Systementwicklung und Mitarbeiterqualifi-zierung gehören untrennbar zusammen

2. Hamburger Dialog der Ingenics AG am 28.10.2010: Visionen, Strategien, Methoden der Zukunftsgestaltung in Unternehmen

(PresseBox) (Ulm, ) Der zweite Hamburger Dialog, zu dem die Ingenics AG ins Zolllager in der historischen Speicherstadt einlud, kam bei den rund 50 Führungskräften aus Unternehmen in der Region Norddeutschland gut an. Das lag zum einen am Themen-Mix, den das Beratungsunternehmen zusammengestellt hatte, zum anderen an den brillanten Referenten. Wenn sich die Gäste, die ins Zolllager in der historischen Speicherstadt gekommen waren, am Ende einig waren, dass sie im nächsten Jahr gerne wieder kommen würden, dann auch deshalb, weil sie brauchbare Erkenntnisse mitnahmen, ohne ein Vertriebs-Event über sich ergehen lassen zu müssen.

Bis zu 100 Ingenieure gesucht

Welche Faktoren muss ein Unternehmen, das seine Produktivität deutlich verbessern will berücksichtigen, was den Mitarbeitern bieten, um sie zu mehr Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen zu motivieren? Und wie macht man aus hoch qualifizierten Mitarbeitern dynamische Teams? Zu derlei Fragen wollte Ingenics Denkanstöße geben, Diskussionen in Gang setzen - und konkrete Lösungsansätze bieten. "Es ging uns nicht darum, unseren Gästen einen geruhsamen Nachmittag zu bieten, sondern eine Veranstaltung mit Mehrwert", fasst Andreas Hoberg, Leiter der Ingenics-Niederlassung Hamburg und Gastgeber des Hamburger Dialogs, zusammen. "Jeder Teilnehmer sollte etwas mitnehmen, was er ohne weiteres in seinem Unternehmen aufgreifen kann."

Zuvor hatte Hoberg in wenigen Sätzen die Lage des Unternehmens zusammengefasst: Nach dem krisenbedingten Umsatzrückgang im vergangenen Jahr wird Ingenics schon in diesem Jahr den Umsatz von 2008 übertreffen; das Chinageschäft wird um 400 Prozent wachsen, neue Kunden gibt es in europäischen Ländern sowie in Südamerika. Falls sich genügend qualifizierte Bewerber finden, will man in den kommenden Monaten bis zu 100 neue Mitarbeiter einstellen - auch für neue Beratungsfelder wie Lean-Administration-Projekte in Kliniken und Banken.

Für den Mehrwert sorgten, neben Ingenics-Vorstand Jörg Herkommer, der "Ganzheitliche Management-Konzepte, die wirken" vorstellte, zwei prominente Redner. Auch sie boten, aus ganz eigenen Perspektiven, nachhaltige Denkanstöße.

"Bei uns gewinnt der, der keine Fehler macht"

Der Schweizer Segler und Gewinner des XXXI. Americas Cup, Dominik Neidhart, berichtete davon, wie es dem Team Alinghi erstmals gelang, den Pokal nach Europa zu holen. Bei diesem Extremsport - "Bei uns gewinnt der, der keine Fehler macht" - hängt der Erfolg an der Leistung und Zuverlässigkeit jedes einzelnen Teammitglieds; für jeden Einzelnen gilt: "Go hard or go home!" Neidharts temperamentvoller Vortrag analysierte nicht nur die entscheidenden Erfolgsfaktoren in seinem Sport, sondern schlug auch den Bogen zur Wirtschaft: Hier wie da, so Neidhart, würden, um Höchstleistungen zu erreichen, Visionen entwickelt, Herausforderungen angenommen, um mit Disziplin und Mut zum Spitzenerfolg zu kommen. Besonders deutlich wurde der Zusammenhang zwischen dem Vertrauen und der Bereitschaft, Höchstleistungen zu erbringen: Weder das größte Budget, noch die nominell besten Sportler gewannen - sondern die Mannschaft, die das uneingeschränkte Vertrauen des Eigners zum perfekten Team werden ließ.

