Große Mehrheit der Deutschen will online "mitregieren"

"Internet & Gesellschaft Co://aboratory" stellt zweiten Expertenbericht vor

(PresseBox) (Berlin, ) Mehr als zwei Drittel der Deutschen möchte häufiger in politische Entscheidungen eingebunden werden und setzt dabei verstärkt auf das Internet. Dies ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des "Internet & Gesellschaft Co://aboratory" unter 1.000 Wahlberechtigten.

Danach wünschen sich 71% der Befragten, via Internet stärker in die Entscheidungsprozesse des Staates einbezogen zu werden. 69% sind konkret dazu bereit, sich an einem lokalen eParticipation Angebot zu beteiligen, wenn Kommunen vor Ort über geplante Vorhaben oder Ausgaben abstimmen lassen. Lediglich 18% schließen aus, bei einer solchen Initiative mitzumachen. Nicht eindeutig fiel das Ergebnis bei der Frage aus, ob im Zuge der Modernisierung alle nicht-personenbezogenen Informationen der Verwaltung veröffentlicht werden sollten. 45% sprachen sich dafür aus, durch Open Data die Arbeit der Behörden wirkungsvoller und offener zu gestalten, 44% waren dagegen.

Die Umfrage war Teil der zweiten Initiative des Multistakeholder-Expertenkreises "Internet & Gesellschaft Co://aboratory", die sich mit den Themen Open Government, eParticipation und Open Data beschäftigte. Wie kann das Internet für eine stärkere politische Beteiligung der Bürger genutzt werden? Wie lassen sich im Ausland erprobte Konzepte als 'Offene Staatskunst' erfolgreich nach Deutschland übertragen? Und bedeutet offene Politik zugleich bessere Politik? Antworten auf diese und weitere Fragen finden sich im zweiten Bericht des "Co://aboratory", den die Experten in den vergangenen drei Monaten vorbereitet und auf einem Workshop mit führenden Vertretern aus Politik und Verwaltung abgeschlossen haben. Der Bericht trägt den Titel "Offene Staatskunst - bessere Politik durch 'Open Government'?" und enthält neben der zitierten Umfrage eine Fallstudie vom Münchner Open Government Day (MOGDy).

Seinen Abschlussbericht bietet der Expertenkreis auf www.collaboratory.de oder direkt hier zum Download an.

Hintergrundmaterial zum Thema Open Government:

Live erstellte Illustration: visual Recording vom Open Gov Workshop
Zusammenfassung 2. Colab-Expertentreffen, 24.9.2010, Schloß Glienicke, Berlin
Dr. Dix Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit
Franz-Reinhard Habbel Vorsitzender des Deutschen Städte und Gemeindebundes
Dr. Marcus M. Dapp IT Strategie Stadt München & Projektleiter des Münchner Open Government Day
Christian Kreutz Open Data Aktivist & Projektleiter Frankfurt Gestalten: Bürger machen Stadt
Maik Bohne Doktorant Parteienforschung und ePartizipation, Universität Göttingen
Bastian Dietz - Referent für Interne Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Jugendrings

Fragen zum Bericht bitte an:

Offene Staatskunst: Philipp Müller (philipp@collaboratory.de)
Open Data: Daniel Dietrich (daniel@collaboratory.de)
eParticipation: Julius van der Laar (julius@collaboratory.de)

Internet & Gesellschaft Co:llaboratory

Das "Internet & Gesellschaft Co://aboratory" bringt Experten für internetpolitische Fragen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Es beobachtet die Entwicklung der digitalen Welt und macht Vorschläge, wie diese Prozesse optimal für die Gesellschaft gestaltet und genutzt werden können. Daneben soll es auch Beiträge zu konkreten politischen Fragen leisten, indem es Expertenmeinungen aus dem Netz für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar macht. Aktuell umfasst das "Co://aboratory" 35 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Es wurde im März 2010 als unabhängige und offene "Community of Practice" von Google Deutschland ins Leben gerufen.

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