Vierter Arbeitsklima-Index für 2011

Zum Jahresende sind die Beschäftigten optimistisch / JOB AG legt repräsentativen Arbeitsklima-Index für das letzte Quartal 2011 vor / Auswertung 4-2011

(PresseBox) (Fulda, ) .
- Zufriedenheitsindex steigt auf 7,6 (3. Quartal 2011: 7,5) (Skala von 1=sehr schlecht bis 10=sehr gut)
- Geschlechter-Unterschied: Frauen erstmals zufriedener als Männer
- Wohlfühlfaktoren Arbeitsklima und Gehalt stagnieren 2011 erstmals
- Ost / West-Vergleich: Westwert steigt, Ostwert sinkt

Die Berufstätigen in Deutschland beenden das Jahr 2011 mit einer hohen Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Auf der Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) ist der Zufriedenheitsindex von 7,5 im dritten Quartal auf 7,6 gestiegen. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise, die zum Ende des Jahres 2008 schon abzusehen war, hat der Wert kein einziges Mal die 7,7-Marke aus dem Jahr 2008 erreicht. Auch im zweiten Jahr nach der Krise stieg das Niveau in keinem Quartal über 7,6. Positiv gestimmt sind besonders die Westdeutschen (7,6) und die weiblichen Beschäftigten (7,6). Sie tragen zum Anstieg des Arbeitsklimas bei. Erstmals in 2011 stagnieren das Arbeitsklima (56 %) und das Gehalt (42%) als Motivationsfaktoren. Nichtsdestotrotz liegt das Arbeitsklima als Motivation an erster Stelle vor Gehalt und Aufgaben. Diese gewinnen als einzige der Top-vier-Faktoren an Bedeutung und ziehen von 41 Prozent auf 42 Prozent an. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes nimmt mit 29 Prozent wieder etwas ab. Diese Ergebnisse ermittelte tns emnid im Auftrag der JOB AG, Fulda, bei der repräsentativen Befragung von mehr als 1.100 Berufstätigen aus allen Regionen Deutschlands.

Die JOB AG, Fulda, Spezialist für Personal Management und Job Management in Deutschland, untersucht seit dem Jahr 2008 kontinuierlich einmal pro Quartal die Zufriedenheit deutscher Berufstätiger an ihrem Arbeitsplatz. Der Zufriedenheitswert sank während der nun insgesamt 15 Befragungen auf einer Skala von 1-10 nie unter die 7,0-Marke. Er erreichte in den letzten vier Jahren aber auch nie mehr den Höchstwert von 7,7 aus dem vierten Quartal 2008.

Stefan Polak, Vorstand der JOB AG, kommentiert das Ergebnis so: "Den verunsichernden Nachrichten rund um die europäische Währung zum Trotz hat sich der Arbeitsklima-Index der Berufstätigen in Deutschland im vierten Quartal wieder positiv entwickelt. Optimistisch und zufrieden beenden sie das Jahr 2011. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Jahr 2012 entwickelt. Vielleicht schafft es der Arbeitsklima-Index - wenn die Rahmenbedingungen für alle stimmen - im nächsten Jahr wieder die 7,7-Hürde zu erreichen oder sogar zu übertreffen."

Zufriedenheit der Männer und Frauen

Nur im ersten Quartal des Jahres 2011 waren sich Männer und Frauen hinsichtlich der Zufriedenheit am Arbeitsplatz einig. Danach entwickelten sich die Einschätzungen unterschiedlich. So auch im vierten Quartal 2011. Während die Frauen bisher immer unter dem Wert der Männer lagen, übertraf dieser erstmals den Männerwert mit 7,6. Die Männer erzielten noch im 2. Quartal 2011 den Spitzenwert von 7,7. Danach sank er allerdings auf aktuelle 7,5.

Ost und West: Leichte Abweichungen

Während alle Berufstätigen mit dem Zufriedenheitswert 7,6 optimistisch gestimmt sind, gehen bei differenzierter Betrachtung des Westens und Ostens in Deutschland die Meinungen auseinander. Während die Beschäftigten im Westen (7,6) sich meistens dem gesamtdeutschen Trend anpassen, entwickelt sich die Zufriedenheit am Arbeitsplatz in Ostdeutschland entgegengesetzt. Mit nur 7,5 auf der Skala sind die Ostdeutschen etwas unzufriedener als im dritten Quartal 2011 mit 7,6. Diese gegensätzliche Entwicklung ist das ganze Jahr 2011 zu beobachten. Allerdings ist zu konstatieren, dass beide Werte stets nur marginal um 7,5 und 7,6 herum variieren.

