Fragen stellen gehört zum guten Ton: Zum Jubiläum diskutiert das Institut AIFB Kernfragen aktueller Forschung in Angewandter Informatik

Aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Instituts AIFB richten der Verein Angewandte Informatik Karlsruhe (AIK e.V.) und das Institut AIFB das 28. AIK-Symposium am 17. Februar 2012 als Festsymposium am KIT aus

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Seit 40 Jahren wird am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (Institut AIFB) die praxisgerechte Anwendung von Methoden und Konzepten der Informatik erforscht und gelehrt. 1370 Absolventinnen und Absolventen sowie einer fünfstelligen Anzahl weiterer Studierender aus wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) hat das Institut diese Qualifikation in vier Jahrzehnten mit auf ihren Weg in den Beruf gegeben. 140 Promotionen und 20 Habilitationen tragen sein Qualitätssiegel.

"Das Institut AIFB verkörpert für mich eine ideale Lehr- und Forschungseinrichtung, die durch exzellente, innovative Forscherpersönlichkeiten geprägt wurde", erklärt Professor Dr. Detlef Seese. "Sie haben Weitblick mit Tatkraft verbunden und ein Arbeitsklima geschaffen, in dem es zum guten Ton gehört, Fragen zu stellen, konstruktive Beiträge zu deren Lösung zu leisten und dabei stets den gesellschaftlichen Nutzen sowohl in Form hervorragend ausgebildeter Fachkräfte, als auch in Form von Dienstleistungen und Produkten der universitären Forschung für die Wirtschaft im Blickfeld zu haben. Alumni des Instituts AIFB arbeiten heute in Spitzenpositionen in mittelständischen und in global operierenden Unternehmen, in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre oder haben ein eigenes florierendes Unternehmen gegründet", berichtet Seese. Er ist Sprecher der Institutsleitung, die von den am Institut tätigen Professoren seit den Gründungsjahren kollegial wahrgenommen wird. Zur Zeit arbeiten sechs Professoren am AIFB.

Anlässlich des 40jährigen Bestehens richtet der institutsnahe Verein Angewandte Informatik Karlsruhe (AIK e.V.) das 28. AIK-Symposium "40 Jahre Angewandte Informatik Karlsruhe" am Freitag, den 17. Februar 2012, 14.00 Uhr, KIT, Tulla-Hörsaal, Kollegiengebäude am Ehrenhof, Englerstraße 11, 76131 Karlsruhe als Festsymposium aus. Professor Dr. York Sure-Vetter, 1. Vorsitzender des AIK e.V., hat seine erfolgreiche Karriere selbst mit einem Studium in Karlsruhe und abschließender Promotion am Institut AIFB begonnen: "Die exzellente Forschung am Institut AIFB war für mich vor allem geprägt von sehr guten Forschungsbedingungen, Professionalität und einem tollen Arbeitsklima. Profitiert habe ich auch von der sehr guten internationalen Vernetzung mit einschlägigen Forschungseinrichtungen". Sure-Vetter ist heute Präsident von GESIS, Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, und Inhaber des Lehrstuhls Angewandte Informatik in den Sozialwissenschaften am Institut für Web Science and Technologies an der Universität Koblenz-Landau. Der GESIS-Präsident weiß: "Die Absolventinnen und Absolventen des Instituts stehen bei internationalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen hoch im Kurs. Ihnen steht praktisch die Welt offen".

Die wissenschaftlichen Inhalte des Festsymposiums:

