfolios oder des Einzelinvestments an. Ob einzelne Portfolios aus den jüngsten Schlagzeilen prägend für den Standort Deutschland sind, dürfte eher angezweifelt werden."

Über King Sturge Immobilienkonjunktur-Index

In Anlehnung an den ifo-Geschäftsklimaindex, den ZEW-Konjunkturerwartungsindex und den GfK-Konsumklimaindex wird der King Sturge Immobilienkonjunktur-Index monatlich aus den beiden Komponenten aktuelle Geschäftslage und Erwartungen bestimmt. Während das Immobilienklima konjunkturelle Wendepunkte in der Immobilienwirtschaft aufzeigt, ermöglicht die Immobilienkonjunktur, in die statistische makroökonomische Monatsdaten wie DAX, Ifo-Geschäftsklimaindex, DIMAX und Basiszinsen einfließen, Aussagen über den aktuellen Stand innerhalb der makroökonomischen Entwicklung. Als wissenschaftlicher Berater wurde das unabhängige Marktforschungsunternehmen BulwienGesa AG mit der Durchführung der monatlichen Erhebung beauftragt. Auf der Webseite www.immokonjunktur.de können Panelmitglieder ihre Meinungsbilder zu Investment- und Nutzernachfrage, den Miet- und Kaufpreisen sowie zu gesamtwirtschaftlichen Parametern angeben.

Jones Lang LaSalle GmbH

King Sturge gehört zu den größten unabhängigen, inhabergeführten Immobilienberatern Europas. Mehr als 3.800 Mitarbeiter in 100 Büros weltweit bieten einen umfassenden Service. Neben Finanzexperten, Projektentwicklern, Investoren und Bildungseinrichtungen gehören auch Regierungen und Lokal- bzw. Regionaladministrationen zu den Kunden des Unternehmens. Darüber hinaus bietet King Sturge umfassende Expertise bei Marktanalysen. Mit Standorten in Frankfurt/Main und Berlin plant King Sturge, auf dem deutschen Dienstleistungsmarkt nachhaltig zu wachsen.

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