Große Haushalte wieder deutlich zufriedener

Personen, die in einem Haushalt mit mehr als vier Personen leben, sind im vierten Quartal wieder zufriedener. Noch im dritten Quartal sank der Wert auf einen Jahrestiefpunkt von 7,6. Nun zog er wieder auf 7,8 an. Damit stellt diese Berufs-tätigengruppe wiederum die Zufriedenste dar. Zum ersten Mal in 2011 springt der Wert von Beschäftigten, die in einem Zwei-Personen-Haushalt leben, über die 7,5-Marke auf 7,6. Leicht unterdurchschnittlich zufrieden am Arbeitsplatz sind Personen in Haushalten mit nur einer oder drei Personen (7,5).

Altersgruppen: Berufstätige vor Renteneintritt unzufrieden

Die größten Zufriedenheitsschwankungen 2011 verzeichnen die 50- bis 59-Jährigen: Im ersten Quartal noch über Durchschnitt (7,6), bewegen sie sich im zweiten Quartal deutlich nach unten auf 7,2 und im dritten Quartal wieder nach oben auf 7,5. Auch zum Jahresende bleiben sie dieser Varianz treu. Der Wert sank nun wieder auf 7,3. Damit belegen die Berufstätigen vor dem Renteneintrittsalter bei der Analyse nach Altersgruppen in Sachen Zufriedenheitswert den letzten Platz.

Den zweiten Rang teilen sich die 14- bis 29-Jährigen und die 40- bis 49-Jährigen mit 7,6. Während der Wert der Berufseinsteiger von 7,3 anstieg, blieb der der Berufstätigen "Mitten im Berufsleben" konstant. Am zufriedensten am Arbeitsplatz sind mit 7,8 die Altersgruppen der 30- bis 39-Jährigen und die der über 60-Jährigen.

Fast alle Berufsgruppen positiv gestimmt

Getreu dem Motto "Jeder ist seines Glückes Schmied" sind die Selbstständigen über die vier Jahre der Befragung hinweg immer am zufriedensten. Ihre Einschätzungen lagen im gesamten Jahr 2011 immer über dem Spitzenwert von 8,0. In diesem Quartal stagniert der Wert bei 8,9. Einen starken Rückgang des Wohlgefühls verzeichnen hingegen die Beamten. Von überdurchschnittlichen 8,0 vom Vorquartal bricht der Wert auf 7,6 ein. Angestellte hingegen sind mit 7,6 zufrieden. Einzig die Arbeiter zeigen sich mit 7,2 unterdurchschnittlich zufrieden.

Berufstätige in Vollzeitbeschäftigung zeichnen sich durch eine hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz aus. Konstant entwickelt sich der Wert im Gesamtjahr 2011, nun stieg er auf 7,7 an. Teilzeitbeschäftigte sind in diesem Quartal deutlich unzufriedener als die Kollegen in Vollzeit. Der Abwärtstrend, der in der Jahresmitte einsetzte, sinkt stetig weiter auf nunmehr 7,3.

Große Zufriedenheit der Personen mit hohem Bildungsabschluss Konstant entwickelte sich auch das Ergebnis Berufstätiger mit Abitur oder Universitätsabschluss. In jedem Quartal 2011 erreichte ihr Zufriedenheitswert 7,9; so auch im vierten Quartal. Damit sind sie immer und auch deutlich zufriedener als Beschäftigte mit geringerem Bildungsabschluss.

Beschäftigte mit einem mittleren Bildungsabschluss verzeichnen erstmals einen Anstieg auf 7,6. Ebenso wie bei ihren Kollegen mit höherem Abschluss war der Wert die ersten drei Quartale 2011 konstant bei 7,5 geblieben. Unterschiedlich geht es bei Berufstätigen mit Volks- und Hauptschulabschluss zu: Ihr Zufriedenheitswert bewegt sich auf und ab. Der Anfangswert 2011 lag bei 7,3 und stieg nun leicht auf 7,4.

