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Schwarze Löcher im Labor?
Frankfurter Theoretiker berechnen Chancen für die Entstehung winziger schwarze Löcher am CERN
Für die theoretische Physik wäre die Entdeckung der sehr leichten Schwarzen Löcher von großer Bedeutung. Bisher ist es nicht gelungen, die beiden erfolgreichsten Theorien des 20. Jahrhunderts - die Quantentheorie und die Relativitätstheorie - in Einklang zu bringen. Für gewöhnlich ist das nicht störend, denn quantentheoretische Effekte machen sich im Mikro-kosmos bemerkbar, während die allgemeine Relativitätstheorie bei der Beschreibung großer Massen im Makrokosmos der Sterne und Planetensysteme relevant ist. Zur Beschreibung Schwarzer Löcher, in denen sich große Massen auf engstem Raum zusammendrängen, braucht man jedoch eine Synthese beider Theorien. Die Physik Schwarzer Löcher im Quantenbereich ist somit der Schlüssel zum Verständnis des neuen Weltbilds der Elementarteilchenphysik für die Experimente am CERN.
Sollte es die vorhergesagten Mini Schwarzen Löcher geben, hat Prof. Horst Stöcker sich bereits ihre mögliche Anwendung als "Relikt-Konverter" zur Energiegewinnung nach Einsteins berühmter Formel E=mc2 bereits patentieren lassen. Der Konverter bestünde aus dem Relikt eines Schwarzen Lochs, das einen Strahl von niederenergetischen Hadronen (Protonen, Neutronen oder ganze Kerne) in Hawking-Strahlung umwan-deln könnte. Dieser Prozess würde mit einer Umwandlungs-effizienz von etwa 90 % ablaufen, da nur die produzierten Gravitonen und Neutrinos nicht in nutzbare Energie überführt werden könnten. Das heißt, falls die Erzeugung von stabilen Relikten am LHC gelingt, könnte der gesamte Energiever-brauch der Erde (zirka 1021 Joule) mit nur zehn Tonnen willkürlichen Materials in diesen Konvertern erzeugt werden!
Lesen Sie mehr dazu in der neuen Ausgabe von "Forschung Frankfurt".
Weitere Beiträge zum Themenschwerpunkt "Physik":
- Prof. Dr. Walter Hofstetter:
Eiskalte Atome. Quantenphysik nach dem absoluten Nullpunkt
- Porträt des früh erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlers Dr. Till Jahnke
- Dr. Anne Hardy:
Röntgenpionier im Schatten des Nationalsozialismus. Friedrich Dessauer und die Universität Frankfurt.
- Rezensionsteil mit aktuellen Buchtipps:
James Kakalios: Physik der Superhelden.
Silvia Arroyo Camejo: Skurrile Quantenwelt.
Lisa Randall: Verborgene Universen. Eine Reise in den extradimensionalen Raum.
Peter Woit. Not Even Wrong: The Failure of String Theory and the Continuing Challenge to Unify the Laws of Physics.
Soeben erschienen:
Wissenschaftsmagazin
Forschung Frankfurt 4/2006
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Die GOETHE-UNIVERSITÄT ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. Vor 94 Jahren von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit 34 seit 2000 eingeworbenen Stiftungsprofessuren nimmt die GOETHE-UNI den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigt sich die GOETHE-UNI als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
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