Krise bewältigt und Grundlagen für künftiges Wachstum gelegt

(PresseBox) (Esslingen, ) Eberspächer hat 2009 den Turnaround aus der Krise geschafft und die Weichen für künftiges Wachstum gestellt: Nach verheerenden Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Esslinger Automobilzulieferer seine Strukturen soweit an die veränderte Nachfrage angepasst, dass er künftig wieder schwarze Zahlen schreiben wird. "Dank zusätzlicher Aufträge in neuen Markt- und Technologiefeldern gehen wir davon aus, dass wir 2012 wieder zu unserer alten Umsatzstärke zurückkehren", erläutert der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters anlässlich der Jahrespressekonferenz der Unternehmensgruppe.

Der krisenbedingte Nachfragerückgang führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem negativen Konzernergebnis von minus 63 Millionen Euro und einem Umsatzrückgang von 40 % auf 1.342,0 Millionen Euro. Bereinigt um durchlaufende Posten wie beschichtete Monolithe oder Wettbewerberkomponenten waren es 33 % weniger Umsatz. Auf den größten Geschäftsbereich Abgastechnik entfielen 1.136,9 Millionen Euro Umsatz, das entspricht minus 41 % bzw. minus 32 % nach der Bereinigung um durchlaufende Posten. Im Geschäftsbereich Fahrzeugheizungen sank der Umsatz um 35 % auf 205,1 Millionen Euro.

Als Reaktion auf die wirtschaftliche Lage hat Eberspächer an allen Standorten, in allen Geschäftsbereichen und Funktionen ein straffes Kostenmanagement eingeführt und die personellen Kapazitäten an die gesunkene Nachfrage angepasst. Im Jahresdurchschnitt waren weltweit 5260 Stammmitarbeiter beschäftigt, 315 weniger als im Vorjahr. Darüber hinaus hat das Unternehmen auf den Einsatz von 400 Zeitarbeitskräften verzichtet. In Deutschland wurden 87 Stammarbeitsplätze abgebaut und in großem Umfang von der Kurzarbeit Gebrauch gemacht, die im Geschäftsbereich Fahrzeugheizungen auch in diesem Jahr in gewissem Umfang fortgeführt wird.

Im Geschäftsbereich Abgastechnik hat Eberspächer zwei Produktionsstandorte geschlossen, die auch langfristig gesehen keine Perspektive hatten. Das Auftragsvolumen aus diesen beiden Fabriken wurde in das Stammwerk in Neunkirchen im Saarland integriert - ebenso wie zahlreiche Produktionstätigkeiten, die zuvor von Lieferanten erledigt wurden. Seit Ende des Jahres ist das mit 1600 Mitarbeitern größte Werk der Eberspächer Gruppe wieder voll ausgelastet.

Am Standort Herxheim, wo Eberspächer catem elektrische Fahrzeugheizungen produziert, wurde von Drei- auf Zweischichtbetrieb umgestellt und zudem in geringem Umfang Personal abgebaut. Mittlerweile ist die Produktion auch hier wieder ausgelastet und die Kurzarbeit beendet. Auch im Ausland gab es an allen Eberspächer Standorten Personalabbau und zahlreiche strukturelle Veränderungen.

Der konsequente Maßnahmenkatalog zeigt Wirkung: "Eberspächer ist heute weltweit deutlich schlanker und zielgerichteter aufgestellt, unsere Prozesse sind transparenter, unsere Strukturen effizienter", betont Martin Peters. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres hat das Unternehmen die Verlustzone verlassen und kann seither wieder profitabel arbeiten. Die aktuellen Wachstumszahlen sind für Peters aber noch kein Anlass zur Euphorie: "Der Umsatz für die ersten vier Monate im Jahr 2010 liegt zwar um 30 % über dem Vorjahreswert, aber das sind immer noch 32 % weniger als 2008." Für das laufende Jahr hat sich Eberspächer ein ambitioniertes Ziel gesetzt: "Wir streben ein leicht positives Ergebnis in der gesamten Unternehmensgruppe an. Und wir sind zuversichtlich, dass wir dies auch erreichen!"

Neben der Krisenbewältigung hat Eberspächer 2009 durch die Erschließung neuer Märkte und Produktfelder die Grundlagen für künftiges Wachstum gelegt. Ein wichtiger Wachstumstreiber sind die neuen Abgasnormen für Nutzfahrzeuge in Nordamerika, Europa, Japan, Brasilien, Indien und China. "Bei der Abgasnachbehandlung von Nutzfahrzeugen wollen wir weltweit die 'Nummer eins' werden", erläutert Martin Peters die strategische Zielsetzung. Aber auch im sogenannten Non-Road-Bereich, also für Bau- und Landmaschinen, gelten künftig vergleichbar strenge Abgasvorschriften wie bei den Nutzfahrzeugen. Für diesen viel versprechenden Wachstumsmarkt will Eberspächer mit seinem Knowhow aus dem On-Road-Bereich maßgeschneiderte Komponenten anbieten. Darüber hinaus offeriert das 2009 mit der Robert Bosch GmbH und der Deutz AG gegründete Joint Venture komplette Gesamtsysteme zur Abgasnachbehandlung auf der Basis von Standardbauteilen - inklusive elektronischer Steuerung und auf Wunsch auch mit Brennertechnologie.

Dank der Übernahme von SÜTRAK, einem international führenden Hersteller von Busklimaanlagen, ist Eberspächer seit dem 1. April 2010 das einzige Unternehmen, das Heizung plus Klimatisierung für Busse jeder Größenordnung anbieten kann - vom Kleinbus über den 20-Sitzer bis hin zum großen Reisebus. Auch im russischen Markt für Heizung und Klimaanlagen will Eberspächer sich künftig stärker positionieren und hat daher vor kurzem seine langjährige russische Handelsvertretung zu 50 % übernommen.

Gute Zukunftsaussichten hat auch die Herxheimer Tochterfirma Eberspächer Controls: Als Technologieführer bei der Bordnetzstabilisierung für Fahrzeuge mit moderner Start/Stopp-Funktion hat sie von vielen namhaften Herstellern Serienaufträge erhalten.

Ein gutes Beispiel für die Kompetenz von Eberspächer bei Elektrofahrzeugen ist der neue Chevrolet "Volt", der 2010 als erstes Elektrofahrzeug mit Range Extender auf den Markt kommt: Sowohl die Abgasanlage für den Range Extender als auch die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelte Hochvoltheizung stammen von Eberspächer.

"Wir sind mit unserem innovativen Produkt- und Technologieportfolio bestens aufgestellt und für die neuen Fahrzeugkonzepte in der Automobilindustrie gerüstet," ist Martin Peters zuversichtlich: "Ich bin mir sicher, dass wir den kommenden Aufschwung aus eigener Kraft meistern und langfristig unsere Unabhängigkeit als Familienunternehmen sichern werden."

Eberspächer Climate Control Systems GmbH & Co. KG

Eberspächer zählt weltweit zu den führenden Systementwicklern und lieferanten für Abgastechnik, Fahrzeugheizungen und Bus-Klimasysteme und engagiert sich zudem in der Fahrzeugelektronik sowie bei automobilen Bussystemen zur elektronischen Vernetzung im Fahrzeug. Kunden sind nahezu alle europäischen, nordamerikanischen und immer mehr asiatische Pkw- und Nfz-Hersteller. 2009 hat die international aufgestellte Unternehmensgruppe mit 5260 Mitarbeitern einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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