Wirtschaftsspionage: Eine tägliche Bedrohung

(PresseBox) (Siegen, ) Wirtschaftskriminalität in Form von Datendiebstahl und -sabotage ist ein stetig wachsendes Problem, was auch im Mittelstand immens zugenommen hat und oft unterschätzt wird, das sagt Roger Schmidt zuständiger Mitarbeiter bei der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK). Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist Know-how sehr viel Geld wert und bei vernachlässigter Sicherheit gefährdet.

Was früher gesichert im Tresor der Unternehmen lag, wird heute nicht selten "offen" in den Unternehmensnetzwerken aufbewahrt. Von digitalem Wissen z.B. in Form von Kundendaten oder Bauplänen und Produktbeschreibungen hängt nicht selten genug das gesamte Unternehmen ab.

Wie der Know-how-Diebstahl erfolgt und wie man sich davor schützen kann, zeigte Christina Kippes vom Verfassungsschutz NRW anhand von vielen Beispielen bei einer Veranstaltung der IHK Siegen.

Die Sicherheitslücke ist oftmals im eigenen Unternehmen zu suchen und hat in der Regel technische, organisatorische oder menschliche Ursachen. So stellt im Unternehmen der Mensch oft die größte Schwachstelle dar. Der Know-how-Abfluss geschieht dabei zumeist durch Unachtsamkeit, z.B. in dem Dokumente, die Rückschlüsse auf Interna zulassen, einfach im Papierkorb entsorgt werden. Auch über den Speicher von Kopierern können Dokumente in fremde Hände gelangen.

Häufig sind liegengelassene oder verlorene Notebooks bzw. Speichersticks Quellen für den unfreiwilligen Know-how-Transfer.

Damit Unternehmen ihr IT-Sicherheitsniveau einschätzen können, wird von der Landesinitiative secure-it.nrw die kostenfreie "Basisprüfung IT-Sicherheit" angeboten, die von eigens dafür geschulten Auditoren in 4-5 Stunden ausgeführt wird. Wie dies im Einzelnen geschieht machte Maik Pommer von der Landesinitiative secure-it.nrw klar.

Einen rechtlichen Überblick zum Datenschutz, aber auch zum Thema Herausgabe von Informationen und Reputation, gab Thomas Werning von der IT-Beratung T. Werning. Schnell kann durch eine unüberlegte Datenfreigabe das Image eines Unternehmens schaden nehmen. Daher ist es laut Werning wichtig, insbesondere die Mitarbeiter zu sensibilisieren, welche Informationen in welcher Form rausgegeben werden dürfen.

Was technisch und mittels Softwareeinsatz, auch im Sinne von Datenverschlüsselung, für die Erzielung von Datensicherheit möglich ist, zeigte Guido Wöhrlin-Braaz von der Firma tetraguard aus Troisdorf auf.

Fazit von IHK-Mitarbeiter Roger Schmidt: Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen können schnell massiv die Existenz der Unternehmen bedrohen. Aus diesem Grund müssen vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Daten besser schützen, was durch organisatorische, technische und personelle Maßnahmen gelingen kann. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es jedoch nicht.

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