- Pressemitteilung BoxID 507888
Dialogforum Nachhaltiges Flächenmanagement in Hessen
Dipl.-Ing. Jürgen Wittig, ÖbVI, Vizepräsident der Ingenieurkammer Hessen, begrüßte zusammen mit Martin Orth, Referatsleiter für Raumordnung, Regionalplanung, Siedlungsstrukturentwicklung und Bodenbevorratung (HMWVL), die über 70 Teilnehmer aus verschiedenen Ingenieur- und Planungsbüros sowie hessischen Behörden und Institutionen. Diese beteiligten sich rege am Austausch über die planerischen Weichenstellungen und über die Probleme durch Leerstände von Gebäuden und derzeit ungenutzte Flächen im Innenbereich sowie notwendige Neuordnungen von vorhandenen und künftigen Baugebieten. Wittig betonte in seinem Vortrag, dass nachhaltiges Flächenmanagement eine interdisziplinäre Aufgabe sei und der erfolgreiche Aufbau eines Innenentwicklungskatasters der Zusammenarbeit unterschiedlicher interner und externer Fachleute bedarf.
Martin Orth stellte die Gründe für das Projekt Nachhaltiges Flächenmanagement, das Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen ist, aus Sicht des HMWVL dar und erläuterte Ziele und Bausteine des Projektes. Neben dem Baustein "Innenentwicklungspotenziale", in dessen Rahmen die Flächenmanagement- Datenbank Hessen entwickelt wurde, gibt es den Baustein "interkommunale Kooperation", der federführend vom Regierungspräsidium Gießen betreut wird.
Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Linke, Prodekan im Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie, Technische Universität Darmstadt, referierte über die wissenschaftliche Sichtweise zum nachhaltigen Flächenmanagement. Er erläuterte unter anderem Problematiken und Auswirkungen des demografischen Wandels.
Im Projektbaustein Innenentwicklungspotenziale wird das Ziel verfolgt, vorhandene Flächenpotenziale im Innenbereich zu nutzen, bevor neue Flächen im Außenbereich in Anspruch genommen werden. Dies setzt voraus, dass diese Flächenpotenziale bekannt sind - und zwar in den Kommunen und bei den Bürgern. Dazu möchte das Land Hessen zukünftig allen Kommunen Hilfestellung bieten und zur Erfassung von Flächenpotenzialen im Innenbereich kostenfrei ein Erfassungs-, Verwaltungs- und Aktivierungsinstrument in Form einer Flächenmanagement-Datenbank zur Verfügung stellen. Die Datenbank wurde in ausgewählten hessischen Kommunen getestet, unter anderem in der Gemeinde Weilrod. Hierzu gab deren Bürgermeister Axel Bangert, einen Erfahrungsbericht. Den praktischen Einsatz von GIS (Geografische Informationssysteme) im Flächenmanagement zeigte Dipl.-Ing. Michael Jäger von der AGIS GmbH aus Frankfurt anhand einer Vorführung der Planungssoftware.
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