Cloud Computing in Frankreich: Heitere Aussichten für Investoren

Die französische Regierung unterstützt das Cloud Computing mit Projektausschreibungen und hohen Datensicherheitsauflagen

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Der weltweite Umsatz von Cloud Computing-Diensten belief sich 2010 auf 68,3 Milliarden Dollar. Im selben Jahr verbuchte der französische Markt ein Umsatzvolumen von 1,85 Milliarden Euro. Hiervon erwirtschafteten allein kleine und mittelständische Unternehmen 672 Millionen. Prognosen des Marketingunternehmens Nexima zufolge dürfte der Umsatz bei anhaltend starkem Aufwärtstrend die Zwei-Milliarden-Grenze in diesem Jahr überschreiten. Somit würde er bis 2012 sechs Prozent des französischen Marktes für IT-Dienste und Softwareprodukte ausmachen. Insbesondere Markteinsteiger profitieren in Frankreich von einem günstigen Umfeld für ihre Unternehmensentwicklung.

Das Regierungsprogramm für Zukunftsinvestitionen stützt die im Rahmen der Kompetenzzentren initiierten Unternehmenspartnerschaften. Es fördert F&E-Projekte, an denen IT-Systementwickler, Telekommunikationsanbieter, Softwareentwickler, Technologieintegratoren, Forschungslaboratorien und KMU's beteiligt sind.

Projektausschreibung

Im Rahmen der von der französischen Regierung lancierten Ausschreibungen im Bereich Cloud Computing werden fünf der eingegangenen Projekte mit einem Betrag von insgesamt 19 Millionen Euro gefördert: das CloudForce-Projekt, eine durch Orange Labs getragene Softwareentwicklungsplattform; das durch den Mittelständler Proloque getragene CloudPort-Projekt für die Entwicklung von Anwendungsträgern; eine unter der Bezeichnung Magellan-Projekt entwickelte und durch Bull unterstützte Hochleistungs-Softwareinfrastruktur; das durch das Unternehmen Non Stop Systems getragene Nu@ge-Projekt für die Entwicklung einer gemeinschaftlichen "Wolke" sowie das für den Hochschulbereich entwickelte und durch INEO getragene UnivCloud-Projekt. Der französische Verband für Softwareentwickler (AFDEL) hat für Unternehmen, die an einer Trägerschaft interessiert sind, eine Webseite eingerichtet.

Datenschutz

Die französische Gesetzgebung gewährleistet ein hohes Datenschutzniveau. Die Verschlüsselungsvorschriften (L 2004-575 vom 21/06/2004 und D 2007-663 vom 2/05/2007) gelten für sensible Daten, die den Rechenzentren anvertraut werden. Dies gilt beispielsweise auch für das seit 2010 im Großraum Paris angesiedelte amerikanische Unternehmen Joyent, das Kunden wie LinkedIn, Disney, CNN, Facebook, Yahoo oder auch Vente-privee.com mit Hostinglösungen für IT-Infrastrukturen versorgt. So stellt es auch Plattform-IT-Ressourcen (PaaS, Platform as a Service) im Open Source-Modus bereit, beispielsweise für spezialisierte Systemhäuser wie Dell. Dabei steht das Start-up Joyent heute in direktem Wettbewerb mit Großunternehmen wie Amazon, EC2 oder Microsoft.

David Appia, Vorsitzender der französischen Agentur für internationale Investitionen (AFII), unterstreicht: "Frankreich bietet insbesondere für innovative Technologieunternehmen, die sich auf den Bereich des Cloud Computing spezialisiert haben, äußerst günstige Rahmenbedingungen. Die wichtigsten Marktteilnehmer sind bereits mit Niederlassungen vertreten."

Marktteilnehmer

Neben internationalen Großunternehmen wie beispielsweise Microsoft, Google, HP, AT&T und IBM sind in Frankreich zahlreiche französische Unternehmen wie ATOS, Cap Gemini, Steria, Orange und SFR aktiv. Kürzlich gründete ATOS zusammen mit der chinesischen Firma Ufida das Joint-Venture Unternehmen Yunano für die Vermarktung von Verwaltungssoftware und verbundenen Diensten über Cloud Computing. Der im Elsass und im Großraum Paris vertretene französische Softwareentwickler Systancia zählt zu den führenden europäischen Unternehmen im Bereich der Erzeugung von virtuellen Anwenderumgebungen.

Kompetenzzentren

In Frankreich machen sich insgesamt acht Kompetenzzentren für das Cloud Computing stark: Cap Digital und System@tic (Großraum Paris), Elopsys (Limousin), Images et réseaux (Bretagne und Pays de la Loire), Imaginove und Minalogic (Rhône-Alpes), Solutions Communicantes Sécurisées (PACA) sowie TES (Basse-Normandie).

Invest in France Agency (IFA) c/o Französische Botschaft

Die Invest in France Agency (IFA) ist eine Außenstelle der französischen Regierung mit weltweitem Netzwerk. Sie berät und begleitet ausländische Unternehmen bei ihren Investitionsprojekten in Frankreich und bietet honorarfrei, unverbindlich und vertraulich Lösungen zur Optimierung von Firmenaktivitäten an. Die IFA arbeitet mit den regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften zusammen und kann ihren Kunden schnell und maßgeschneidert Informationen bereitstellen. Weitere Informationen gibt es unter www.investinfrance.org/....


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