Ausbildungsmarkt trotzt der Krise

(PresseBox) (Freiburg, ) Der regionale Ausbildungsmarkt bleibt auch unter den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) unter den Ausbildungsbetrieben. Demnach wird das Ausbildungsangebot auch in diesem Jahr ausreichen, um allen Schulabgängern eine Chance zu bieten. Fast zwei Drittel der Betriebe wollen ihr Angebot an Ausbildungsplätzen im laufenden Jahr in vollem Umfang beibehalten und rund 20 Prozent wollen es sogar erhöhen. Dagegen wird nur etwa jedes vierte Unternehmen seine Ausbildungsplätze in diesem Jahr zu reduzieren. Dieser Wert liegt nur unwesentlich über den normalen Schwankungen, die sich ergeben, weil kleinere Betriebe oft nur jeweils einen Auszubildenden beschäftigen und daher nur alle drei Jahre neu einstellen können.

"Im Bildungssektor lassen sich die Unternehmen nicht von kurzfristigen Marktschwächen beirren, sondern behalten ihre mittel- und längerfristige Strategie im Auge", erklärte IHK-Präsident Karlhubert Dischinger. Das bestätigen auch die Rückmeldungen der Umfrage: Auf die Frage, welche Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf ihre Ausbildungsbereitschaft hätten, nannten die Betriebe an erster Stelle die Sicherung des Fachkräftebedarfs. Eine weitaus geringere Rolle spielen hingegen die aktuellen Geschäftserwartungen. Für Dischinger bestätigt das die Einschätzung, dass sich der Ausbildungsmarkt - anders als in der Vergangenheit - ein Stück weit vom Beschäftigungsmarkt abkoppeln wird.

Grund dafür ist die demografische Entwicklung. "Es ist eine Illusion zu glauben, dass man seine Fachkräfte künftig rein auf dem Arbeitsmarkt rekrutieren kann", betont Dischinger. Das hätten mittlerweile viele Unternehmen erkannt und würden daher frühzeitig gegensteuern. Laut der IHK-Umfrage konnten im vergangenen Jahr bei jedem vierten Unternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden. In Zeiten rückläufiger Schulabgängerzahlen werden diese Besetzungsprobleme in Zukunft zunehmen.

Die IHK Südlicher Oberrhein befragt regelmäßig die ausbildenden Unternehmen, um fundierte Daten über die aktuelle Ausbildungssituation zu erhalten. An der diesjährigen Ausbildungsumfrage, die im Februar 2009 online durchgeführt wurde, beteiligten sich im Kammerbezirk 230 Ausbildungsbetriebe.

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