Im Stil des Instituts ist auch das Festsymposium als Veranstaltung zur Förderung des wissenschaftlichen Diskurses aus unterschiedlichen Perspektiven gestaltet. Den einführenden Vortrag hält Professor Dr. Gerhard Weikum, Forschungsdirektor am Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken unter dem Titel "Wissen im Web: von O bis W". Er diskutiert Wissensquellen im Web und deren Vernetzung, geht auf Trends zum Web of Linked Data ein und diskutiert Chancen und Herausforderungen. Als Vertreter der Wirtschaft spricht Wolfgang Gaertner, Chief Information Officer Retail der Deutschen Bank AG. Er wird erläutern, wie Angewandte Informatik aus seiner Sicht die Transformation von Banken fördert. Aus der aktuellen Forschung zu Kernfragen der Informatik am Institut AIFB berichten Dr.-Ing. Sanaz Mostaghim und Privatdozent Dr. Sebastian Rudolph. Im Vortrag "Invasiv und selbstorganisierend - die perfekte Kombination für parallele Algorithmen" erklärt Sanaz Mostaghim, wie hochparallele Systeme mit Hilfe von invasiven Algorithmen selbstorganisiert komplexe Optimierungsprobleme lösen können und wie sich der invasive Algorithmus ausgehend von einem Prozessor sukzessive so lange weitere Prozessoren erobert, bis Problemlösungen gefunden sind. Sebastian Rudolph unterzieht in seinem Vortrag "Logik im Semantic Web: Wunsch und Wirklichkeit" logikbasierte Wissensrepräsentation als Schwerpunkt der bisherigen Konzeption des Semantic Web einer kritischen Betrachtung, lotet ihre bisher bekannten Grenzen aus, stellt Ansätze zu deren Überwindung vor und empfiehlt formallogische Betrachtungsweisen als erprobten Denkansatz zur Lösung aktueller Semantic Web-Fragestellungen.

Dem wissenschaftlichen Teil des Symposiums vorgeschaltet ist ein kurzer Rückblick auf 40 Jahre Geschichte des Instituts AIFB, dem Grußworte aus Wissenschaft und Politik folgen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr und dauert bis 18.00 Uhr. Danach findet ein Empfang mit anschließendem Abendessen statt.

Zur Teilnahme am 28. AIK-Symposium "40 Jahre Angewandte Informatik Karlsruhe" sind Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen. Die Teilnahme steht jedoch auch weiteren Interessenten offen. Die Anmeldung muss bis zum 3. Februar erfolgen. Anmeldeformular und Programm sind im Internet bereitgestellt unter: http://www.aik-ev.de - Link "40 Jahre Angewandte Informatik Karlsruhe"

Über den Verein AIK e.V.

Der Verein "Angewandte Informatik Karlsruhe e.V." (AIK) ist ein Forum für einen lebendigen Gedankenaustausch zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft zu Themen der Informatik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien in ihren innovativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Er fördert als organisatorische Basis ein intensives Miteinander von Wirtschaft und Hochschulen. In halbjährlich stattfindenden Symposien greift der AIK e.V. aktuelle Themen der Informatik auf. Namhafte Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft stellen in Vorträgen neue Entwicklungen vor. In fachlicher Diskussion werden die Themen sowohl aus der Sicht der Wissenschaft, als auch der Sicht der Wirtschaft betrachtet und diskutiert. Der Verein wurde 1996 von Absolventen und Mitarbeitern des Instituts für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Karlsruhe (TH) gegründet. Er ist dem Institut AIFB eng verbunden. http://www.aik-ev.de/

Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) Universität Karlsruhe (TH)

Das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) ist das Informatik-Institut der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das aus der Fusion von Universität Karlsruhe (TH) und Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist. Es qualifiziert junge Menschen für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft - durch eine grundlegende Informatik-Ausbildung, die maßgeschneidert zum gewählten Studiengang passt.

Im Mittelpunkt der Forschung am Institut AIFB stehen die Weiterentwicklung und praktische Anwendung von Analyse- und Modellierungsmethoden der Informatik. Ziel ist, zuverlässige dauerhaft beherrschbare und vertrauenswürdige Informatiksysteme zu schaffen, die sich flexibel an die Aufgaben anpassen, die sie ausführen sollen. Die Hauptarbeitsfelder der Forschungsgruppen sind Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme, Effiziente Algorithmen und Organic Computing, Wissensmanagement und Semantic Web, Komplexitätsmanagement, Services Computing, sowie Software- und Systems Engineering. http://www.aifb.kit.edu/

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.