Nahversorgung im Mittelpunkt beim IHK-Einzelhandelsforum

Aktuelle Themen des Einzelhandels werden im Rahmen eines IHK-Forums am Montag, dem 1. November 2010 ab 14 Uhr in der IHK zu Schwerin, Graf-Schack-Allee 12, 19053 Schwerin, diskutiert

(PresseBox) (Schwerin, ) Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Unternehmen der Handelsbranche, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Planungs- und Beratungsunternehmen sowie andere Interessenten.

Ziel der Veranstaltung ist, unterschiedliche Blickwinkel zu berücksichtigen und für die Thematik zu sensibilisieren. Unter anderem werden Informationen zur Struktur und Entwicklung des Einzelhandels in Mecklenburg-Vorpommern, zu Realisierungsmöglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements, zu Förderungsmöglichkeiten, Erfahrungsberichte von Unternehmern sowie ein Überblick zu Logistik- und Handelskonzepten für den ländlichen Raum gegeben.

Eine schrumpfende Bevölkerung sowie die ausgeprägte Strukturschwäche des Landes stellen an die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zukünftig immer größere Anforderungen. Viele kleinere Ortschaften außerhalb der Zentren haben ihre Nahversorgungsfunktion bereits verloren und es besteht keine Gelegenheit, sich vor Ort mit Lebensmitteln und weiteren täglichen Bedarfsartikeln, wie z. B. Briefmarken und Geld, zu versorgen. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte sowie weitläufiger Siedlungsstrukturen ist ein wirtschaftlich tragfähiger Einzelhandel dort nicht mehr realisierbar. Dennoch besteht der Versorgungsauftrag für die ländliche Bevölkerung. Sie bleibt darüber hinaus ein wichtiges Kundenpotenzial.

Die Ergebnisse einer Studie der Universität Rostock aus dem Jahr 2009 gaben bereits erste Hinweise, wie eine wohnortnahe Grundversorgung im ländlichen Raum auch auf Dauer rentabel betrieben werden kann. Die Chancen bestehen nicht mehr nur in einer Zielgruppe, die selber keinen PKW mehr besitzt oder nicht mehr fahren kann. Es zeigte sich, dass auch Frauen und Jüngere, die bisher auf Bekannte und Nachbarn angewiesen sind sowie Erwerbslose ein nicht zu vernachlässigendes Nachfragepotenzial bilden. Zusätzlich können auch Gutverdienende und Pendler durch Ergänzungsangebote als Kunden gewonnen werden.

"Die nachhaltige Wirtschaftlichkeit eines Ladenbetriebes für die Nahversorgung im ländlichen Raum ist eng an innovative Betriebskonzepte und neue Organisationsstrukturen geknüpft", meint Angela Preuß, Geschäftsbereichsleiterin Standortpolitik, International bei der Schweriner IHK. "Hier greifen besondere Kooperationsformen zwischen öffentlicher Hand und privaten Anbietern, auch unter Mitwirkung der Bürger", schätzt sie ein. Aus Sicht der IHK sind ebenso Maßnahmen zur Erhöhung der Mobilität gefragt. Für den einzelnen Unternehmer komme es auch darauf an, eine Bündelung vielfältiger Angebote mit dem Lebensmitteleinkauf zu erzielen oder sogar die Gemeinschaft mit Waren aus eigener Produktion, wie Eier, Obst und Gemüse in den Handel und die Logistik des Ladenbetriebes zu integrieren, um letztlich auch die Akzeptanz und die Kundenbindung zu erhöhen.

Erfolgreiche Beispiele einer tragbaren und attraktiven Nahversorgung im ländlichen Raum lassen sich in benachbarten Bundesländern und vereinzelt bereits auch im eigenen Land finden. Schnell stellen sich die Fragen, ob diese Ideen und Instrumente übertragbar sind. Welche alternativen Betreiber- und Logistikkonzepte sind darüber hinaus zur Sicherung der Nahversorgung vorhanden? Welche Chancen aber auch welche Risiken sind mit einer Einzelhandelstätigkeit im ländlichen Raum verbunden? Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

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