Fußball-WM beschert JAXX positives EBIT im zweiten Quartal

(PresseBox) (Altenholz, ) .
- Gute Buchmachermargen dank Unentschieden und Außenseitersiegen bei der WM
- Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert
- Rechtliche Situation in Deutschland belastet weiterhin Geschäftsaussichten

Die JAXX-Gruppe (Deutsche Börse, Prime Standard, ISIN DE000A0JRU67) hat während der Fußball-WM in Südafrika gute Buchmachermargen erzielen können. Zahlreiche unentschiedene Begegnungen und einige Außenseitersiege in der Vorrunde führten zu einer durchschnittlichen Marge von 20 Prozent im zweiten Quartal 2010. Im Vorjahresquartal, das von ungewöhnlich vielen Favoritensiegen während der Schlussphase der europäischen Fußballligen geprägt war, lag die Marge bei nur sieben Prozent.

Quartalsumsatz steigt um 21 Prozent

Der Umsatz der JAXX-Gruppe aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 21 Prozent von 26,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2009 auf 31,7 Mio. Euro im zweiten Quartal 2010. Der Rohertrag aus dem Sportwettsegment stieg im Quartalsvergleich sogar um 261 Prozent.

Im Halbjahresvergleich stiegen die Konzernumsätze um 24 Prozent von 51,5 Mio. Euro auf 63,7 Mio. Euro.

Rechtzeitig vor dem Beginn der WM wurden die Angebote einem Facelift unterzogen, der von den Kunden sehr positiv aufgenommen wurde. Zudem wurde mit dem Start der WM bei mybet.com die Live-Wette eingeführt, die das Angebotsspektrum deutlich ausgeweitet hat. Die Fußball-WM selbst wurde mit umfangreichen Werbemaßnahmen zur Neukundengewinnung begleitet.

Halbjahres-EBIT steigt auf 0,6 Mio. Euro

Trotz erhöhter Marketingaufwendungen konnte JAXX im zweiten Quartal ein leicht positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 52 TEuro erzielen, was auf einen effizienten Einsatz der Werbemittel zu WM und ein weiter verbessertes Risikomanagement zurückzuführen ist. Das Vorjahresergebnis in Höhe von -3,1 Mio. Euro war geprägt von ungewöhnlich hohen Gewinnauszahlungen im Sportwettsegment. Das kumulierte EBIT des ersten Halbjahres lag im laufen Geschäftsjahr bei 599 TEuro (Vorjahr: -2,4 Mio. Euro).

Das Vorsteuerergebnis (EBT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag im ersten Halbjahr 2010 bei 429 TEuro (Vorjahr: -2.672 TEuro). Der Ergebnisanteil aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen, der die zu Veräußerungszwecken gehaltene pferdewetten.de AG-Beteiligung umfasst, betrug -499 TEuro (Vorjahr: -288 TEuro).

Das Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr bei -674 TEuro. Im Vorjahr erzielte der JAXX-Konzern einen Verlust in Höhe von -2.707 TEuro. Das Ergebnis je Aktie lag im ersten Halbjahr 2010 bei -0,05 Euro gegenüber
-0,17 Euro im ersten Halbjahr 2009. Hiervon entfallen -0,01 EUR (Vorjahr:
-0,15 EUR) auf fortgeführte Geschäftsbereiche.

Positiver Ausblick wird von regulatorischer Situation in Deutschland getrübt

Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 rechnet der Vorstand mit einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf. Nach Beendigung der Sommerpause in den europäischen Fußballligen ziehen die Umsätze im Sportwettbereich ab Mitte August erfahrungsgemäß wieder spürbar an. Mit der verbesserten Nutzerfreundlichkeit der Plattformen und der Erweiterung des Produktportfolios um die Live-Wette ist die JAXX-Gruppe für das weitere Wachstum im Kernsegment bestens gerüstet.

Im Lotteriesegment wird der Verkaufsstart von Losen für die spanische Weihnachtslotterie im Vordergrund stehen. Die weltweit größte Lotterie mit Gewinnen von über zwei Milliarden Euro zieht alljährlich ganz Spanien in ihren Bann.

Belastet werden die Geschäftsaussichten durch das weiterhin desolate regulatorische Umfeld in Deutschland. Im dritten Quartal ist mit deutlich höheren Kosten aus den zahlreichen neuen Verfahren zu rechnen, die zum Teil auch Zwangsgelder beinhalten.

Anfang September wird der Europäische Gerichtshof (EuGH) sein Urteil zu einigen deutschen Vorlageverfahren verkünden, die den Glücksspielstaatsvertrag betreffen. Folgen die Richter dem bereits veröffentlichten Schlussantrag des Generalanwalts Mengozzi, ist zu erwarten, dass der EuGH seiner bisherigen Linie treu bleiben wird und Glücksspiel-Monopole nur unter ganz engen - von Deutschland derzeit nicht erfüllten - Voraussetzungen für zulässig erachtet. Mengozzi hatte deutliche Zweifel an der Vereinbarkeit der deutschen Regelung mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht geäußert.

Dennoch ist damit zu rechnen, dass nationale Gerichte auf Basis der EuGH-Entscheidung den Glücksspielstaatsvertrag als vereinbar mit Europarecht erklären könnten. Eine weitere Zunahme der ordnungsrechtlichen Verfahren wäre die Konsequenz. Umso mehr sind daher Politik, Wirtschaft und Verbände nun aufgefordert, den Gesetzesvorschlag der schleswigholsteinischen Regierungsparteien zur Sicherung von Arbeitsplätzen und der Finanzierung des Breitenports zu unterstützen und voranzutreiben.

JAXX wird seinen Fokus weiter auf das europäische Ausland verlagern. Neben den bereits avisierten Märkten Italiens, Frankreichs und Dänemarks werden aktuell weitere Länder analysiert und Vorbereitungen für einen Markteintritt getroffen.

Aus wirtschaftlicher Sicht geht der Vorstand unverändert davon aus, das Geschäftsjahr 2010 bei steigenden Umsätzen mit einem positiven Ergebnis abschließen zu können.

Der Halbjahresbericht wird heute im Laufe des Tages auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.jaxx.ag zum Download zur Verfügung gestellt.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.