Keine neue Erddeponie im Albvorland erforderlich

(PresseBox) (Ostfildern/Scharnhauser Park, ) Das Regierungspräsidium Stuttgart untersucht im Albvorland mehrere Standorte für neue Erddeponien um überschüssige Tunnelausbruchmassen entsorgen zu können. Steinbrüche würden eine geeignete Alternative darstellen, ohne neue Flächen verbrauchen zu müssen.

Das Abfallrecht sieht vor, zunächst Verwertungsmöglichkeiten auszuschöpfen bevor Abfälle deponiert werden sollen. Diese Möglichkeit besteht in den Steinbrüchen des Landes und insbesondere entlang der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Im Rahmen der Abbaugenehmigungen sind Steinbrüche teilweise wieder zu verfüllen um die ursprüngliche Geländestruktur wieder herzustellen. Der Erdaushub bzw. Ausbruch aus den Tunneln der Neubaustrecke würde sich hierzu gut eignen, da der Stoffstrom lückenlos nachvollzogen werden kann und es sich grundsätzlich um unbelastetes Material handelt.

Zahlreiche Steinbrüche verfügen über ortsdurchfahrtenfreie Anbindungen oder gar über die Möglichkeit einer Schienenanbindung um Immissionen auf die Bevölkerung gering zu halten. Daneben entfallen auch Leerfahrten von LKW indem Baustoffe auf dem Rückweg zur Baustelle transportiert werden. Hinzu kommt, dass die Flächeninanspruchnahme in einem dicht besiedelten Raum durch die Verwertung des Aushubs in Steinbrüchen reduziert werden kann und somit "Neuland" für Land- und Forstwirtschaft oder den Naturschutz geschaffen wird.

Eine Befragung des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) hat ergeben, dass die Tunnelausbruchmassen aus dem Projekt Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm in den Abbaustätten im Land problemlos verwertet werden können. Insgesamt fallen bei dem Bahnhofsprojekt rund 12 Mio. Kubikmeter und bei der Neubaustrecke rund 10 Mio. Kubikmeter überschüssige Erd- und Gesteinsmassen an.

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