Aufgaben als Motivationsfaktor ziehen nach

Die Aufgaben sind für die deutschen Beschäftigten im vierten Quartal für eine hohe Zufriedenheit am Arbeitsplatz wichtiger geworden. Als einziger Top-Wert verzeichneten sie einen Anstieg von 41 Prozent auf 42 Prozent. Damit sind sie erstmals in diesem Jahr gleichbedeutend wie das Gehalt mit 42 Prozent. Das Gehalt stagnierte im vierten Quartal und liegt gleich auf mit den Aufgaben. Seit langem wächst der Motivationsfaktor "Arbeitsklima" stetig an. Zwar erhält er zum Jahresende 2011 etwas weniger Zuspruch, liegt aber dennoch bei konstanten 56 Prozent. Damit rangiert dieser Wert immer noch 10 Punkte vor dem Gehalt sowie den Aufgaben und bildet somit den wichtigsten Faktor für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Fazit

Die Beschäftigten in Deutschland beenden das Jahr 2011 mit einer guten Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Mit 7,6 erreichte der Index nun den Höchststand aus dem vierten Quartal des Jahres 2010. Auch im gefühlten zweiten Jahr nach der Krise stieg das Niveau in keinem Quartal über 7,6. Positiv gestimmt sind die Westdeutschen (7,6) und die weiblichen Beschäftigten (7,6). Mit 7,5 sind die Ostdeutschen und die Männer leicht unzufriedener. Erstmals in 2011 stagnieren das Arbeitsklima (56 %) und das Gehalt (42%) als Motivationsfaktoren. Nichtsdestotrotz liegt das Arbeitsklima mit Abstand an erster Stelle, gefolgt vom stagnierenden Gehalt und den Aufgaben (42%). Die Bedeutung der Sicherheit des Arbeitsplatzes nimmt mit 29 Prozent wieder ab. Bleibt abzuwarten, ob in 2012 das Arbeitsklima wieder einmal die 7,7-Marke aus dem Jahr 2008 erreicht.

Die Folgeuntersuchung erscheint im März 2012

Die Befragung

Die Ergebnisse sind Auszüge aus einer vierteljährlichen Befragung von tns emnid im Auftrag der JOB AG. Im nunmehr vierten Jahr erhebt das Marktforschungs-unternehmen tns emnid diesen Wert repräsentativ und unabhängig in der berufstätigen Bevölkerung. Das Unternehmen befragt dazu zirka 1.100 ausgewählte berufstätige Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland.

Presseservice

Die Ergebnisse des JOB AG Arbeitsklima-Indizes stehen allen Medien und Unternehmen gegen Quellenangabe kostenfrei zur Verfügung. Auf Wunsch können von Medien Sonderauswertungen - soweit aus dem Datenmaterial ableitbar - abgerufen werden. Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar bzw. den Link der Veröffentlichung.

Arbeitsklima-Index-Studie - Ergebnisse aus drei Jahren

Die JOB AG veröffentlichte im Juli 2011 eine Gesamtauswertung in Form einer Studie. In diese Untersuchung sind die Daten der Jahre 2008, 2009 und 2010 eingeflossen. Nach dem Motto: "Vor der Krise, während der Krise, nach der Krise - Arbeitszufriedenheit in Deutschland im Drei-Jahres-Vergleich" gibt die JOB AG Unternehmen und Arbeitnehmern mit diesem Langzeitvergleich wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Studie stehen allen Interessierten auf der Website der JOB AG kostenlos zur Verfügung unter: www.job-ag.com/arbeitsklima-index

JOB AG Personaldienstleistungen AG

Die JOB AG mit Hauptsitz in Fulda ist der Spezialist für Personal Management und Job Management mit 65 Niederlassungen in ganz Deutschland. Das Leistungsspektrum umfasst alle Module der Wertschöpfungskette des modernen Personal Managements: Human Resources-Beratung, Zeitarbeit, Personalvermittlung, Temp to Perm Lösungen, Master Vendor Lösungen, Onsite Management, Interims-Management und Direct Search, sowie Projekte in den Geschäftsbereichen Produktion, Logistik & Handel, Industrie, Handwerk & Technik, Office & Management und spezialisierte Lösungen für Engineering, Fashion Logistik, Finanz- und Rechnungswesen, Call Center und Medical & Care. In 2010 konnte ein Gesamtumsatz von 126,8 Mio. € erzielt werden. Die Mitarbeiterzahl lag bei rund 5.000 MA.

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