Luftfahrt investiert bei Flaute verstärkt in Köpfe

Gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten am Luftfahrtstandort Hamburg

(PresseBox) (Hamburg, ) Heute nutzen die Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie die Chancen, die in einer Krise stecken. Sie investieren ins Personal und damit in ihre Zukunft. So können sie nach der Flaute wieder gestärkt durchstarten. Die Branche hat aus dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2001 gelernt. Damals sahen sich viele Betriebe dazu gezwungen, hochqualifizierte Mitarbeiter zu entlassen. Diese fehlten ihnen jedoch beim nachfolgenden Konjunkturaufschwung. Nun beugt man dem Fachkräftemangel vor: Bei der Lufthansa Technik-Gruppe in Hamburg und bei Airbus liegt die Zahl der neuen Auszubildenden trotz ökonomischer Turbulenzen auf Rekordniveau. Selbst die Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet haben, nutzen die Gelegenheit und qualifizieren mit finanzieller Unterstützung der Agentur für Arbeit ihre Mitarbeiter.

In einer Umfrage von Hanse-Aerospace e. V., dem größten deutschen Verband von kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie, äußerten knapp 70 Prozent der Mitglieder, dass sie ihre Mitarbeiter halten können, jeder Dritte baut sogar Personal auf, 6 Prozent im größeren Umfang. 33 Prozent der Befragten investieren verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Insgesamt schätzen 72 Prozent der Zulieferer ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als mittel bis sehr gut ein. Ihre finanzielle Situation hat sich seit Anfang 2008 nicht geändert, bei 17 Prozent hat sie sich sogar verbessert.

Wie groß der Bedarf an Nachwuchskräften ist, sieht man vor allem an den Ausbildungszahlen der großen Ankerunternehmen am Luftfahrtstandort Hamburg. Airbus bleibt seiner Linie treu, jedes Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze um 5 Prozent zu steigern. 167 junge Frauen und Männer beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei dem Flugzeughersteller in Hamburg. Auch Lufthansa Technik befindet sich in diesem Jahr mit 169 angebotenen und voll besetzten Ausbildungsplätzen auf Rekordniveau.

Diejenigen, die bereits in der Luftfahrtbranche Fuß gefasst haben, derzeit jedoch in Kurzarbeit sind, können die Zeit nutzen, um sich weiterzubilden. Dies ist eine große Chance sowohl für die Angestellten als auch für die Unternehmen. Qualifizierungen sind die beste Investition in die Zukunft. Die Agentur für Arbeit übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge, Lehrgangskosten, Fahrkosten und weitere notwendige Leistungen der Weiterbildung. Interessierte können sich an Frau Wrobel (Telefon: 040 /24 85 12 67) wenden oder an die Service-Hotline +49 (1801) 6644-66.

Jan Heinze, Geschäftsführer der Technischen Fachschule Heinze, führt zurzeit mehrere solcher Weiterbildungskurse durch. "Wir raten den Unternehmen, sich möglichst schon bevor die Entscheidung für Kurzarbeit fällt, mit der Agentur für Arbeit und einem Weiterbildungsdienstleister in Verbindung zu setzen. Auf diese Weise können maßgeschneiderte Lösungen für die Mitarbeiter gefunden werden, so dass die Zeit der Kurzarbeit von Anfang an sinnvoll genutzt werden kann", sagt Jan Heinze, der gleichzeitig Leiter der AG Personal im Verband Hanse-Aerospace ist.

Reportage-Angebot: Ein ausführliches Beispiel für den Erfolg einer Kurzarbeitergeld- Qualifizierung finden Sie im beiliegenden Artikel "Ein Hauptgewinn!"

Initiative Luftfahrtstandort Hamburg

Im Jahr 2001 schlossen sich die Unternehmen der Hamburger Luftfahrtindustrie mit den Verbänden, Institutionen, Hochschulen und Behörden zur gemeinsamen "Initiative Luftfahrtstandort Hamburg" zusammen. Daraus entwickelte sich das partnerschaftliche Netzwerk "Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg". Die größten Arbeitgeber dieses technologiegetriebenen Netzes sind Airbus, Lufthansa Technik und der Hamburger Flughafen. Daneben gibt es 300 kleinere und mittlere Unternehmen, die als Zulieferer oder Dienstleister in der Branche aktiv sind. Mit der ganzheitlichen Strategie, die Luftfahrt zukünftig ökonomischer, ökologischer, komfortabler, zuverlässiger und flexibler zu gestalten hat das Luftfahrtcluster Metropolregion Hamburg im September 2008 den branchenübergreifenden Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung gewonnen. Die Entwicklung zum Kompetenzzentrum für "Neues Fliegen" wird von der Bundesregierung nachhaltig abgesichert, in dem sie rund 40 Millionen Euro Fördergelder in zukunftsweisende Projekte der norddeutschen Luftfahrt investiert.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.