Eins vor, zwei zurück

Flughafenausbau

(PresseBox) (Köln, ) Noch im vergangenen Jahr hielt Verkehrsminister Tiefensee den Ausbau der deutschen Flughäfen für wichtig, um im internationalen Wettbewerb um Passagiere und Luftfracht nicht den Anschluss zu verlieren. Auch Flughäfen neben den Drehkreuzen Frankfurt und München sollten ausgebaut werden, zudem sollten in Leipzig, Köln-Bonn und Hannover nächtliche Frachtflüge sichergestellt werden. Doch nun wurde vom Verkehrsministerium ein neuer Flughafenplan vorgelegt, der fast nur Einschränkungen enthält.

Der neue Plan, der mehr Nachtflugverbote und weniger neue Kapazitäten vorsieht, nimmt auf die Belange der Fluggesellschaften und der Wirtschaft keine Rücksicht. Zwar sinkt derzeit die Nachfrage im Luftverkehr drastisch, doch schon im nächsten Aufschwung stoßen viele deutsche Airports wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Gleichzeitig werden vor allem im arabischen Raum Riesenairports für 100 Millionen Passagiere aus dem Boden gestampft, die im Asienverkehr neue Konkurrenz entstehen lassen.

Auch die vor allem nachts umgeschlagene Luftfracht ist für den Luftverkehrsstandort Deutschland sehr wichtig. Im vergangenen Jahr wurden 3,8 Millionen Tonnen Luftfracht über deutsche Flughäfen abgefertigt, vor allem hochwertige Waren. Wertmäßig entfallen 40 Prozent der deutschen Ausfuhren auf den Luftweg. Durch die Ausweitung der Nachtflugverbote an den deutschen Airports ist zu befürchten, dass zukünftig hochwertige Güter mit dem LKW ins europäische Ausland transportiert werden, um von dort per Flugzeug versandt zu werden. Damit geht nicht nur Wertschöpfung in der Logistik verloren - die zusätzlichen Kosten und die verlorene Zeit belasten gerade Hochtechnologiefirmen und könnten eine Produktionsverlagerung ins Ausland begünstigen.

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