Stirbt das Ruhrgebiet wirklich?

LOCAL®2010 deckt feinräumig gravierende Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung im Ruhrgebiet auf

(PresseBox) (Bonn, ) "Das Revier stirbt aus", schrieb einst die Lokal-Presse; und mit heute rund 5,2 Mio. Einwohnern hat das Ruhrgebiet in den letzten 10 Jahren tatsächlich über 140.000 Einwohner verloren. Das ist in etwa die Größe einer mittelgroßen Stadt und entspricht fast 3% der Gesamtbevölkerung im Pott (Bundesdurchschnitt im selben Zeitraum: 0,5%). Aber wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass nicht alle Städte im Ruhrgebiet diesem Negativ-Trend unterliegen: So entwickelt sich der Nordwesten mit den Gemeinden Xanten, Hamminkeln und Alpen mit einem Zuwachs von 2% und mehr allmählich zur Schokoladenseite.(Karte 1: Demographische Entwicklung im Ruhrgebiet 2001-2009)

Und selbst innerhalb der vermeintlichen Verliererregionen Duisburg, Gelsenkirchen und Essen (regional wie bundesweit), entdeckt LOCAL®2010 einzelne Gewinnertypen.

Zu Tage treten diese Entwicklungen aktuell im Rahmen der Arbeiten von infas geodaten an LOCAL®2010, dem feinräumigen amtlichen Mikroraster mit aktuellsten Demographiedaten wie u. a. Einwohnerzahlen und Altersklassen inkl. ihrer Entwicklung.

Demnach verlor allein die diesjährige Kulturhauptstadt Essen in den letzten 10 Jahren rund 12.000 Bürger. Aber mithilfe von LOCAL®2010 lassen sich auch hier präzise die blühenden Stadtteile lokalisieren. (Karte 2: Demographische Entwicklung in Essen 2001-2009)

So ist das Essener Westviertel mit über 30% Bevölkerungswachstum der mit Abstand am schnellsten wachsende Stadtteil aller Stadtgebiete im gesamten Revier. Der Stadtteil grenzt westlich an die Stadtmitte und wies in der Vergangenheit nur eine geringe Wohnbesiedlung auf, da die Bebauung fast ausschließlich aus Gewerbeflächen bestand (ehemals der Firma Krupp sowie der ehemaligen AEG Kanis gehörend). Das Westviertel ist heute das wichtigste Entwicklungsgebiet der Stadt Essen. In Verbindung mit dem dort ansässigen neuen Hauptsitz des Konzerns ThyssenKrupp und dem repräsentativen Berthold-Beitz-Boulevard entsteht hier ein modernes Wohn- und Arbeiterviertel, das in den letzten Jahren bereits über 500 Neubürger angezogen hat.

Bei konkreten unternehmerischen Fragestellungen wie etwa "Wo sollte man in Essen eine Filiale oder einen Shop eröffen - oder schließen?" oder "Wo macht in Essen Werbung Sinn?" ist ein derart feinräumiger Blick auf Basis einer vielfältigen und aktuellen Datenlage unerlässlich. Diesen Blick bietet LOCAL®2010 und der Wirtschaft damit ein hervorragendes Instrumentarium für eine erfolgreiche Marktbearbeitung: lokal, regional und national. Und trägt so mit dazu bei, dass im Ruhrgebiet und überall sonst in Deutschland der Fokus auch auf die vielen blühenden Regionen gelegt wird.

Zum Thema Geomarketing
Erfolgreiches Marketing setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

1. Wissen, wer: Wer ist die geeignete Zielgruppe in meinem Marktgebiet?
2. Wissen, was: Welches Produkt passt optimal zu den regionalen Prioritäten?
3. Wissen, wo: Wo herrscht die höchste Affinität zw. Angebot und Nachfrage?

Die räumliche Komponente spielt im Marketing eine herausragende Rolle. Sie hilft, Unternehmen optimal effizient zu steuern und strategisch fundierte Entscheidungen mit minimalem wirtschaftlichen Risiko zu treffen. Räumliche Markt- oder Potenzialanalysen sind die optimale Basis für eine objektive Beurteilung, Planung und Optimierung von Filialen oder Standorten, Vertrieb, Werbung, Expansion, CRM, Versorgung oder Logistik.

Nexiga GmbH

infas geodaten ist der Pionier und einer der Marktführer für Geomarketing. LOCAL® ist das erste mikrogeographische Raster und wurde bereits vor 30 Jahren für die Wahlforschung entwickelt. Heute liefert LOCAL®2010 der Wirtschaft strategisch flächendeckend wichtige Marktdaten bis auf Hausebene. Eigene Softwareprodukte wie der MarktAnalyst oder der MarktExplorer sowie ein breites Spektrum an Marktanalysen runden das 3d-Marketing-Portfolio ab.

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