Lotteriegeschäft und juristische Verfahren belasten Quartalsergebnis der JAXX SE

(PresseBox) (Kiel, ) .
- 20,5 Prozent Umsatzplus in den ersten neun Monaten durch stabiles Wachstum von myBet
- Neunmonats-EBIT bei -0,9 Mio. Euro (Vorjahr: -3,0 Mio. Euro)
- Erfolgreicher Start ins vierte Quartal

Die Kieler Finanzholding JAXX SE (vormals JAXX AG; Deutsche Börse Prime Standard ISIN DE000A0JRU67) veröffentlicht heute ihren Bericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010. Demnach stiegen die Umsätze aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Neunmonatsvergleich um 20,5 Prozent auf 93,1 (Vorjahr: 77,2) Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich aufgrund des guten ersten Halbjahres 2010 um 69,7 Prozent auf -0,9 (-3,0) Mio. Euro.

Die ersten neun Monate waren von einem anhaltend starken Wachstum der maltesischen Beteiligung QED Ventures Ltd. geprägt. QED betreibt unter der Marke myBet zahlreiche Sportwettshops in Europa mit einer marktführenden Stellung in Deutschland sowie das Internetangebot myBet.com. Demgegenüber steht ein zunehmend defizitäres Lotteriegeschäft.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag nach neun Monaten bei -0,9 (-3,0) Mio. Euro. Der Ergebnisanteil aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen, der die zum Verkauf stehende Beteiligung an der pferdewetten.de AG umfasst, betrug -0,7 (-0,6) Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag in den ersten neun Monaten bei -2,2 (-3,9) Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie bei -0,13 (-0,22) Euro. Hiervon entfallen -0,04 (-0,04) Euro auf fortgeführte Geschäftsbereiche.

Rückläufiges Lotteriegeschäft belastet Quartalsergebnis

Im dritten Quartal stieg der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen gegenüber dem Vorjahresquartal um 14,4 Prozent auf 29,4 (Vorjahr: 25,7) Mio. Euro. Der Umsatz mit Wetten konnte dabei zwar erneut überproportional um 22,9 Prozent erhöht werden, die Spielpause in den europäischen Fußballligen führte jedoch zu einer saisontypischen Umsatzdelle in Höhe von 2,2 Mio. Euro gegenüber dem zweiten Quartal 2010, das zudem von der Weltmeisterschaft in Südafrika geprägt war.

Neben dem saisonalen Effekt im Segment der Sportwette wurde das Ergebnis des dritten Quartals zusätzlich beeinflusst von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Spanien-Geschäft sowie einem anhaltend rückläufigen Lotteriegeschäft, das mit relativ hohen Fixkosten verbunden ist. Die Erlöse aus Provisionen und Handlinggebühren, die im Wesentlichen das Lotteriesegment widerspiegeln, fielen im dritten Quartal um rund 30 Prozent niedriger aus als im Vorjahr - bei einer nahezu unveränderten Kostenbasis. In der Folge reduzierte sich das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -1,5 (-0,6) Mio. Euro. Das Quartalsergebnis wurde zusätzlich durch juristische Verfahren belastet.

Zunahme der Ordnungsverfahren im Vorfeld des EuGH-Urteils

In den Wochen vor dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das Anfang September den Glücksspielstaatsvertrag zu Fall gebracht hat, haben die deutschen Behörden erhöhten Druck auf private Wettanbieter ausgeübt. Beobachter gehen davon aus, dass die Behörden im Vorfeld des EuGH-Urteils versucht haben sollen, die stark angezweifelte Durchsetzbarkeit des Glücksspielstaatsvertrags unter Beweis zu stellen. Im Zuge dessen wurden sowohl die JAXX SE selbst als auch ihre Beteiligungsunternehmen mit Ordnungsverfahren und Zwangsgeldandrohungen schikaniert. Die Zunahme der Ordnungsverfahren hatte einen deutlichen Anstieg der Rechtsberatungskosten und weiterer Aufwendungen im dritten Quartal zur Folge.

Drastische Kosteneinsparungsmaßnahmen im Rahmen der Fokussierung auf Sportwetten eingeleitet

Als Reaktion auf das positive Urteil des EuGH und das zunehmend defizitäre Lotteriegeschäft hat der Vorstand das Ende 2009 eingeleitete Restrukturierungsprogramm weiter ausgedehnt. In Zukunft wird sich die JAXX-Gruppe auf den wachstumsstarken Bereich der Sportwette fokussieren, Investitionen in das deutsche Lotteriegeschäft sollen nicht mehr getätigt werden. Im Zuge dessen wurden im Oktober zum Teil drastische Kosteneinsparungsmaßnahmen, wie der Abbau von rund 30 Stellen im JAXX-Konzern, eingeleitet. Der hieraus resultierende Ergebniseffekt beläuft sich für das Jahr 2011 auf rund 3,0 Mio. Euro.

Guter Start ins Schlussquartal 2010

Das vierte Quartal hat in allen Segmenten sehr vielversprechend begonnen. Ein anhaltend starkes Wachstum im Bereich der Sportwette bei bislang guten Quoten, hohe Volumina auf den Casino- und Pokerangeboten sowie stark anziehende Verkäufe von Losen der spanischen Weihnachtslotterie deuten auf ein erfolgreiches Schlussquartal 2010 hin.

Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand weiterhin damit, das Geschäftsjahr 2010 trotz des Neunmonatsverlusts mit einem positiven EBIT abschließen zu können.

Der Neunmonatsbericht wird heute im Laufe des Tages auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.jaxx-se.com zum Download zur Verfügung
gestellt.

JAXX GmbH

Die im Prime Standard der Deutschen Börse notierte JAXX SE ist eine Finanzholding, die Beteiligungen an internationalen Unternehmen der Glücksspielbranche hält. Derzeit ist JAXX an Unternehmen in England, Spanien, Österreich und Malta beteiligt. Der Hauptsitz der JAXX SE befindet sich in Kiel. Die Beteiligungsunternehmen bilden das gesamte Spektrum der Games- und Gambling-Branche ab. Abhängig von der regulatorischen Länderstruktur vermitteln oder vermarkten sie Sport- und Pferdewetten, Lotterien oder Casino- und Pokerspiele. Insgesamt erwirtschaftete die JAXX Group im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von 114,5 Mio. Euro. Die Aktien der JAXX SE werden seit 1999 an der Deutschen Börse unter der ISIN DE000A0JRU67 gehandelt.

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