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15 Mio. Euro für die Forschung am InnovationLab in Heidelberg

(PresseBox) (Heidelberg, )
BMBF-Förderung für zwei neue Forschungsprojekte mit insgesamt 14 Partnern aus der Wissenschaft
Umfassende Erforschung von Materialien, Druckprozessen und Design für die Herstellung von Bauteilen der gedruckten Elektronik


Noch in diesem Jahr nehmen die Partner von gleich zwei neuen ambitionierten Forschungsprojekten im Heidelberger InnovationLab ihre Aktivitäten auf. Mithilfe der beiden Projekte werden grundsätzliche Fragen zur Optimierung von Materialien und Prozessen zur Herstellung von Bauteilen der gedruckten Elektronik geklärt. Die Forschungsergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag, um der noch jungen, ressourcenschonenden Technologie den Weg in den Markt zu ebnen.

Warum gedruckte Elektronik und wo kommt die Technologie zum Einsatz?

Mithilfe der gedruckten Elektronik können Elektronik-Bauteile mit teilweise ganz neuen Eigenschaften hergestellt werden, wie z.B. mit transparenten, flexiblen oder dehnbaren Komponenten. Dies ermöglicht komplett neue Produktlösungen, beispielsweise in Bereichen wie der Energiekonversion, dem „Internet of Things", der Bioelektronik oder der medizinischen Diagnostik. Biologische und technische Sensorsysteme eröffnen u.a. neue Möglichkeiten für Anwendungen und für die wirtschaftliche Verwertung im Bereich der Medizintechnik. Das Drucken von organischer Elektronik birgt als kostengünstiges Massenherstellungsverfahren enormes Einsparpotential und ermöglicht somit eine weitreichende Marktdurchdringung. Damit reproduzierbare Bauteile jedoch zukünftig massenhaft herstellbar sind, bedarf es eines grundsätzlichen Prozessverständnisses, der Abstimmung von potentiellen Materialien mit den unterschiedlichen Druckverfahren, sowie vertiefte Kenntnisse über die physikalischen Effekte an den Grenzflächen der einzelnen Bauteilschichten. Diese Erkenntnisse sind Ziel der beiden Forschungsvorhaben.

Das InnovationLab eröffnet hierfür Möglichkeiten des direkten Wissenstransfers unter verschiedenen Forschergruppen aus Industrie und Wissenschaft. Relevante Ergebnisse der Forschung werden hier ohne Umwege, und damit schneller, auf die Entwicklung gedruckter funktioneller Systeme übertragen.

Das Verbundprojekt POESIE („Das Potential der Gedruckten Organischen Elektronik: Optimierte Materialien, Fluide und Flüssigphasenprozesse") mit einer Laufzeit von 3 Jahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7 Mio. € gefördert. Ziel des Projekts ist die Optimierung von Materialien und Prozessen für die Herstellung von Elektronik-Bauteilen. Fünf universitäre Partner steuern unter der Leitung des Lichttechnischen Instituts (Karlsruher Institut für Technologie) ihre Expertise in den Bereichen Materialsynthese, Druckverfahren und Trocknung bei: Karlsruher Institut für Technologie, Universität Heidelberg, TU Darmstadt und Center for Organic Production Technologies (COPT) in Köln. Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung unterfüttert die Forschung durch die Erstellung theoretischer Modelle.

Über drei Jahre wird auch das mit 8 Mio. € geförderte Projekt InterPhase (Designprinzipien in der organischen Elektronik: Heterogenitäten im Volumen und an Phasengrenzen (Grenzflächen)) laufen. Das Projektkonsortium ist in seiner Zusammensetzung weltweit einmalig: Unter der Leitung des Instituts für Hochfrequenztechnik der TU Braunschweig vereint es das Know-how von insgesamt neun Partnern: Universität Heidelberg, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Stuttgart, TU Darmstadt, Universität Wuppertal, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Paul-Drude-Institut Berlin und Universität Augsburg.

Einmal mehr erweitert das InnovationLab damit sein Forschungsnetzwerk aus Industrie und Wissenschaft um anerkannte Experten, die das bereits vorhandene Wissen komplementär ergänzen, und baut damit seine Position als einer der führenden Standorte für gedruckte organische Elektronik in Deutschland und Europa weiter aus.

Über den Spitzencluster Forum Organic Electronics

Der Spitzencluster Forum Organic Electronics (FOE) ist ein Kooperationsnetzwerk aus fünfzehn internationalen Großunternehmen – darunter drei DAX-Unternehmen – vier mittelständischen Unternehmen sowie zehn Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Gemeinsam arbeiten die Clusterpartner an der Verwirklichung innovativer Anwendungen und Produkte aus dem Bereich der gedruckten und organischen Elektronik. Schwerpunkte hierbei sind die umweltfreundliche Energieerzeugung mittels organischer Photovoltaik, die sparsame Energienutzung durch organische Leuchtdioden und die Ressourcen schonende, umweltfreundliche Produktion elektronischer Komponenten, wie Schaltungen, Speicher und Sensoren. Die besondere Kompetenz des Clusters liegt dabei im Bereich der Drucktechnologie als kostengünstige Herstellungsmethode für organische Elektronikbauteile. Weiter Informationen unter www.forumoe.de.

Die öffentliche Förderung des FOE im Rahmen des BMBF Spitzencluster-Wettbewerbs ist zum 31.12.2013 ausgelaufen. Seit April 2014 haben Merck und BASF durch eine Mehrheitsbeteiligung an der iL, der Managementgesellschaft des Spitzenclusters, ihr Engagement intensiviert. Damit sollen die erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeiten der Heidelberger Forschungs- und Transferplattform für gedruckte und organische Elektronik in der Metropolregion Rhein-Neckar weitergeführt werden.

Über die InnovationLab GmbH

Die InnovationLab GmbH (iL) ist die gemeinsame anwendungsorientierte Forschungs- und Transferplattform von Wissenschaft und Wirtschaft mit ihrem R&D-Standort in Heidelberg. Hier werden die Stra-tegien und Projekte für den Spitzencluster Forum Organic Electronics entwickelt und die gemeinsamen Arbeiten der Partner durchgeführt. iL wird getragen vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Heidelberg sowie den Unternehmen BASF SE, Heidelberger Druckmaschinen AG, Merck KGaA und SAP AG.

Ziel der iL ist die disziplinübergreifende Zusammenarbeit der Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter einem gemeinsamen Dach. Im Mittelpunkt stehen dabei die kooperative Forschung, der Transfer von Erfindungen in marktfähige Produkte und die Ausbildung sowie Förderung von Nachwuchskräften.

Initial bearbeitet die iL das Gebiet der Zukunftstechnologie gedruckte und organische Elektronik und stellt einen zentralen Bestandteil der Erfolgsstrategie des BMBF-Spitzenclusters Forum Organic Electronics dar. www.innovationlab.de

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