Notrufe per Handy ab jetzt nur mit betriebsbereiter SIM-Karte

Die Änderung der Notrufverordnung zum Telekommunikationsgesetz (TKG) tritt am 1. Juli in Kraft

(PresseBox) (Berlin, ) Ab dem 1. Juli sind Notrufe per Handy nur noch möglich, wenn eine funktionierende SIM-Karte im Gerät eingelegt ist. Bisher war die Notrufnummer 112 auch ohne SIM-Karte erreichbar. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) begründet die Änderung der Notrufverordnung mit der hohen Zahl an Missbrauchsfällen mit der Rufnummer 112. Die Notrufzentralen hatten nach eigenen Angaben bis zu 80 Prozent Spaßanrufe, wodurch sich ihre Erreichbarkeit für echte Notfälle verringerte. Da nicht über eine SIM-Karte telefoniert wurde, ließen sich die Anrufer nicht identifizieren. "Wir begrüßen, dass die Missbrauchsmöglichkeiten durch die Gesetzesänderung eingedämmt werden", erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk (IZMF). "Die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit mobiler Kommunikation ist ein wichtiges Ziel unserer langjährigen Arbeit."

Trotz veränderter Notrufverordnung gilt weiterhin: Ein Notruf mit aktivierter SIM-Karte funktioniert auch dann problemlos, wenn beispielsweise das Guthaben der Prepaidkarte aufgebraucht oder das Handy für abgehende Gespräche gesperrt ist. Zudem ist es nicht erforderlich, die entsprechende PIN-Nummer einzugeben. Auch wenn das eigene Mobilfunknetz einmal nicht verfügbar sein sollte, können Notrufe abgesetzt werden.

Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)

Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern getragen wird. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline (800) 330 31 33 oder unter http://www.izmf.de.

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