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Steiermark kann bis 2020 12% Windstrom erzeugen

Starke Windkraft-Zulieferindustrie in der Steiermark / Neue Windkraftprojekte stehen in den Startlöchern

(PresseBox) (Graz, ) Anfang Juli wird das neue Ökostromgesetz 2012 in Kraft treten und den Ausbau der erneuerbaren Energien schneller voran bringen. Bis 2020 könnten bei geeigneten landespolitischen Rahmenbedingungen 12% des steirischen Stromverbrauches durch Windkraftwerke im eigenen Bundesland erzeugt werden. "Durch das Ökostromgesetz 2012 gibt es eine langfristige rechtliche Basis für den Windkraftausbau. Nun liegt es an der steirischen Landespolitik, den Rahmen für die Nutzung der Windenergie zu gestalten", erklärt Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Gerade die Zulieferindustrie und Dienstleistungsbranche der Windenergie ist in der Steiermark stark vertreten. Bereits mehr als 30 Firmen verdienen mit der Windenergie ihr Geld und sind am Weltmarkt tätig.


Aktuell erzeugen in der Steiermark 34 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 53 MW sauberen Strom für 6% aller steirischen Haushalte. Mit dem neuen Ökostromgesetz 2012, das im Juli in Kraft tritt, tun sich für die Steiermark neue Chancen auf: "Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind mit dem Ökostromgesetz gegeben. Nun liegt es an der steirischen Landespolitik, den Rahmen für die Nutzung der Windenergie zu gestalten. Potential und Windkraftprojekte sind vorhanden. Neue Windkraftprojekte mit 43 MW Leistung sind bereits genehmigt", erklärt Moidl. Allein die bereits genehmigten Projekte werden eine Investition in der Steiermark von rund 70 Mio. Euro auslösen. Weitere Windkraftprojekte mit einer Leistung von rund 400 MW sind in konkreter Planung oder sind angedacht und werden gerade auf ihre Umsetzbarkeit untersucht. "Das Land Steiermark muss geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Projekte auch umgesetzt werden können. Die Steiermark könnte so 12% der Stromversorgung im öffentlichen Netz durch saubere und sichere Windenergie decken", schwärmt Friedl Kaltenegger, Windkraftbetreiber am Salzstiegl, und führt weiter aus: "Meine Erfahrung mit meinen Windkraftanlagen ist, dass die Bevölkerung hinter der Windenergie steht. Auch aus touristischer Sicht haben meine Windräder nur Vorteile gebracht. Die Touristen stehen den Windrädern zumeist sehr positiv gegenüber. Seitdem die Windkraftanlagen stehen, ist die Anzahl der Nächtigungen gestiegen."

Steirische Wirtschaft profitiert von Windkraftausbau

Die steirische Wirtschaft profitiert vom Windkraftausbau. 400 MW Windkraftleistung lösen 660 Mio. Euro an Investition aus. Allein durch die Errichtung fließen knapp 190 Mio. Euro in die Steiermark. Durch den Betrieb der Anlagen fallen weitere 440 Mio. Euro über die 20jährige Lebensdauer der Anlagen an Wertschöpfung in der Steiermark an. Mehr als 2600 Jahresarbeitsplätze und über 200 Dauerarbeitsplätze könnten mit diesem Windkraftausbau und -betrieb geschaffen werden. Der Windkraftausbau in der Steiermark könnte somit mehr als 50% des Haushaltstromverbrauches decken.

4,9 Euro zahlte jeder österreichische Haushalt 2011 für den erzeugten Windstrom in Österreich. Alleine durch den Windkraftausbau der bereits genehmigten Windkraftanlagen werden in Summe weit über 100 Mio. Euro wieder in das Bundesland zurück fließen.

Starke Zulieferindustrie hat Anteil an weltweitem Windkraftboom

Steirische Unternehmen profitieren jedoch auch vom weltweiten Windenergieboom. Die Firma Siemens Transformers Austria GmbH & Co KG hat ihren Sitz in Weiz. 40 Menschen arbeiten dort bereits direkt in der Windbranche und erwirtschaften mit Transformatoren für Windenergieanlagen einen jährlichen Umsatz von ca. 20 Mio. Euro, dies mit stark steigender Tendenz. "Wir beliefern die Weltmarktführer der Windradhersteller mit unseren Transformatoren", berichtet Ing. Johann Griebichler, Sales Management DT von Siemens Transformers Austria. Auch im Dienstleistungsbereich haben sich bereits einige Firmen in der Steiermark niedergelassen. Die Firma Uptime Engineering GmbH hat Ihr Arbeitsfeld in der Erhöhung der Verfügbarkeit von Windkraftanlagen. "Wir sind mit unserer Leistung weltweit tätig. Aber auch in Österreich sind wir aktiv und freuen uns, dass wir die Profitabilität von Windkraft auch hier verbessern können", berichtet MSc. Christopher Gray von Uptime Engineering.

Österreichische Zulieferindustrie exportiert Windkraft-Komponenten um 500 Mio. Euro

Die Zuliefer- und Dienstleistungsbranche in Österreich kann sich sehen lassen. Mehr als 100 Firmen arbeiten bereits österreichweit in diesem Bereich. Allein ein Drittel dieser Firmen weist einen jährlich Umsatz von mehr als 500 Mio. Euro auf. In der Steiermark sind 30 Firmen in der Windbranche vertreten. "Der aktive Ausbau der Windkraft zieht weitere Firmen an. Als gutes Beispiel dafür dient das Burgenland, wo die Windkraft in den nächsten drei Jahren mehr als verdoppelt wird, was zur Neuerrichtung einer Turmproduktionsstätte und zum massiven Ausbau der Servicestrukturen des deutschen Windkraftherstellers Enercon führte. So werden in Burgenland allein von Enercon mehr als 350 neue Arbeitsplätze geschaffen", erläutert Moidl abschließend.

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