Vermeintliche Fehlentwicklungen als raffinierte Change-Strategien

Nur auf den ersten Blick schien das Thema des zweiten Gastreferenten die Antithese zum Vortrag des Weltklasseseglers zu sein. "Kleine Schwächen hat fast jeder", meinte der Wissenschaftsjournalist Dr. Jörg Zittlau und erklärte, "Warum Weiterentwicklung manchmal auch mit Fehlern funktioniert". Humorvoll und wissenschaftlich präzise machte Zittlau deutlich, warum die Evolution nicht immer geradlinig verlaufen kann und sich vermeintliche Fehlentwicklungen auf längere Sicht als sinnvolle "Change-Strategien" erweisen können. Nebenbei wies er auf einige exotische Spezies hin, die als offensichtliche Irrläufer der Evolution dank besonderer Umstände (z.B. keine Feinde und Konkurrenten in abgeschotteten Lebensräumen) überleben können.

Die Führungskraft gestaltet - das Team sichert den Erfolg

In seinem Vortrag "Ganzheitliche Management-Konzepte, die wirken", erklärte Ingenics-Vorstand Jörg Herkommer, unter besonderer Berücksichtigung des Themas Shopfloor-Management, wie Unternehmen ohne Umsetzungslücke - gemeint ist das Delta zwischen den Möglichkeiten eines Systems und dem tatsächlichen Nutzungsgrad - "von der Vision über das System zur Nachhaltigkeit" gelangen. Auch wer die zentralen Aufgaben - Konzentration auf wertschöpfende Tätigkeiten in Produktion und Administration, operative Exzellenz und kontinuierliches Optimieren - begriffen und gelöst hat, so das Fazit, muss bedenken: "Das beste System bringt nichts, wenn wir nicht den Menschen mitnehmen."

Mit der Erkenntnis, dass der Mensch im Unternehmen mehr ist als ein "Faktor" unter anderen und wertvollen Anregungen für die Führungsaufgabe "Optimierung des Systems" nahm jeder Besucher etwas mit, was sich im eigenen Unternehmen umsetzen lässt. Die Beschreibung der wichtigsten Elemente des Shopfloor-Managements - Kennzahlen, Visualisierung, Kommunikation - und nicht zuletzt die Empfehlung an die Führungskräfte, sich regelmäßig "an den Ort der Wertschöpfung zu bewegen", um die Mitarbeiter zu erreichen und nachhaltigen Erfolg sicherzustellen, dürfte jeden zum Nachdenken über Führungsfunktionen angeregt haben. "Es sind die Menschen, die Change-Strategien leben und das System voranbringen müssen, die Aufgabe des Managements ist es, die Prozesse so zu lenken, dass die Mitarbeiter die Notwendigkeit des Wandels erkennen und ihn selbst wollen", so Jörg Herkommer.

Ein wenig abseits vom Tagesgeschäft, dennoch hautnah an den Themen, die Wirtschaft und Gesellschaft bewegen, bot dieser zweite Hamburger Dialog reichlich Gelegenheit zum Nachdenken und Diskutieren, aber auch unmittelbar umsetzbare Anregungen. Das gemeinsame Abendessen wurde vielfach zur Vertiefung genutzt.

Ingenics AG Headquarters

Die Ingenics AG ist ein innovatives, expandierendes Beratungsunternehmen mit den Geschäftsfeldern Fabrik- und Produktionsplanung, Logistikplanung, Effizienzsteigerung Produktion sowie Effizienzsteigerung Office. Zu den Kunden gehört die Elite der deutschen und europäischen Wirtschaft. Über nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner für die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit beschäftigt die Ingenics AG rund 180 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in über 30 Jahren mehr als 2.700 Projekte erfolgreich durchgeführt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pläne.

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